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Sanitär

Zwischen Mindeststandard und Innovation: Die juristische Bedeutung technischer Regelwerke

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Ob ein Werk mangelhaft ist, hängt nicht immer davon ab, ob es einwandfrei funktioniert – es reicht bereits ein Verstoß gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik (a. a. R. d. T.). Das hat der Bundesgerichtshof in einer Vielzahl von Urteilen und das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf in einem viel beachteten Urteil klargestellt. Doch was genau gilt als a. a. R. d. T., was ist zu beachten, wenn sich die Regeln während der Installation ändern, und welches Risiko bringt die Gewährleistungsphase mit sich? Rechts­anwalt Thomas Herrig erläutert im Interview mit SBZ-Redakteurin Beate Geßler, was das SHK-Handwerk über die juristische Bedeutung technischer Regelwerke wissen sollte – und warum das geplante Gebäudetyp-E-Gesetz die Branche nicht so einfach entlasten wird wie erhofft.

Probennahme: Neue technische und juristische Bezugspunkte

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Das Umweltbundesamt (UBA) hat mit einer neuen Empfehlung seine Vorgaben zur ­systemischen Untersuchung von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach der Trink­wasserverordnung (TrinkwV) überarbeitet. Damit kommt es unter anderem zu wesentlichen Änderungen bei der Definition von Untersuchungsstellen. Bis diese Empfehlung mit einer überarbeiteten Version der TrinkwV irgendwann 2026 in Kraft tritt, sollte die Lage der ­bisherigen Probennahmestellen überprüft und ggf. neu festgelegt werden. Dr. Peter Arens erläutert, warum das für Betreiber, Fachplaner, Fachhandwerker und Labore relevant ist.

Lars Neveling, Referent – Bereich Wasser, figawa

Soll die systemische Untersuchung auf Legionellen auch Trinkwasser kalt verpflichtend umfassen?

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Pro

Die EU-Trinkwasserrichtlinie setzt klar auf einen risikobasierten Ansatz für Hausinstallationen – ohne Unterscheidung zwischen warm und kalt. Entscheidend ist allein, ob Risiken für die menschliche Gesundheit bestehen, und diese können sich durch veränderte Rahmenbedingungen, etwa steigende...

Deutung statt Hörigkeit

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Der richtige Umgang mit technischen Regelwerken im SHK‑Handwerk

Anschluss eines ­Systemtrenners.

Die neue DIN EN 1717: Schutz der Lebensgrundlage Trinkwasser

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Die Erkenntnisse, wie das Trinkwasser in den Installationen vor Einflüssen z. B. von ange­schlossenen Apparaten oder Verbindungen zu Nichttrinkwasser-Installationen geschützt werden kann, ist für die Fachwelt in der DIN EN 1717 als europäisches Regelwerk und allgemein anerkannte Regel der Technik (a. a. R. d. T.) zusammengefasst. Nach nun 15 Jahren wurde die Version von 2011, die im Wesentlichen unverändert aus der Version von 2001 übernommen worden war, überarbeitet. Robert Kutzleb beleuchtet, welche Neuregelungen zum Schutz des Trinkwassers für Planer und ausführende Betriebe mit der Überarbeitung einhergehen.

„Die TrinkwV ist ein wichtiger, aber nicht abschließender Maßstab“

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Die neue UBA-Empfehlung „Systemische Untersuchungen von Trinkwasserinstallationen auf ­Legionellen nach Trinkwasserverordnung – Probennahme, Untersuchungsgang und Angabe des Ergebnisses“ vom 13  Oktober 2025 ist zwar künftig die einzige verbindliche Vorgehensweise, wenn es um die Erfüllung von § 31 TrinkwV geht, doch über die TrinkwV hinaus gibt es weitere Rechtspflichten, je nach Art der Nutzung der Gebäude. Warum sie von Bedeutung sind, erläutert Rechts­anwalt Hartmut Hardt in einem Interview mit der SBZ-Redaktion. Sein juristischer Schwerpunkt ist das Betreiberrecht – ein Rechtsgebiet, das juristische Verantwortung mit technischer Praxis verbindet.

Ein dichtes Geflecht

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Trinkwasser-Installationen sind nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (a. a. R. d. T.) zu planen, zu errichten und zu ­betreiben. Zu den Regelwerken, die Fachplanern, ausführenden Betrieben und Betreibern konkrete, von der Fachwelt anerkannte Regeln der Technik bereitstellen, gehören vor allem DIN-Normen, VDI-Richtlinien und DVGW-Arbeitsblätter. Diese technischen ­Regelwerke ­dienen der Konkretisierung von Gesetzen und Verordnungen – etwa der Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Sie enthalten ­Empfehlungen und technische Vorschläge dafür, auf welche Art und Weise die jeweiligen Forderungen umgesetzt werden können.

Sanitärtechnik

Schell: 800 Mio. Eck­ven­ti­le welt­weit in­stal­liert

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Der Armaturenhersteller Schell hat 800 Mio. Eckventile weltweit installiert. Das Unternehmen produziert seit 1932 am Standort Olpe.

Sanitärversorgung in Indien

STELP-Projekt: Sanitär­anlagen für 40 Familien

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Eine saubere Sanitär­ver­sorgung ist in vielen Teilen der Welt noch immer keine Selbst­ver­ständ­lich­keit. STELP hilft vor Ort mit Maß­nah­men, die Leben ver­än­dern.

Speziell im Geschossbau werden Schächte immer dichter mit unterschiedlichsten Rohr- und Elektroleitungen gemischt belegt. Das stellt besonders hohe Anforderungen an den Brandschutz.

Herausforderungen bei Wand- und Deckendurchführungen abnahmesicher bewältigen

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Der bauliche Brandschutz ist ein wesentlicher Bestandteil von Brandschutzkonzepten. Er dient dazu, die Schutzziele der Bauordnung bzw. die entsprechenden Planungs-, Bemessungs- und Ausführungsanforderungen zu erfüllen. Dazu gehört insbesondere die Bildung brandschutztechnischer Einheiten durch die Anordnung von Trennwänden und Decken mit einer definierten Feuerwiderstandsklasse. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Leitungsdurchführungen durch solche Trennwände und Decken – und die Risiken für das SHK-Fachhandwerk, in die Abnahmefalle zu tappen. Welche baulichen Situationen und Installationen daher besonders sorgfältig betrachtet und brandschutztechnisch ausgeführt werden müssen, erläutert ­Christof Werner.

10. Juni 2026, Kassel

DVQST lädt zur 3. Sach­ver­stän­di­gen-Ta­gung ein

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Die 3. Sachverständigen-Tagung des DVQST am 10. Juni 2026 in Kassel beleuchtet neue gesetzliche Vorgaben und technische Regelwerke in der Trinkwasserhygiene.

Sanitärmarkt

VDMA-Studie: Han­dels­mar­ken er­rei­chen Wachs­tums­gren­zen

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Eine Studie von VDMA und Munich Strategy zeigt: Handelsmarken im Sanitärmarkt stoßen an Wachstumsgrenzen und die Markenlandschaft verändert sich.

Abscheideranlagen für Fette – Teil 2: Bemessungsgrundsätze

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Sorgfältige Planung, fachgerechter Einbau und ordnungsgemäßer Betrieb von Fettabscheidern stellen sicher, dass die Anlagen störungsfrei funktionieren und kein fetthaltiges Abwasser in die öffentliche Kanalisation gelangt. Bernd Ishorst hat in Teil 1 des Beitrags die wichtigsten Begriffe und Anforderungen für den Einsatz von Fettabscheidern gemäß den geltenden Regelwerken in der SBZ 12.25 zusammengefasst. Nun geht er in Teil 2 auf die ­verschiedenen Verfahren und Methoden zur korrekten Bemessung der Anlagen ein und stellt entsprechende Berechnungsbeispiele vor.

Präzisierte Definition der Rückstauebene: „Der Entspannungspunkt entspricht in der ­Regel dem, entgegen der Fließrichtung betrachtet, nächstgelegenen Schacht des öffentlichen Entwässerungssystems oder gegebenenfalls Straßenablauf im öffentlichen Raum.“

Neue Entwässerungsvorgaben fordern Planer, Fachhandwerk und Betreiber

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Starkregenereignisse werden häufiger und intensiver – mit direkten Folgen für die SHK-Praxis. Die neuen Kostra-DWD-2020-Werte führen vielerorts zu deutlich höheren Bemessungsregenspenden, während der Entwurf der novellierten DIN 1986-100 die Definition der Rückstau­ebene präzisiert. Damit verändern sich die Grundlagen der Gebäude- und Grundstücksent­wässerung. Roland Priller erläutert, welche Auswirkungen das für die Planung und Ausführung hat, wo typische Stolperfallen lauern, was jetzt für Bestandsanlagen gilt und wer im Schadenfall haftet.

Trinkwasserhygiene zwischen Energieeffizienz und Regelwerksanpassung

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Die 7. VDI-Fachkonferenz „Trinkwasserhygiene & -Installationen“ brachte Mitte November 2025 in Mannheim über 100 Fachleute aus Forschung, Planung, Betrieb, Instandhaltung und Überwachung zusammen. An zwei intensiven Konferenztagen wurde über die Herausforderungen im ­Spannungsfeld zwischen Energieeinsparung und hygienischer Sicherheit sowie die Anpassungen an neue europäische und nationale Regelwerke nicht nur referiert, sondern auch rege diskutiert.

KI und Digitalisierung im SHK-Handwerk: Plaud

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Im Webinar am 5.8. erfahren Sie im Rahmen des Themas "KI und Digitalisierung im SHK-Handwerk" alles über "Plaud“ – die smarte Bürohilfe für alle.
 

Sanitärtechnik/ Entwässerung: DIN 1986-100

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Im Webinar am 2.9. erfahren Sie alles zum Thema DIN 1986-100 – Neue Vorgaben für Entwässerungsanlagen. 
 

Weiterbildung

Geberit eröffnet neuen Campus für die Branche

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In Pfullendorf eröffnet der Geberit Campus als neues Zentrum für Weiterbildung und bereitet Fachkräfte gezielt auf künftige Branchenanforderungen vor.

Kooperation

Repabad übernimmt Ver­trieb von Er­lau im SHK-Han­del

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Repabad übernimmt ab 1. April 2026 den Vertrieb der Marke Erlau im SHK-Sektor und erweitert so sein Portfolio um barrierefreie Produkte.

Referenzprojekt

Grauwassernutzung spart Frisch­was­ser in Mann­heim

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Im Wohnquartier Aubuckel in Mannheim senkt eine Grauwasseranlage von Dehoust den Frischwasserverbrauch und schont die Ressourcen.

Auf dem Weg zu mehr Effizienz bei der Wassernutzung

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Immer mehr Kommunen müssen über zeitweilige Einschränkungen bei der Wasserentnahme nachdenken. Die Ursachen sind sinkende Grundwasserpegel und häufigere Trockenperioden. Eine Gegenmaßnahme liegt darin, Wasser in Gebäuden und Sanitärräumen effizienter zu nutzen. Doch wie lässt sich das am besten umsetzen? Welche Maßnahmen und technischen Innovationen können dabei helfen? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Und ­welchen Nutzen können SHK-Betriebe daraus ziehen? Das erklärt Frank ­Wiehmeier (VDMA Sanitärtechnik und -design) im Interview mit SBZ-Redakteurin Beate Geßler.

17. bis 20. März 2026, Messe Essen

SHK+E Essen mit neuer Impuls­fläche für die Sani­tär­branche

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Der neue Sanitär-Hub der SHK+E Essen nimmt konkrete Formen an: Für den ersten Messetag stehen die inhaltlichen Schwerpunkte fest.

Klimaschutz

VDMA: Effiziente Sanitär­tech­nik macht Klima­schutz bezahlbar

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Warum effiziente Warm­wasser­nutzung ins Klima­schutz­pro­gramm der Bundes­re­gierung gehört, erläutert der VDMA Sanitär­technik und -design.

Abgesteckt

Systeme für SHK-Profis: uni­ver­sell, be­heiz­bar, soft­ware­ge­stützt

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Universal-Übergangsfitting, beheizbare Wandverkleidung, modularer Pumpen-Einbausatz, Soft­ware­mo­dul zur Wär­me­pum­pen-Aus­le­gung, de­sign­ori­en­tier­te Ar­ma­tu­ren.

Funktionsgrafik eines Fettabscheiders.

Abscheideranlagen für Fette – Teil 1: Anforderungen

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Damit fetthaltiges Abwasser aus gewerblichen Küchen nicht in die öffentliche Kanalisation gelangt, kommen Fettabscheider zum Einsatz. Sorgfältige Planung, fachgerechter Einbau und ordnungsgemäßer Betrieb sind für eine störungsfreie Funktionsweise der Anlagen von entscheidender Bedeutung. Dabei müssen viele Aspekte beachtet werden, etwa die normgerechte Verlegung der Zulauf- und Lüftungsleitungen, der Rückstauschutz, die korrekte Auslegung sowie die fachkundige Inspektion und Wartung. Bernd Ishorst fasst in Teil 1 des zweiteiligen Beitrags die wichtigsten Begriffe und Anforderungen für den Einsatz von Fettabscheidern gemäß den geltenden Regelwerken zusammen.