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Klimaschutz

VDMA: Effiziente Sanitär­tech­nik macht Klima­schutz bezahlbar

Alexandra - stock.adobe.com

Warum effiziente Warm­wasser­nutzung ins Klima­schutz­pro­gramm der Bundes­re­gierung gehört, erläutert der VDMA Sanitär­technik und -design.

Mit dem Klimaschutzprogramm definiert die Bundesregierung die zentralen Maßnahmen zur Erreichung der nationalen Klimaziele. Gerade im Gebäudesektor werden diese jedoch regelmäßig nicht erreicht. Vor diesem Hintergrund steht die Bundesregierung vor der Aufgabe, zusätzliche Maßnahmen für CO2-Minderungspotenziale schnell zu erschließen.

Der VDMA Sanitärtechnik und -design macht daher auf bislang ungenutzte Effizienzpotenziale im Gebäude aufmerksam und fordert, diese gezielt zu heben. Dabei soll der Fokus stärker auf sozialverträgliche Technologien gerichtet werden, damit die politischen Maßnahmen für Verbraucher bezahlbar bleiben und breite gesellschaftliche Akzeptanz finden.

Warmwassernutzung im Gebäude: Effiziente Lösungen der Sanitärindustrie nutzen

Ein zentraler Energieverbrauchsbereich im Gebäude wird bislang nur unzureichend berücksichtigt: die Trinkwassererwärmung. Dabei liegen hier kurzfristig realisierbare Effizienzpotenziale. Wasser- und energieeffiziente Armaturen und Brausen reduzieren die Warmwassernutzung und senken damit nachweislich den Energiebedarf für die Erwärmung an Trinkwasser.

„Wenn wir im Gebäudesektor kurzfristig CO2 einsparen wollen, müssen wir dort ansetzen, wo Effizienz sofort wirkt. Die Warmwassernutzung bietet genau dieses Potenzial. Deshalb fordern wir, die Technologien der Sanitärindustrie im Klimaschutzprogramm zu berücksichtigen“, erläutert Dr. Laura Dorfer, Geschäftsführerin des VDMA Sanitärtechnik und -design.

Wasser- und Energieeffizienz im Gebäude zusammen denken

Bislang werden Effizienzgewinne der Trinkwarmwassernutzung weder im Klimaschutzprogramm noch im Gebäudeenergiegesetz (GEG) berücksichtigt. Dabei besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der genutzten Wassermenge und dem Energiebedarf für die Trinkwassererwärmung. Um diese Einsparpotenziale sichtbar zu machen, fordert der VDMA Sanitärtechnik und -design auf, diesen Zusammenhang von Wasser- und Energieeffizienz in der Nutzung von Trinkwarmwasser in beiden Regelwerken abzubilden.

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Im Klimaschutzprogramm soll die Warmwassernutzung ausdrücklich als Effizienzhebel im Gebäudesektor benannt und als Maßnahme zur kosteneffizienten CO2-Minderung verankert werden. Ergänzend soll über das Klimaschutzprogramm festgelegt werden, dass im Gebäudeenergiegesetz die Energieeinsparungen effizienter Warmwassernutzung durch Produkte mit dauerhafter Durchflussbegrenzung abgebildet werden. Dies würde technische Standards korrekt erfassen, die Aussagekraft von Energiebilanzen und Energieausweisen erhöhen und gezielte Anreize für den Einsatz effizienter Lösungen im Neubau wie im Bestand setzen.

Klimaziele erreichbar und Klimaschutz bezahlbar machen

Klimaschutzmaßnahmen wirken dann besonders erfolgreich, wenn sie im Alltag spürbar sind und finanziell entlasten. Gerade im Gebäudesektor spielen die laufenden Betriebskosten eine zentrale Rolle für die Akzeptanz von Klimaschutz. Niedriginvestive Effizienzmaßnahmen in der Warmwassernutzung senken dauerhaft Wasser-, Energie- und Nebenkosten und entlasten Haushalte unmittelbar. Durch geringe Investitionskosten und kurze Amortisationszeiten eignen sie sich besonders für den Mietwohnungsbestand und leisten einen wichtigen Beitrag zur sozialen Abfederung von Klimaschutzmaßnahmen.

„Wir können den CO2-Ausstoß von Gebäuden senken, ohne Haushalte zu belasten. Wasser- und energieeffiziente Armaturen und Brausen zeigen, wie es geht“, fasst Dr. Laura Dorfer zusammen. ■
Quelle: VDMA Sanitärtechnik und -design / ml

Adobe Stock / Collage: Gentner

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An jeweils einem Vor- und Nachmittag werden je 1,5 Stunden lang relevante Themen aus Theorie und Praxis beleuchtet – von Trinkwasserhygiene und moderner Badgestaltung über Wärmepumpentechnik und Heizungswasseraufbereitung bis hin zu PVT-Kollektoren und den neuen gesetzlichen Vorgaben nach §14a Energiewirtschaftsgesetz. Die Moderation übernehmen die Chefredakteure Markus Sironi (IKZ) und Dennis Jäger (SBZ), die die Inhalte einordnen und gemeinsam mit den Fachreferenten aktuelle Entwicklungen und Trends aus dem SHK-Bereich diskutieren.

Ziel der Thementage ist es, kompaktes und praxisorientiertes Wissen bereitzustellen, das den Stand der Technik aufzeigt und Impulse für eine erfolgreiche Umsetzung in der Praxis liefert.

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist trotzdem notwendig. → hier informieren und anmelden

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