Eine dichte Gebäudehülle reduziert die Lüftungswärmeverluste, erfordert aber eine kontrollierte Luftführung. In einem Musterhaus wird demonstriert, wie ein zentrales Komfortlüftungssystem mit Wärmerückgewinnung den kontinuierlichen Luftaustausch übernimmt und die Außenluft filtert. Eine integrierte reversible Luft-Luft-Wärmepumpe temperiert und entfeuchtet die Zuluft und unterstützt damit die Wärme- und Kältebereitstellung.
Die Wärmepumpe ist selten das Problem, die Planung allerdings schon. Dr. Marek Miara forscht seit über 20 Jahren zu Wärmepumpen und hat zahlreiche Anlagen unter realen Bedingungen untersucht. Im Interview mit SBZ-Redakteurin Katrin Drogatz-Krämer erklärt er, welche Fehler Fachhandwerker teuer zu stehen kommen und warum nicht die Wärmepumpe über den Erfolg entscheidet, sondern was davor und danach passiert.
Solarthermieanlagen verfügen über erhebliche thermische Potenziale, die in der Praxis jedoch nicht immer ausgeschöpft werden. Häufige Ursachen sind Auslegungsfehler und eine unzureichende Wartung, die Effizienz und Lebensdauer der Anlagen beeinträchtigen können. Christian Braband erläutert die entscheidenden Stellschrauben für einen dauerhaft wirtschaftlichen Betrieb.
Die schrittweise Umstellung eines Einfamilienhauses auf Solarthermie, Photovoltaik, Wärmepumpe und Elektromobilität zeigt, wie sich der Energieverbrauch nachhaltig reduzieren lässt. Der Fachbeitrag von Prof. Dr. Alexander Neumann dokumentiert anhand realer Verbrauchs- und Erzeugungsdaten die technische Entwicklung über einen Zeitraum von 25 Jahren. Zudem werden Energieeinsparung, Eigenversorgung und Wirtschaftlichkeit der Investitionen eingeordnet.
Ein fehlender hydraulischer Abgleich gehört zu den größten Effizienzbremsen im Gebäudebestand. Ein dezentrales System mittels Volumenstrommessung verspricht eine schnelle Einregulierung ohne aufwendige Rohrnetzberechnung. Mark Hallabrin, Hersteller und Geschäftsführer von MaHa Marketing und Handel, klärt die für SHK-Fachbetriebe entscheidende Frage, inwiefern es sich hierbei um eine echte Arbeitserleichterung handelt.
Eine aktuelle dena-Analyse zeigt: Wohnungslüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung könnten den Endenergiebedarf bis 2045 um bis zu 27 % senken.
Digitale Lösungen verändern die Arbeit von Heizungsinstallateuren grundlegend und eröffnen neue Möglichkeiten im Anlagenmonitoring. Mit modernen Onlinetools lassen sich Heizsysteme kontinuierlich überwachen, Fehler frühzeitig erkennen und gezielt Optimierungen vornehmen. Dadurch profitieren sowohl Fachbetriebe als auch Kunden von mehr Effizienz, höherem Komfort und einer gesteigerten Zuverlässigkeit im Heizbetrieb.
Hybride Heizanlagen liegen im Trend, denn kombinierte elektrische und wassergeführte Systeme steigern Effizienz und Nachhaltigkeit. Doch mit der technischen Komplexität wachsen auch die Anforderungen, dem Endkunden investitionsintensive Lösungen, wie Wärmepumpen mit PV, Solarthermie und Speichertechnik, zu erklären. Vertriebsprofi Wendelin Heinzelmann bei Ritter Energie gibt SBZ-Redakteurin Katrin Drogatz-Krämer wertvolle Einblicke in erfolgreiche Strategien der Kundenberatung.
Welche Reihenfolge ist bei der energetischen Sanierung von Wohnungsbeständen sinnvoll? Fachjournalist Martin Schellhorn beantwortete diese Frage im ersten Teil der Februarausgabe. Was beim Heizungswechsel mit Blick auf die am Markt verfügbaren Wärmepumpentechnologien zu beachten ist, erläutert er im zweiten und letzten Teil dieser Serie.
Wie energieeffiziente und praxisnahe Lösungen im SHK-Bereich konkret umgesetzt werden können, diskutiert SBZ-Redakteurin Katrin Drogatz-Krämer mit Robert Oberberger, Geschäftsführer der Richter + Frenzel GmbH + Co. KG, und Ralph Bertelt, Vorstand der eQ-3 AG. Im Oktober 2025 gaben beide Unternehmen den Start ihrer Vertriebspartnerschaft bekannt. Im Gespräch geht es um Home-Energy-Management-Systeme, Energieeinsparungen, den automatischen hydraulischen Abgleich sowie um die zentrale Rolle von Schulungen, Partnerschaft und die direkte Nähe zum SHK-Handwerk.
Digitale Lösungen zur Überwachung und Optimierung des Heizbetriebs verzeichnen deutliches Wachstum, sind aber in Mehrfamilienhäusern noch selten im Einsatz.
Die Bestandsgebäude der Bauverein Wesel AG zeigen nach einem Jahr Pilotbetrieb, dass sich der Energieverbrauch bereits mit überschaubaren Maßnahmen senken lässt. Elektronische Heizkörperregler wurden in Zusammenarbeit mit dem Hersteller unter Praxisbedingungen erprobt und mit Referenzgebäuden verglichen. Die Ergebnisse liefern konkrete Anhaltspunkte, welches Einsparpotenzial ohne Eingriffe in die Heizungsanlage möglich ist.
Bei einem Wohnquartier setzt der Bauträger auf ein dezentrales Versorgungskonzept mit Wohnungsstationen. Diese übernehmen in den einzelnen Wohneinheiten sowohl die Wärmeverteilung als auch die Warmwasserbereitung. In Verbindung mit einem Fernwärmeanschluss entsteht eine kompakte Systemlösung, die den technischen Aufwand reduziert und hygienische Anforderungen an die Trinkwassererwärmung berücksichtigt.
Bestandsgebäude energieeffizient beheizen zeigt, wie SHK-Betriebe moderne Heiztechnik, erneuerbare Energien und digitale Tools einsetzen, um Energie zu sparen, CO₂-Emissionen zu reduzieren und den Komfort für Bewohner zu erhöhen. Ob Wärmepumpe im Altbau, Solarthermie, smarte Messsysteme oder kommunale Wärmeplanung – praxisnahe Beispiele und Expertentipps machen das Heizen zukunftsfähig und wirtschaftlich.
Moderne Infrarotpaneele von Dimplex erzeugen eine direkte Strahlungswärme, ohne die Raumluft aufzuheizen. Eine reduzierte Luftzirkulation mindert Staubaufwirbelung, was ein Vorteil insbesondere für Allergiker ist. Für SHK- und Elektro-Fachhandwerker eröffnen sich neue Möglichkeiten in der energetischen Sanierung, Raumgestaltung und Badplanung.
Wenn Kunden von der Notwendigkeit einer Heizungserneuerung überrascht werden und ihnen das hierzu erforderliche Budget fehlt, können sie mittels Mietmodell die neue Heizung dennoch umsetzen. Warum es für kleinere Handwerksbetriebe attraktiv sein kann, eine Wärme-Contracting-Partnerschaft einzugehen und ihren Kunden ein solches Mietmodell anzubieten, erläutern die Geschäftsführer der WCG Wärme Contracting GmbH Christian Hoffmann und Dirk Drews im Interview mit SBZ-Redakteurin Katrin Drogatz-Krämer.
Das Thema Contracting für Wärmepumpen wird immer wichtiger für Handwerkspartner und Endkunden, beobachten Christian Hoffmann und Dirk Drews von der WCG Wärme Contracting GmbH aus Oldenburg. Beide Geschäftsführer stellen neue Wege vor, die sich hieraus für das SHK-Handwerk eröffnen.
Vom Einmannbetrieb, der direkt vor der Wende in Potsdam gegründet wurde, zum modernen Unternehmen: Die Geschwister Silvio und Kristin Bensch führen den Familienbetrieb in zweiter Generation fort mit klarem Fokus auf technische Innovation und zukunftsfestes SHK-Handwerk. Während der Heizungsbereich noch den größten Anteil am Umsatz ausmacht, gewinnen Klima- und Lüftungstechnik zunehmend an Bedeutung, wie SBZ-Redakteurin Katrin Drogatz-Krämer feststellte.
Der neue Techem Atlas 2025 zeigt: Steigende Energiepreise hebeln Sparbemühungen aus – zusätzliche Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion sind erforderlich.
HG Baunach aus Hückelhoven feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Das Rendemix-Konzept zur Steigerung der Heizungseffizienz ist seit über 2 Jahrzehnten am Markt.
Die kontrollierte Wohnraumlüftung steht vor einem Entwicklungsschritt mit einem System, das ohne Festlegung von Zu- und Ablufträumen einen bedarfsgerechten Luftaustausch ermöglicht: Wie Room Air Volume-Control (RAV-Control) in allen Räumen einer Nutzungseinheit eingesetzt werden kann und zur Optimierung des Energieeinsatzes beiträgt, erläutert Prof. Dr.-Ing. Thomas Hartmann vom Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden.
Die Wärmewende ist in vollem Gange und die Wärmepumpe gilt als Herzstück dieser Transformation. Insbesondere im Gebäudebestand treffen neue Technologien oft auf veraltete Anlagentechnik und unzureichende Daten, wodurch sich der Austausch fossiler Heizsysteme gegen regenerative Wärmequellen zu einer komplexen Angelegenheit entwickeln kann. Das Greentech-Unternehmen Mywarm nutzt Echtzeitdaten, um das Potenzial von Wärmepumpen zu heben.
Die Integration moderner Heiztechnologien in denkmalgeschützte Altbauten gilt oft als besondere Herausforderung, wie Stephan Neumann-Weinkopf beobachtet. Der VDI-Sachkundige für Wärmepumpen und Geschäftsführer des Fachhandwerksbetriebs –Weinkopf GmbH aus Scheuerfeld im Westerwald möchte dazu ermutigen, innovative Lösungen auch im Bestand zu nutzen. Er erläutert am Beispiel einer Villa aus dem Jahr 1880, wie ein effizienter Einsatz von Wärmepumpen aussehen kann.
Die Gebäudetechnik-Branche ist 2024 um 4 % geschrumpft. Dabei mangelt es nicht an innovativer Technik, sondern an politischer Verlässlichkeit.
Mit dem wachsenden Druck zur Eigenverbrauchsoptimierung rücken technische Lösungen wie Heizstäbe in den Fokus. Sie ermöglichen die direkte Umwandlung überschüssigen Photovoltaikstroms in Warmwasser und tragen damit zur Netzstabilität, Kostensenkung und Dekarbonisierung bei. Im Beitrag erläutert Tobias Fuchslechner von my-PV aus Oberösterreich, wie es funktioniert.