Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Berlin, Berlin, wann fahr’n wir nach Berlin?

Der Mittwoch, 8. Juli, hat das Potenzial, ein ewiger Gedenktag für das SHK-Handwerk zu werden. Kaum ein anderes Ereignis der vergangenen Jahre hat so deutlich gemacht, wie groß die Distanz zwischen politischer Entscheidung und handwerklicher Wirklichkeit inzwischen geworden ist. Ohne Vorankündigung verschwand die Möglichkeit, Förderanträge wie gewohnt im Kfw-Onlineportal zu stellen. Ausgerechnet jene Betriebe, die Tag für Tag die Wärmewende im Gebäudebestand planen, beraten und umsetzen, wurden erneut vor vollendete Tatsachen gestellt. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte das Internetportal um Mitternacht überraschend abgeschaltet. Im Vorgriff auf Änderungen bei den Förderbedingungen, die eingebracht werden sollten. Wobei schon weit vor Mitternacht nichts mehr ging für all‘ die Heizungsbauer, die noch schnell Anträge im Sinne ihrer Kunden stellen wollten. Der Internetauftritt war aufgrund der massiven Zugriffe abgesoffen. Erst zum 21. Juli läuft die Antragstellung offiziell wieder, unter neuen Förderbedingungen.

Über Nacht einen ganzen Markt lahmgelegt

Natürlich: Förderprogramme dürfen angepasst werden, die Politik darf oder muss sogar Rahmenbedingungen verändern. Doch es ist nicht die Änderung selbst, die in der Branche für erheblichen Unmut sorgt. Es ist die Art und Weise, die wieder mal schlampige Kommunikation aus dem politischen Elfenbeinturm Berlin. Wer mitten in laufenden Beratungsgesprächen, Angebotsphasen und Investitionsentscheidungen die Spielregeln ändert, darf sich nicht wundern, wenn Vertrauen verloren geht. Genau dieses Vertrauen ist inzwischen zum knappsten Bestandteil der Wärmewende geworden. Und gleichzeitig ist es entscheidend.

Die Hoffnung war groß gewesen, dass mit der Verabschiedung des Gebäudemodernisierungsgesetzes endlich wieder Ruhe einkehren würde. Das Gesetz kam, buchstäblich auf den letzten Drücker, vor der politischen Sommerpause zustande. Es enthält massive Änderungen gegenüber früheren Entwürfen, lässt aber weiterhin Fragen offen und wird die Fachwelt noch beschäftigen. Gerade deshalb wäre jetzt Verlässlichkeit nötig gewesen. Stattdessen folgte unmittelbar die nächste ­Überraschung für die SHK-Branche. Das Signal war und ist fatal. Die Folgen tragen nicht Ministerien oder Behörden. Sie landen auf den Mailboxen und Schreibtischen der SHK-Handwerksbetriebe.

Und wieder müssen Kunden beruhigt werden

Dort, an der Basis, muss einmal mehr erklärt werden, was sich das Wirtschaftsministerium im dunklen Kämmerlein ausgedacht hat, warum Förderbedingungen jetzt anders aussehen. Die Betriebe müssen Kunden beruhigen, die ihre Investitionsentscheidung ungern verschieben möchten. Sie müssen mit Fingerspitzengefühl Vertrauen zurückgewinnen, das sie selbst nie verspielt haben. Und sie müssen Zeit investieren, die sie eigentlich auf Baustellen, in Heizungsräumen und bei der Planung neuer Wärmepumpenanlagen verbringen wollten. Das ist der eigentliche Schaden.

Das SHK-Handwerk möchte Wärmepumpen und anderer Anlagen rund um die erneuerbaren Energien installieren, Pelletheizungen zum Beispiel. Stattdessen wird es immer häufiger zum Krisenkommunikator politischer Entscheidungen. Seit dem 21. Juli gelten nun angepasste Förder­bedingungen. Unter anderem entfallen der Effizienzbonus und der Emissionsminderungs­zuschlag, der Klimageschwindigkeitsbonus wird schrittweise abgesenkt und für in der EU gefertigte Wärmepumpen wird künftig ein Wertschöpfungsbonus eingeführt. Über die Sinnhaftigkeit einzelner Änderungen lässt sich sachlich diskutieren.

Doch unabhängig davon bleibt die entscheidende Frage bestehen: Warum musste die Einführung erneut so erfolgen, dass ausgerechnet diejenigen frustriert werden, die den Erfolg der Wärmewende überhaupt erst möglich machen? Die vergangenen Jahre zeigen ein Muster. Erst die aufreibenden Debatten um das Gebäudeenergiegesetz; nun das Gebäudemodernisierungsgesetz und unmittelbar danach die kurzfristige Umstellung der Förderlandschaft.

Das Handwerk wird gehört, aber wenig berücksichtigt

Der Zentralverband SHK als oberste Interessensvertretung des SHK-Handwerks in Deutschland hat in dieser Zeit mehrfach versucht, den Kurs zu korrigieren und Verbesserungsvorschläge eingereicht. Hauptgeschäftsführer Daniel Föst und Präsident Michael Hilpert haben „das ­Schlimmste verhindert“, sonst wären die politischen Vorhaben noch praxisferner ausgefallen. Gleichzeitig bleibt der Eindruck, dass die Stimme des Handwerks zwar angehört, aber zu selten wirklich berücksichtigt wird. Genau darin liegt die eigentliche Herausforderung.

Das SHK-Handwerk hat sich in den vergangenen Jahren bemerkenswert konstruktiv verhalten. Es hat die Wärmewende nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern mitgetragen. Es hat politische Entscheidungen gegenüber den Kunden erklärt, auch wenn sie schwer vermittelbar waren. Es hat Unsicherheiten aufgefangen, obwohl diese nicht im Betrieb entstanden sind. Es hat Verantwortung übernommen. Doch irgendwann stellt sich zwangsläufig eine Frage: Reicht diese Form der Interessenvertretung künftig noch aus?

Die Versuchung mag groß sein, nach spektakulären Protestformen zu rufen. Schließlich haben andere Berufsgruppen vorgemacht, wie schnell Politik aufmerksam wird, wenn Straßen blockiert oder Innenstädte lahmgelegt werden. Besonders in Berlin. Ich gebe zu, der Gedanke, die Straßen rund ums Regierungsviertel werden von lauter Kastenwagen mit Eckringlogo verstopft, hat was. Aber das SHK-Handwerk sollte diesen Weg nicht gehen. Nicht, weil ihm die Gründe für Protest fehlten, sondern weil seine eigentliche Stärke an anderer Stelle liegt.

Die Macht der Berufsorganisation endlich ausspielen

Kaum eine Branche verfügt über eine vergleichbar engmaschige Organisation. Innungen, Landes­verbände und der ZVSHK bilden ein Netz, das nahezu jeden Wahlkreis erreicht. Hinter jedem Innungsobermeister stehen Betriebe, ­Beschäftigte, Auszubildende und tausende Kundenkontakte. Genau dort beginnt politische Wirkung. Nicht jedes Gespräch muss im Ministerium stattfinden. Auch das Wahlkreisbüro eines Bundestags- oder Landtagsabgeordneten ist ein Ort politischer Meinungsbildung. Dort entscheidet sich häufig, welche Themen später in Fraktionen und Ausschüssen Gewicht erhalten. Warum also nicht genau dort ansetzen?

Jeder Innungsobermeister kennt die politischen Vertreter seines Wahlkreises, egal, ob sie Regierungsparteien oder der Opposition angehören. Warum nicht regelmäßig das Gespräch suchen? Nicht mit parteipolitischen Vorwürfen, sondern mit konkreten Beispielen aus dem Betriebsalltag. Mit Berichten über verschobene Aufträge, über verunsicherte Hauseigentümer, über zusätzlichen bürokratischen Aufwand. Und: über verlorenes Vertrauen. Politik muss die Folgen ihrer Entscheidungen nicht nur aus Akten oder Anhörungen kennen. Sie muss die Folgen aus der Praxis gespiegelt bekommen. Nun mag Diplo­matie nicht jedermanns Sache sein, aber auch ein roh geäußerter Kommentar ist ein wertvoller
Kommentar. Die Wärmewende wird nicht im Ministerium vollzogen, sie wird in den Betrieben umgesetzt.

Die Schlagkraft an der Basis wecken

Genau deshalb sollte das SHK-Handwerk seine politische Schlagkraft künftig noch stärker an der Basis entfalten. Nicht als Protestbewegung, sondern als organisierte, selbstbewusste Berufsorganisation, die ihre Erfahrungen dorthin trägt, wo politische Mandate ihren Ursprung haben: in die Wahlkreise. Die Ereignisse rund um den 8. ­Juli dürfen deshalb mehr sein als ein weiterer Anlass zur Verärgerung: Sie sollten ein Weckruf sein. Nicht für das Handwerk, das arbeitet längst an der Wärmewende, sondern für die Politik.

Denn eines sollte inzwischen jedem klar geworden sein: Politische Unberechenbarkeit, die Vertrauen zerstört und das Handwerk immer wieder dazu zwingt, Berliner Regeländerungen zu erklären, macht mehr kaputt als heile. Wer das SHK-Handwerk als unverzichtbaren Partner der Wärmewende bezeichnet, muss es auch wie ­einen Partner behandeln. Verlässlichkeit ist die Voraussetzung dafür.

Stefan Menrath, Geschäftsführer der Morsch GmbH & Co KG und Vorsitzender des FV SHK-BW:

„Mich ärgert an der schnellen Umstellung besonders die Unsicherheit rund um die BEG-Förderung. Wenn Förder­bedingungen kurzfristig geändert werden oder ein ­möglicher Wegfall der Förderung im Raum steht, fehlt Eigentümern, Hausverwaltungen und Fachbetrieben die notwendige Planungssicherheit. Gerade wir als Handwerk brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit, um Kunden fachgerecht beraten, ­Angebote seriös kalkulieren und Maßnahmen sauber umsetzen zu können. Ständige Änderungen führen zu zusätzlichem Aufwand, Verunsicherung und verzögern wichtige ­Investitionen in die Gebäudemodernisierung.“

Frank Bossert, Geschäftsführer der Bossert Sanitär GmbH:

„Ich habe es bis 23.30 Uhr probiert und kam nicht in das Förderportal hinein und dann wieder um 3.30 Uhr. Da war dann die Meldung, dass Wartungsarbeiten stattfinden bzw. das ich keinen gültigen Zugang ­habe. Die haben uns schlichtweg verarscht und das können wir uns nicht so gefallen lassen!“

Michael Pfütze, Geschäftsführer der Pfütze GmbH und Vorstand des FV SHK-BW:

„Durch die kurzfristige Schließung des KfW Portals Heizungs­sanierung ohne Übergangsfrist werden den Handwerksbetrieben, die aktuell an Wärmepumpen-­Aufträgen arbeiten, Probleme mit ihren Kunden aufgezwungen. Die Kunden fordern vom Handwerksbetrieb Schadenersatz, wenn das Angebot und die Bestätigung zum Antrag nicht rechtzeitig erstellt wurden. Wie soll ein Handwerker rechtzeitig die notwendigen Vorbereitungen treffen, wenn er noch nicht einmal eine Übergangsregelung gibt? Dies ist ein extrem wirtschaftsschädliches Verhalten und widerspricht jeglichem von ihnen bisher kommunizierten Ansprüchen, den Wirtschaftsstandort Deutschland fördern zu wollen.“

Rainer Häfele, Geschäftsführer der Häfele Haustechnik GmbH und Vorstand des FV SHK-BW:

„Die kurzfristige Anpassung der Wärmepumpen-Förderung hat unsere Betriebe kalt erwischt: Ohne vorherige Information wurde die Antragstellung nach den bisherigen Konditionen innerhalb weniger Stunden eingestellt. Das darf sich nicht wiederholen. Wir fordern von der Bundesregierung verbindliche Übergangsfristen von mindestens mehreren Wochen bei jeder künftigen Förderänderung – alles andere ist auf dem Rücken der Kunden und Betriebe ausgetragen.“

Joachim Butz, Inhaber der Butz Blechnerei und Installationstechnik und Ehrenvorsitzender des FV SHK-BW:

„Die unangekündigte Abschaltung des KFW-Portals hat viele SHK-Fachbetriebe vor erhebliche Probleme gestellt und für große Verärgerung bei den Fachbetrieben und Verbrauchern gesorgt. Zwischen der notwendigen Auftragserteilung durch den Kunden und der Förderantragsstellung durch den Fachbetrieb liegen aus betrieblichen Gründen meist mehrere Tage. Mit der unabgestimmten Abschaltung des Portals bestand für die Fachbetriebe, die bereits den Kundenauftrag zur Heizungssanierung hatten, nicht mehr die Möglichkeit den Förderantrag bei der KFW zu stellen. Die Kunden machen nun den Handwerker verantwortlich, wenn dadurch erhebliche Fördergelder verloren gehen. Für solche Fälle muss von der Politik umgehend eine Übergangslösung gefunden werden, damit das Vertrauen in die Politik nicht noch weiter verloren geht. Der Ärger der Fachbetriebe schlägt derzeit massiv bei der Innung auf.“

Alfred Keller, Geschäftsführer der Alfred Keller GmbH und stellvertretender Vorsitzender des FV SHK-BW:

„Die aktuelle Heizungs- und Förderpolitik ist ein Schlag ins Gesicht des SHK-Handwerks. Kurzfristigkeit ist kein Versehen, sondern politisches Versagen. Das SHK-Handwerk ist kein kostenloser Reparaturbetrieb für politische Fehlentscheidungen. Die Politik verspielt das Vertrauen der Bürger. Förderungen sind keine Almosen. Unsere Betriebe ­investieren langfristig – die Politik denkt kurzfristig. Der Stellenwert des SHK-Handwerks muss sich endlich in politischen Entscheidungen zeigen.“

Michael Hoppe, Inhaber Michael Hoppe Installateur- und Heizungsbaumeister:

„Wir im SHK-Handwerk stehen bereit, die Wärme­wende umzusetzen. Die Technik funktioniert, unsere Betriebe ­haben investiert und unsere Mitarbeiter sind geschult. Was wir jetzt brauchen, ist Verlässlichkeit. Nicht nur ­kurzfristige Förderstopps sind ein Problem – sondern die ständig wechselnden Rahmenbedingungen. Wir können die Wärme­wende nicht erfolgreich umsetzen, wenn sich Förderungen, Vorgaben und politische Ziele immer wieder verändern. Unsere Kunden treffen Entscheidungen für die nächsten 15 bis 20 Jahre. Dafür brauchen sie Vertrauen und Planungssicherheit. Gleiches gilt für unsere Betriebe, wenn wir investieren, ausbilden und Kapazitäten ­aufbauen sollen. Die aufgeheizte Debatte rund um die Wärme­pumpe hat viele Menschen verunsichert. Dadurch ist unser Beratungs­aufwand massiv gestiegen – Zeit, die am Ende bei der Umsetzung der Projekte fehlt. Die Wärmewende scheitert nicht am Handwerk und nicht an der Technik. Wir brauchen eine Politik mit Weitblick, die über Jahrzehnte denkt und handelt – nicht nur bis zur nächsten Wahl.“

Ulrich Hammer, Geschäftsführer der Willi Hammer GmbH:

„Diese Willkür der Politik ist wirklich unglaublich – vor lauter Angst, es könnten noch zu viele Förderanträge kommen. Die würgen den Markt jetzt wieder völlig ab. Da erteilt ja jetzt erst mal keiner mehr einen ­Auftrag, bis das wieder klar ist.“

Benjamin Gaag, Geschäftsführer der HTE GmbH:

„Es ist schon ein Armutszeugnis mit was für blindem ­Aktionismus in Berlin gehandelt wird. Vom Übergang von der BAFA zur KfW hat man es geschafft, dass nur Anlagen zur Förderung eingereicht werden, hinter denen auch ein Auftrag beim Handwerker steht. Warum wird nicht eine Senkung der Förderung kommuniziert, um Aufträge bei den Handwerkern zu generieren? Das wäre das richtige Signal, anstatt drei Wochen Stagnation, Unsicherheit, viele unnötige Telefonate und Frust zu hinterlassen. Seit Einführung von GEG und BEG sind wir mehr mit Änderungen von Gesetzen und Förderungen beschäftigt denn je.“

Bernd Fuller, Geschäftsführer der Fuller GmbH und stellvertretender Vorsitzender des FV SHK-BW:

„Die kurzfristige Kürzung der Heizungsförderung innerhalb von 48 Stunden kostet die Politik weiter Glaubwürdigkeit. Eigentümer und das SHK-Handwerk brauchen Planungssicherheit, keine Förderpolitik auf Zuruf. So bremst man die Wärmewende, statt sie voranzubringen.“

Tobias Ben-Salah, Betriebsleiter Heizungsbau Tobias Ben-Salah:

„Die aktuelle GEG/GModG-Politik ist ein Skandal sondergleichen – ein Beispiel dafür, wie Politik willkürliche, intransparente und bürgerferne Entscheidungen trifft, die Millionen Haushalte in die Kostenfalle treiben. Statt klare Rahmenbedingungen für die Wärmewende zu schaffen, herrscht Chaos durch ständige Planänderungen, Verfassungsbeschwerden und Lobbyeinflüsse. Die Abschaffung der 65-%-Regel zugunsten einer vagen „Bio-Treppe“ ist kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt in die fossile Abhängigkeit – mit der Folge, dass Mieter und Eigentümer die Zeche zahlen. Die Politik agiert ohne Rücksicht auf soziale Folgen oder Klimaziele, während sie gleichzeitig die Verantwortung für steigende Heizkosten und Investitionsrisiken auf die Bürger abwälzt. Vermieter dürfen weiterhin Gasheizungen einbauen, doch die Kosten für Bio-Brennstoffe und CO2-Preis tragen am Ende die Mieter – ohne Mitspracherecht. Das ist zynisch und undemokratisch. Wir brauchen verlässliche, sozial gerechte und klimakonforme Regelungen – nicht dieses politische Schaulaufen auf unserem Rücken. Die Branche und die Verbraucher verdienen Planungssicherheit, nicht Alibipolitik.“

Benjamin Schaible, Geschäftsführer der SFS Schaible GmbH und Vorstand des FV SHK-BW:

„Die kurzfristigen Änderungen der Förderkulisse zerstören das ­Vertrauen der Branche in die Politik nachhaltig. Kunden wie auch Betriebe benötigen dringend Planungssicherheit. Es muss endlich Schluss sein mit diesen ständigen Verunsicherungen!“

Die kurzfristige Abschaltung des Kfw-Portals und die Förderumstellung haben das Vertrauen von Betrieben und Kunden weiter erschüttert.

Statt Wärmepumpen zu planen und einzubauen, musste das SHK-Handwerk erneut überraschend politische Regeländerungen erklären.

Das Handwerk sollte seine Organisation noch gezielter für den Dialog an der Basis mit Bundes- und Landtagsabgeordneten vor Ort nutzen.

Förderrechner online

Der Zentralverband SHK hat für die neue Heizungsförderung einen Online-Rechner veröffentlicht. Auf www.wasserwaermeluft.de und www.zvshk.de können Interessierte und Hauseigentümer durchrechnen, mit welcher Förderung sie für den Heizungstausch nach der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) rechnen können. Zusätzlich wird die steuerliche Förderung nach § 35c Einkommensteuergesetz als alternative Fördermöglichkeit ausgewiesen. Der Förderrechner ist Teil eines neuen Informationsangebots des ZVSHK. Unter www.zvshk.de/beg bündelt der Verband relevante Informationen zur BEG, ordnet die verschiedenen Förderwege praxisnah ein und unterstützt das SHK-Handwerk sowie Hauseigentümer bei der Orientierung in einem zunehmend komplexen Regelungsumfeld. „Die Förderung ist nach wie vor notwendig, um die Wärmewende in Gang zu bringen. Das politische Hin und Her hat zu großer Verunsicherung und zu Investitionszurückhaltung geführt“, erklärt Föst, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK. „Viele Projekte müssen nun von vorne begonnen werden, Betriebe müssen sich durch Formulierungen und Regelwerke arbeiten, die mit der betrieblichen Praxis nur wenig zu tun haben.“ Mit dem neuen Informationsangebot will der ZVSHK dazu beitragen, Fördertatbestände schneller einzuordnen, Beratungsprozesse in den Betrieben zu erleichtern und die Kommunikation gegenüber Kunden zu verbessern. Ziel ist es, die vorhandenen Fördermöglichkeiten für die Praxis besser nutzbar zu machen und den Aufwand für die Betriebe spürbar zu reduzieren.

www.zvshk.de/beg

Autor

Dennis Jäger
ist SBZ-Chefredakteur

Bild: SBZ

Jetzt weiterlesen und profitieren.

+ SBZ E-Paper-Ausgabe – jeden Monat neu
+ Kostenfreien Zugang zu unserem Online-Archiv
+ Fokus SBZ: Sonderhefte (PDF)
+ Webinare und Veranstaltungen mit Rabatten
uvm.

Premium Mitgliedschaft

2 Monate kostenlos testen