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SHK-Handwerk im Fokus: Partnerschaft für praxisnahe Energiemanagement-Lösungen

SBZ: Herr Oberberger, wie ordnen Sie die Relevanz des Themas Energiemanagement aktuell für das SHK-Handwerk ein?

Robert Oberberger: Energiemanagement hat sich zu einem der zentralen Themen im SHK-Handwerk entwickelt. Steigende Energiepreise, gesetzliche Anforderungen und ein deutlich gestiegenes Kostenbewusstsein bei Endkunden führen dazu, dass effiziente und zukunftssichere Lösungen heute aktiv nachgefragt werden. Kunden möchten wissen, wie sie Energie einsparen, Betriebskosten senken und gleichzeitig Komfort und Versorgungssicherheit erhalten können.

Für uns als Großhändler bedeutet das, dem Handwerk genau die Systeme anzubieten, mit denen sich diese Anforderungen in der Praxis zuverlässig umsetzen lassen. Lösungen müssen einfach zu installieren sein, im täglichen Betrieb stabil funktionieren und einen klaren, nachvollziehbaren Nutzen bieten.

Unser Anspruch ist es, Fachbetrieben Produkte an die Hand zu geben, mit denen sie sich im Markt differenzieren und ihren Kunden konkrete Mehrwerte bieten können. Energiemanagement ist dabei nicht nur ein technisches Thema, sondern ein wichtiges Argument im Beratungsgespräch. Genau hier unterstützen wir das Handwerk gezielt.

SBZ: Herr Bertelt, welche Produkte bieten Sie an und was können diese konkret zur Energieeinsparung im Gebäude beitragen?

Ralph Bertelt: Mit den Homematic-IP-Produkten aus unserem Hause bieten wir ein umfassendes System für alle Gebäudetypen an. Hierbei liegt ein besonderer Fokus auf Lösungen zur automatisierten, energiesparenden Raumklimaregelung. Durch intelligente Algorithmen wird Energie nur dann eingesetzt, wenn sie tatsächlich benötigt wird.

Energiemanagement hat sich zu einem der zentralen Themen im SHK-Handwerk entwickelt.

Robert Oberberger, Geschäftsführer von Richter + Frenzel

Das System kann an den individuellen Bedarf des Nutzers angepasst werden, reagiert selbstständig auf Umwelteinflüsse und gestaltet den Energieeinsatz kontinuierlich effizienter. So lassen sich Verbrauch und Kosten um bis zu 33 % senken, während der Wohnkomfort steigt. Mit unserem Fußbodenheizungscontroller mit stufenlos regelnden, motorischen Stellventilen haben wir zudem einen optimierten Energiesparpartner für jede Wärmepumpe im Programm.

SBZ: Herr Oberberger, aus welchem Grund hat sich ­Richter + Frenzel für eine Partnerschaft mit ­eQ-3 entschieden?

Oberberger: Wir haben sehr bewusst nach einem Partner gesucht, der technologisch führend ist und gleichzeitig ein tiefes Verständnis für die Anforderungen des SHK-Handwerks mitbringt. Entscheidend war für uns, dass die Lösungen nicht nur innovativ sind, sondern sich im handwerklichen Alltag auch einfach, sicher und wirtschaftlich einsetzen lassen.

Die Homematic-IP-Produkte von ­eQ-3 überzeugen in diesem Punkt, nämlich durch eine einfache Installation, eine hohe Systemstabilität und eine klare Ausrichtung auf praxisrelevante Anwendungen im Heizungs- und Gebäudebereich. Fachbetriebe können damit unterschiedliche Kundenanforderungen abdecken – vom Einstieg bis zur umfassenden Lösung.

Hinzu kommen Aspekte wie Datenschutz, Zukunftssicherheit und die kontinuierliche Weiterentwicklung speziell für den SHK-Bereich. In Summe passt diese Kombination sehr gut zu unserem Anspruch als leistungsstarker Groß­handelspartner, der dem Handwerk nicht nur Produkte, sondern auch nachhaltige Lösungen für die Zukunft bietet.

Ralph Bertelt, Vorstand von eQ-3

Bild: eQ-3 / Britta Brueling

Ralph Bertelt, Vorstand von eQ-3

SBZ: Wie gestaltet sich die Installation der ­Homematic-­IP-Produkte im Alltag eines Handwerksbetriebs tatsächlich?

Bertelt: Unsere Produkte sind so gebaut, dass sie schnell und einfach installiert werden können. Ein konkretes Beispiel ist der Homematic IP Fußbodenheizungscontroller – 8 Kanäle, motorisch. Er kann praktisch werkzeuglos eingebaut werden. Das Gerät selbst wird einfach per Steckdose mit Strom versorgt. Die zugehörigen motorischen Stellantriebe werden per Klickverschluss auf die Ventile aufgesetzt und durch einen Steckverbinder mit dem Fußbodenheizungscontroller verbunden. Der Zustand der Ventile ist im beleuchteten Display des Controllers zu sehen, und der Installateur kann Funktionstests direkt durchführen.

Auch die Inbetriebnahme per Smartphone-App dauert nur wenige Minuten und beschränkt sich durch den Anlernassistenten im Grunde auf das Einscannen eines QR-Codes und einige wenige Konfigurationsschritte.

SBZ: Der hydraulische Abgleich gilt als zentraler Hebel zur Steigerung der Energieeffizienz. Herr Bertelt, wie adressiert Ihr Unternehmen dieses Thema?

Bertelt: Der hydraulische Abgleich ist in der Praxis äußerst kompliziert umzusetzen, denn insbesondere im Gebäudebestand fehlen oft wichtige Informationen über das vorhandene Rohrnetz. Mit Homematic IP erfolgt der hydraulische Abgleich automatisiert und kontinuierlich.

Über spezielle Sensoren überwachen unsere Produkte die Temperatur im Raum und analysieren, wie viel Heizwasser benötigt wird, um die gewünschte Solltemperatur zu erreichen. Das System passt sich laufend an veränderte Bedingungen an und sorgt für eine optimale Wärmeverteilung. Damit schaffen wir eine nachhaltige Lösung, die sowohl Energie spart als auch den Installationsaufwand reduziert. Das Fraunhofer IEE hat die Effektivität des Verfahrens sowohl für unsere intelligenten Radiatorthermostate als auch für unseren Fußbodenheizungscontroller bestätigt.

Durch intelligente ­Algorithmen wird ­Energie nur dann ­eingesetzt, wenn sie tatsächlich benötigt wird.

Ralph Bertelt, Vorstand von eQ-3

SBZ: Herr Oberberger, welche Vorteile ergeben sich Ihrer Meinung nach hieraus für das SHK-Handwerk?

Oberberger: Für Fachbetriebe bedeutet das vor allem Zeitersparnis und Sicherheit. Der automatische hydraulische Abgleich reduziert manuelle Arbeitsschritte und sorgt für dauerhaft effiziente Anlagen. Gleichzeitig können Betriebe ihren Kunden nachweislich moderne, energiesparende Lösungen anbieten, was ein wichtiger Wettbewerbsvorteil im Markt ist.

SBZ: Welche Rolle spielen hierbei Home-Energy-Management-Systeme (HEMS)?

Bertelt: HEMS steht für die ganzheitliche Steuerung von Energieflüssen im Gebäude. Unsere ­Homematic IP Home Control Unit ist eine Energiemanagementzentrale nach den Anforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes. Sie ist als offene Plattform konzipiert, die Raumklima, Licht sowie weitere Energieverbraucher und -erzeuger intelligent miteinander verknüpft. Über EEBus können unterschiedlichste Geräte angebunden werden: Wärmepumpen, Wechselrichter, Wallboxen und vieles mehr. So lassen sich Energieerzeugung, -verbrauch und -speicherung optimal aufeinander abstimmen. Wir setzen deshalb auf ­EEBus, weil es einer der bekanntesten Kommunikationsstandards in diesem Bereich ist. Der Austausch der Informationen findet grundsätzlich über das Heimnetzwerk statt und alle Informationen laufen in der Homematic IP Home Control Unit zusammen. Über das Energie-Dashboard unserer App kann der Nutzer genaue Informationen über die Stromflüsse in seinem Gebäude erhalten – wo wird Strom erzeugt, wo wird Strom verbraucht?

SBZ: Welche konkreten Einstellmöglichkeiten bietet Homematic IP für eine bedarfsgerechte Raumklimaregelung?

Bertelt: Die Grundlage für die Raumklima­steuerung sind Heizpläne, mit denen sich Heizzeiten und Solltemperaturen genauestens an den individuellen Bedarf anpassen lassen. Dank Fernzugriff über unsere App lassen sich die Einstellungen jederzeit ändern – wenn man beispielsweise früher nach Hause kommt als geplant. Hinzu kommen viele intelligente Funktionen wie eine automatische Fenster-offen-Erkennung, Urlaubs- und Eco-Modi und selbstlernende Algorithmen: Die Geräte lernen, wie lange sie benötigen, um eine Temperaturänderung im Raum zu erreichen, und regeln dementsprechend den Heizwasserzufluss, damit genau zur gewünschten Zeit die gewünschte Temperatur herrscht und gehalten wird.

Wir schaffen eine nachhaltige Lösung, die sowohl Energie spart als auch den Installationsaufwand reduziert.

Ralph Bertelt

SBZ: Welche Funktion erfüllt ­Richter + Frenzel in dieser Partnerschaft, wenn man über das Produkt hinausblickt?

Oberberger: Unsere Stärke liegt in der Nähe zum Handwerk. Wir verbinden Produktverfügbarkeit mit persönlicher Beratung, praxisnahen Schulungen und Qualifizierungsangeboten, damit Fachbetriebe sich gezielt weiterbilden und als zertifizierte Partner auftreten können.

Ein zentraler Faktor ist zudem unsere leistungsfähige Logistik, wie flächendeckende Verfügbarkeit, kurze Lieferzeiten und verlässliche Prozesse, die dafür sorgen, dass Projekte sicher und termingerecht umgesetzt werden können. Diese Kombination aus Unterstützung, Schulung und Logistik ist ein entscheidender Mehrwert für das Tagesgeschäft der Betriebe.

Bertelt: Genau diese Kombination macht ­Richter + Frenzel für uns zum idealen Partner. Die Nähe zum Handwerk, das tiefe Marktverständnis und die starke Logistik stellen sicher, dass unsere Lösungen zuverlässig verfügbar sind und professionell begleitet werden. Das ist entscheidend für einen nachhaltigen Markterfolg.

SBZ: Bitte gehen Sie noch einmal etwas konkreter auf Datenschutz und Bedienkomfort ein.

Bertelt: Beides ist für uns elementar. Die Einrichtung und Bedienung erfolgen über eine kostenlose, intuitive App, die sowohl für Fachbetriebe als auch für Endkunden einfach nutzbar ist.

Beim Datenschutz setzen wir auf höchste Standards, wie bidirektional verschlüsselte Kommunikation, Server in Deutschland und volle Datenhoheit beim Nutzer. Vertrauen ist im Smart-Home-Bereich unverzichtbar. Deshalb sind wir besonders stolz, dass unser System mittlerweile zum neunten Mal in Folge vom VDE für seine ­Protokoll-, IT- und Datensicherheit zertifiziert wurde.

Oberberger: Aus Sicht des Großhandels und des Handwerks ist Datenschutz ein zentraler Vertrauensfaktor. Fachbetriebe übernehmen Verantwortung gegenüber ihren Kunden. Sichere Systeme schaffen Vertrauen in die Technik, den installierenden Betrieb und die gesamte Lieferkette.

SBZ: Welche Schulungs- und Zertifizierungs­möglichkeiten gibt es für Fachbetriebe?

Bertelt: Wir bieten Installationsbetrieben die Möglichkeit, offizieller Homematic-IP-Fachpartner zu werden. Das Ziel dieses Programms ist es, Fachbetriebe nicht nur mit Produkten auszustatten, sondern sie auch im Projektalltag spürbar zu unterstützen und gleichzeitig eine gleichbleibend hohe Qualität für Endkunden sicherzustellen. Fachpartner werden von uns über alle für sie relevanten Aspekte geschult. Unsere Außendienstmitarbeiter in ganz Deutschland stehen ihnen als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung und können – gemeinsam mit unserem professionellen Support – Hilfe bei der Umsetzung komplexer Projekte leisten. Darüber hinaus erhalten Fachpartner Unterstützung bei der Kundengewinnung, wie professionelle Marketingmaterialien und eine Listung als empfohlener Installationsbetrieb auf unserer Website.

SBZ: Wagen Sie einen Blick in die Zukunft. Was ist die gemeinsame Vision Ihrer Partnerschaft?

Oberberger: Unser Ziel ist es, das SHK-Handwerk nachhaltig zu stärken. Mit praxisnahen Produkten, zuverlässiger Logistik, Qualifizierung und echter Partnerschaft bieten wir Orientierung in einem sich stark wandelnden Markt. Gemeinsam mit ­eQ-3 verbinden wir technologische Innovation mit Handwerksnähe und Verlässlichkeit.

Bertelt: Energieeffizienz entsteht dort, wo moderne Technologie, starke Logistik und echte Nähe zum Handwerk zusammenkommen. Genau dafür stehen ­Richter + Frenzel und ­eQ-3.

SBZ: Herr Oberberger, Herr Bertelt, ich danke Ihnen für das aufschlussreiche und spannende Gespräch.

Lösungen sollen nicht nur innovativ sein, sondern sich im handwerklichen ­Alltag auch einfach, sicher und wirtschaftlich einsetzen lassen.

Robert Oberberger

Die Homematic IP Home Control Unit erfüllt als zentrale Steuerungseinheit die ­Anforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes. Über EEBus können Geräte wie ­Wärmepumpen, Wechselrichter, Wallboxen u. v. m. angebunden werden.

Bild: eQ-3 / Alexander Sobotta

Die Homematic IP Home Control Unit erfüllt als zentrale Steuerungseinheit die ­Anforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes. Über EEBus können Geräte wie ­Wärmepumpen, Wechselrichter, Wallboxen u. v. m. angebunden werden.

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