Das Neubauprojekt in Winnenden umfasst 54 Wohneinheiten sowie einen Kindergarten und bietet ein breites Spektrum an Wohnformen, von Zwei-Zimmer-Wohnungen bis hin zu großzügigen Penthäusern. Neben hochwertiger Ausstattung wie Fußbodenheizung, Echtholzparkett und barrierefreiem Zugang war es dem Bauträger – einer Wohnungsbaugesellschaft – zudem wichtig, dass sich die Haustechnik auf dem neuesten Stand befindet. Hier fiel die Wahl auf die dezentralen Wohnungsstationen HIU2 HKM von Watts. In Kombination mit den Edelstahl-Heizkreisverteilern HKV2013A des Herstellers übernehmen sie in jeder Einheit sowohl die Wärmeverteilung für die Flächenheizung als auch die Warmwasserbereitung im Durchflussprinzip.
Warum dezentrale Wohnungsstationen?
Die Vorteile dieses Ansatzes liegen für Betreiber, Bewohner und Fachhandwerker gleichermaßen auf der Hand: Statt Warmwasser zentral zu speichern, wird es in jeder Wohneinheit dezentral bei Bedarf erhitzt. Damit entfällt das Risiko der Legionellenbildung, denn die Anforderungen der Trinkwasserverordnung lassen sich ohne zusätzliche Maßnahmen erfüllen. Gleichzeitig können die Bewohner hygienisch einwandfreies, gradgenau temperiertes Trinkwasser abrufen mit einer Zapfleistung von bis zu 17 l pro Minute.
Auch für die Wärmeverteilung bietet das System Vorteile. Die kompakten, montagefertigen Stationen benötigen lediglich drei Leitungen: Heizvorlauf, Heizrücklauf und Kaltwasser. Das reduziert nicht nur den Platzbedarf in den Schächten, sondern auch den Aufwand für Material und Installation. Die Bauabläufe profitieren ebenfalls, da zunächst nur der Schrank mit Kugelhahnleiste im Rohbau installiert wird, während die eigentliche Station erst in der Ausbauphase folgt.
Einfache Handhabung für Planer und Installateure
Für Fachplaner und Installateure ist die Arbeit mit den Watts-Stationen einfach, denn die HIU2-Serie ist modular aufgebaut und lässt sich flexibel auf unterschiedliche Anforderungen zuschneiden. Mit dem digitalen Konfigurator können komplette Projekte online geplant werden – das Tool liefert eine Übersicht für jede Wohneinheit ebenso wie eine Gesamtübersicht aller Stationen und Komponenten. So entsteht eine saubere Dokumentation, die den Bauprozess wesentlich erleichtert.
Die Stationen selbst überzeugen durch ihren klar strukturierten Aufbau mit Edelstahlrohren und Messingarmaturen. Passstücke für Wärmemengen- und Kaltwasserzähler sind bereits integriert, die Schränke sind nach GEG isoliert und minimieren Wärmeverluste. Auch die Wartung gestaltet sich unkompliziert, denn die rahmenlose Schrankkonstruktion sorgt für leichten Zugang zu allen Komponenten.
Praxisnahe Technik mit Zukunftssicherheit
In Winnenden kam die Variante HIU2 HKM zum Einsatz, die speziell für gemischte Heizkreise wie Flächenheizungen ausgelegt ist. Ein integrierter Drei-Wege-Mischer mit Drei-Punkt-Stellmotor, eine Festwertregelung zur Vorlauftemperatur und eine Hocheffizienzpumpe sorgen für einen effizienten Betrieb. Für ungemischte Heizkreise wie Radiatoren steht die Variante HIU2 HK zur Verfügung. Beide Modelle sind mit Zapfleistungen von 12, 17 und 22 l/min erhältlich und decken damit ein breites Spektrum ab.
Besonders interessant ist die Flexibilität der Serie: Sie lässt sich nicht nur an Fernwärmenetze anbinden, sondern auch an Wärmepumpen oder Blockheizkraftwerke. Damit eignet sich die HIU2 für Neubauprojekte ebenso wie für Bestandsgebäude, für Geschosswohnungsbau und kleinere Einheiten.
Erfahrungen aus Winnenden
Sowohl die Bauherren als auch die ausführenden Fachhandwerker bewerten die Entscheidung für die Wohnungsstationen positiv. Die Installateure loben die einfache Handhabung und die klare Struktur der vormontierten Stationen, die den Einbau beschleunigen und Fehlerquellen minimieren. Die Bewohner beziehen hygienisch einwandfreies Warmwasser und angenehme Raumtemperaturen, während der Bauträger von der Wartungsarmut und der genauen Verbrauchserfassung profitiert.
Im laufenden Projekt zeigte sich der Mehrwert der engen Zusammenarbeit mit dem Team des Herstellers. Neben der Konfiguration der Stationen empfahlen die Experten von Watts beispielsweise den Einsatz des Wasserschlagdämpfers HIU-WSD, um Druckspitzen durch schnellschließende Armaturen abzufangen – ein Detail, das langfristig für Ruhe im System sorgt. Die Serie HIU2 ermöglicht Installateuren und Planern eine unkomplizierte Umsetzung, entlastet Betreiber und erfüllt die Anforderungen an Hygiene und Energieeffizienz.
Das Projekt in Winnenden macht deutlich, dass dezentrale Wohnungsstationen eine praxiserprobte Lösung für die Wärme- und Trinkwasserversorgung im Geschosswohnungsbau darstellen. Die Kombination aus dezentraler Warmwasserbereitung, reduziertem Installationsaufwand und flexibler Einbindung in unterschiedliche Wärmeerzeuger erfüllt sowohl aktuelle technische Anforderungen als auch regulatorische Vorgaben. Damit bietet dieses Versorgungskonzept eine belastbare Grundlage für Neubauvorhaben mit Fokus auf Hygiene, Effizienz und Betriebssicherheit.
Bild: Watts
Bild: Watts
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