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Unternehmensnachfolge

SHK-Nachfolge: Aka­de­mie schließt Kom­pe­tenz­lü­cke

Teilnehmer des laufenden 3. Jahrgangs der „Next Generation Akademie“ gemeinsam mit Akademiebegleiter Lutz Grünbeck.

Interdomus Haustechnik

Teilnehmer des laufenden 3. Jahrgangs der „Next Generation Akademie“ gemeinsam mit Akademiebegleiter Lutz Grünbeck.

Technisch versierte Nachfolger im SHK-Handwerk stehen oft vor einer entscheidenden Lücke: Die nötigen unternehmerischen Kompetenzen für Strategie, Wirtschaft und Mitarbeiterführung fehlen. Eine spezielle Akademie begleitet angehende Unternehmer, um diese Herausforderung zu meistern.

Viele SHK-Betriebe in Deutschland regeln derzeit ihre Nachfolge. Dabei zeigt sich eine wiederkehrende Herausforderung: Der Übergang vom Fachhandwerker oder Selbstständigen zum Unternehmer ist komplexer, als viele erwarten. Während angehende Nachfolger technisch umfassend ausgebildet sind, kommen Fähigkeiten wie strategisches Entscheiden, wirtschaftliches Steuern oder wirksame Mitarbeiterführung in der klassischen Ausbildung oft zu kurz.

Die „Next Generation Akademie“

Hier setzt die „Next Generation Akademie“ von Interdomus Haustechnik an. Das Programm begleitet gezielt angehende Unternehmer im SHK-Handwerk und angrenzenden Gewerken auf ihrem Weg in die unternehmerische Verantwortung. Seit dem Start haben bereits über 40 Teilnehmer die Akademie durchlaufen. Die Gruppengröße ist auf max. 14 Teilnehmer pro Jahrgang begrenzt, um eine intensive Betreuung zu gewährleisten. Aktuell befindet sich der 4. Jahrgang im Programm, ein weiterer Durchlauf ist bereits in Planung.

Die Struktur der Teilnehmer ist vielfältig. Sie umfasst klassische Familiennachfolger, Unternehmer, die bereits einen Betrieb gegründet oder übernommen haben, sowie Meister in Führungspositionen, die gezielt mehr unternehmerische Verantwortung übernehmen möchten.

Stefan Ehrhard, Geschäftsführer von Interdomus Haustechnik, betont: „In der Ausbildung geht es vor allem um Technik – die unternehmerische Perspektive fehlt oft.“ Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Betriebe durch Digitalisierung, Kostenentwicklungen und ein dynamisches Marktumfeld. Dies erfordert zunehmend klare Strukturen und fundierte unternehmerische Entscheidungen.

Strategie und Umsetzung im Fokus

Das auf 24 Monate angelegte Programm kombiniert Gruppen- und Einzelcoachings mit Praxisphasen in anderen Betrieben und einem Austausch mit erfahrenen Unternehmern. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Teilnehmer ihre Rolle als Unternehmer aktiv gestalten können – von der strategischen Ausrichtung bis zur wirtschaftlichen Steuerung ihres Betriebs. Typische Themen sind die eigene Rolle als Unternehmer, Führungsfragen im Alltag sowie die strategische Weiterentwicklung des Betriebs.

Lutz Grünbeck, der die Akademie seit Jahren begleitet und auf über 40 Jahre Erfahrung im SHK-Bereich zurückblickt, fasst zusammen: „Der Erfolg eines Unternehmens entscheidet sich nicht am Wissen, sondern an der Umsetzung.“

Interdomus Haustechnik setzt bei der „Next Generation Akademie“ auf eine langfristige Begleitung, die von der persönlichen Standortbestimmung bis zur konkreten Umsetzung im eigenen Betrieb reicht. Formate wie Kamingespräche mit erfahrenen Unternehmern ermöglichen einen direkten Austausch über Herausforderungen im Betriebsalltag und zeigen auf, wie andere Unternehmer damit umgehen. Es wird sich zeigen, wie gut es Betrieben gelingt, diese Lücke künftig systematisch zu schließen. ■
Quelle: Interdomus Haustechnik / fl