ZVSHK / KI-generiert
Nach dem Berliner Stromausfall im Januar 2026 haben ZVSHK, Innung SHK Berlin und Fraunhofer ISE 2 Leitfäden für Handwerksbetriebe und deren Kunden erarbeitet.
Der Anschlag auf das Stromnetz in Berlin während einer extremen Frostperiode im Januar 2026 legte offen, wie anfällig unsere kritische Infrastruktur sein kann. Trotz der langen Dauer des Stromausfalls wurden nur wenige Schäden an haustechnischen Anlagen verzeichnet.
Dies war dem proaktiven Handeln der Fachbetriebe und der Industrie zu verdanken, wodurch vor allem Schäden an Wärmepumpen verhindert werden konnten. Die Innung SHK Berlin hatte das Schadensbild im Nachgang durch eine Umfrage ermittelt.
→ Umfrage zum Stromausfall in Berlin
Die Bewältigung der Situation brachte alle Beteiligten an ihre Belastungsgrenzen. Besonders der Schutz von Wärmepumpen in Monoblockbauweise stellte eine Herausforderung dar. SHK-Handwerker waren teilweise selbst betroffen, da ihre Büros vom Ausfall tangiert waren. Zudem war die mobile Kommunikation in dem Gebiet eingeschränkt, und leitungsgebundene Werkzeuge konnten nicht eingesetzt werden.
Zwei Leitfäden für mehr Resilienz
Als Reaktion auf diese Erfahrungen hat eine Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Zentralverband SHK, der Innung SHK Berlin und dem Fraunhofer ISE (als Kooperationspartner im Rahmen des WESPE-Projektes), zwei Leitfäden entwickelt. Diese sollen Handwerksbetrieben und ihren Kunden gezielte Hilfestellungen für den Fall eines Stromausfalls bieten und damit zu Krisenvorsorge und Resilienz beitragen.
Ein Leitfaden richtet sich an Verbraucher und kann von Handwerksbetrieben an ihre Kunden weitergegeben werden.
Der zweite Leitfaden ist ausschließlich für Innungsmitglieder bestimmt und in den geschützten Downloadbereichen des ZVSHK sowie der Berliner Innung verfügbar. Mit diesen Maßnahmen wollen die Verbände die Branche auf zukünftige Ausfallszenarien vorbereiten. ■
Quelle: Innung SHK Berlin / fl