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Entwässerungslösung für Dusch­komfort im restaurierten Altbau

Dinkelsbühl wird nicht umsonst als eine der schönsten mittelalterlichen Städte Deutschlands bezeichnet. Die denkmalgeschützte Altstadt schmücken gut erhaltene Fachwerkhäuser, und die historische Stadtmauer mit ihren alten Türmen verwandelt sie in eine ehrwürdige Festung. Mitten in dieser Kulisse wurde eine leerstehende Stadtsparkasse zu einem einladenden Hotel umgebaut.

Denkmalschutz trifft Hotelbetrieb

In vielen alten, leerstehenden Gebäuden steckt wertvolles Potential. Nach diesem Motto wurde auch eine ehemalige Sparkasse sorgfältig renoviert; heute ergänzt sie das denkmalgeschützte Stammhaus des Vier-Sterne-Hotels „Deutsches Haus“. Das Zusammentreffen von Moderne und Geschichte ist hier allgegenwärtig. Denn auch im sanierten Zweitgebäude, eingebettet in die malerische Umgebung und den Charme vergangener Zeiten, können Urlauber fränkische Spezialitäten genießen und sich in modernen Zimmern und Suiten ausruhen.

Sanierungen sollen die Bausubstanz für möglichst viele Jahre bewahren, anstatt sie dem Verfall zu überlassen. Doch gerade bei historischen Gebäuden ist der Platz für neue Technik oft begrenzt. Beim Einbau der Entwässerungstechnik in Bestandsgebäuden mit geringem Bodenaufbau begegnet Fachhandwerkern nahezu täglich dieselbe Herausforderung: Es fehlt an der notwendigen Höhe, um eine sichere und normgerechte Entwässerung zu gewährleisten.

Leistungsstark trotz wenig Raum

Das macht den Einbau von Duschentwässerungslösungen technisch anspruchsvoll. Duschrinnen etwa benötigen ausreichend Platz für den Rinnenkörper, den Geruchsverschluss und die Ablaufleitung. Herkömmliche Systeme sind häufig zu hoch für Sanierungen im Bestand oder für barrierefreie Lösungen mit geringer Aufbauhöhe. Hinzu kommt, dass nicht selten Heizungs-, Elektro- oder Wasserleitungen bereits im Boden untergebracht sind und dort wenig Spielraum für die Entwässerung lassen.

„Bei Sanierungen sind Entwässerungslösungen mit geringer Aufbauhöhe gefragt, damit sie überhaupt in die vorhandene Struktur passen“, erklärt Mario Kokot, Projektverantwortlicher bei der 1A Edelstahl GmbH (Aschl). „Gleichzeitig muss die Technik leistungsstark, belastbar und flexibel anpassbar sein.“ Diese Anforderungen erfüllen beispielsweise die Einzelduschrinnen des Spezialisten für anspruchsvolle Entwässerungstechnik.

Trotz der geringen Einbauhöhe von nur 165 mm leiten sie Wasser, Haare, Seifenreste und Schmutzpartikel zuverlässig ab. Zudem erleichtern die hygienischen Oberflächen ohne versteckte Kanten die Reinigung, was für Hotel­angestellte eine spürbare Entlastung im eng getakteten Arbeitsalltag mit sich bringt. Die Duschrinnen bestehen vollständig aus Edelstahl, wodurch sie für viele Jahre einsatzbereit bleiben.

Wandhochzug, Gefälleführung und Abdichtung

Die Installation verlief unkompliziert und pass­genau. „Zunächst haben wir die Duschrinne direkt vor der Wand und teilweise in die Wand integriert verbaut“, beschreibt Martin Dettke, Installateur bei der Güther Sanitär GmbH in Feuchtwangen. „Dadurch musste das Gefälle nur in eine Richtung hergestellt werden, nämlich von der Duschfläche zur Wand hin.“

Der Vorteil: Der Installateur sparte dadurch wertvolle Aufbauhöhe und kam mit dem verfügbaren Platz gut zurecht. „Anschließend haben wir den Estrich so ausgebildet, dass das Duschwasser sicher zur Rinne geleitet wird“, führt Dettke weiter aus. „Schließlich wurde für den rückwärtigen Wandhochzug die Verbundabdichtung nicht nur auf dem Boden, sondern auch an der Wand nach oben geführt.“ Der Wandhochzug verhindert, dass Feuchtigkeit hinter Fliesen oder in angrenzende Bauteile eindringt.

Besonders sensibel ist der Übergang zwischen der Abdichtung und der Einzelduschrinne. Der eingesetzte Typ +100 ist für eine stabile und lückenlose Befestigung an den Seiten mit einem 50 mm breiten Klebeflansch ausgestattet. Insgesamt wurden in dem Objekt 32 Einzelduschrinnen verbaut.

Technik und Design im Einklang

Darüber hinaus sind die Einzelduschrinnen barfuß begehbar. Sie fügen sich dezent in das Duschbett ein, ohne die Raumstruktur optisch zu beeinflussen. Gerade Linien und saubere Flächen stehen für eine moderne und reduzierte Badgestaltung. Auf diese Weise entsteht ein angenehmes Raumgefühl, das für das persönliche Wohlbefinden der Gäste nicht zu unterschätzen ist.

  • Bei der Sanierung historischer Gebäude fehlt häufig die für eine normgerechte Duschent­wässerung notwendige Einbauhöhe.
  • Entwässerungslösungen für den Bestand müssen trotz geringer Aufbauhöhe leistungsstark, belastbar und flexibel anpassbar sein.
  • Durch den Einbau der Dusch­rinne direkt an der Wand ­verläuft das Gefälle nur in eine ­Richtung – das erleichtert die Ausführung bei geringem Bodenaufbau.
  • Der rückwärtige Wandhochzug verhindert, dass Feuchtigkeit an der Übergangsstelle zwischen Boden und Wand hinter Fliesen oder in angrenzende Bauteile eindringt.