Frederic Leers ist Leiter Kommunikation im Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie.
Die #CONNECTINGHEAT 2026 wendet sich erstmalig mit einem Fachkongress an SHK-Betriebe. Dennis Jäger befragt dazu Frederic Leers vom BDH.
Mit einem eigenen Fachkongress für SHK-Profis rückt die #CONNECTINGHEAT 2026 die praktische Umsetzung der Wärmewende in den Fokus. Welche Auswirkungen Förderung, Wärmepumpen, Gebäudeenergiemanagement und politische Rahmenbedingungen auf Beratung, Planung und Installation haben, erfahren Handwerksunternehmer am 14. und 15. Oktober in Berlin.
Warum das Fachhandwerk jetzt angesprochen wird, hat SBZ-Chefredakteur Dennis Jäger nachgefragt bei Frederic Leers, Leiter Kommunikation im BDH (Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie, Ausrichter der Veranstaltung).
SBZ: Die #CONNECTINGHEAT richtet sich 2026 erstmals ausdrücklich auch an das Handwerk: Warum gerade jetzt?
Frederic Leers: Die #CONNECTINGHEAT 2026 rückt das SHK-Fachhandwerk erstmals mit einem eigenen Fachkongress in den Mittelpunkt. Seit der Premiere 2023 ist der ZVSHK zentraler Partner der Deutschen Wärmekonferenz – in diesem Jahr werden nun erstmals ausgewählte Themen gemeinsam mit den Partnerverbänden noch gezielter auf die Praxis und die Anforderungen des SHK-Handwerks zugeschnitten. Denn die Fachbetriebe bringen neue Vorgaben und Technologien am Ende in die Gebäude. Die #CONNECTINGHEAT 2026 verbindet deshalb die Debatte um politische Rahmenbedingungen mit der konkreten handwerklichen Umsetzung. Unsere Kooperationspartner ZVSHK, VdZ und GVOB begleiten uns bei diesem Ansatz.
SBZ: Was haben Handwerksunternehmer von einem Besuch, im Vergleich zu klassischen Fachforen?
Leers: Klassische Fachforen gehen häufig tief in einzelne technische Fragen. Die #CONNECTINGHEAT stellt zusätzlich den Zusammenhang her: Welche politischen Entscheidungen verändern den Markt? Welche Technik gewinnt an Bedeutung? Und welche Folgen hat das für Beratung, Planung, Installation und das künftige Leistungsangebot eines SHK-Betriebs? Unternehmer erhalten damit keine weitere Produktpräsentation, sondern eine Einordnung, die ihnen bei betrieblichen Entscheidungen hilft.
SBZ: Welche fachlichen Heizungsthemen sind speziell für SHK-Betriebe gesetzt?
Leers: Für SHK-Betriebe ist vor allem der erste Tag von großem Interesse: Hier stehen die neue Heizungsförderung und ihre Praxistauglichkeit ebenso im Fokus wie die Themen Energieeffizienz und Holzenergie. Spannend sind auch die Breakouts zur Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung und zum ZVSHK-Projekt WESPE, das mehr Tempo und weniger Aufwand beim Wärmepumpeneinbau verspricht. Außerdem geht es darum, wie Wärmepumpen künftig intelligent mit Gebäude-Energiemanagement und Energiesystem zusammenspielen. Das ist konkreter Stoff für die tägliche SHK-Praxis – und ein guter Grund, in Berlin dabei zu sein.
SBZ: Und wie viel Praxis steckt tatsächlich im neuen Fachforum – und wie viel politische Debatte?
Leers: Die Praxis steckt vor allem in der Auswahl der Themen: Förderung, effizientere Abläufe beim Wärmepumpeneinbau, Wohnungslüftung und die Vernetzung technischer Systeme. Entscheidend ist, dass nicht nur über politische Ziele gesprochen wird, sondern über deren Folgen für Planung, Kundenberatung und Ausführung. Genau an dieser Schnittstelle setzt das Fachforum an. Der Mehrwert liegt auch im direkten Austausch mit Vertretern aus Handwerk, Industrie, Wissenschaft und Verbänden. Dieser Dialog eröffnet neue Perspektiven und macht aus einzelnen Fachinformationen ein Gesamtbild, das sich für den eigenen Betrieb einordnen lässt.
Eine Gelegenheit, jenseits des Tagesgeschäfts bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Gesprächspartner kennenzulernen und Geschäftschancen auszuloten.
BDH
SBZ: Bekommen Handwerksunternehmer dort auch Antworten auf ihre aktuellen unternehmerischen Fragen?
Leers: Ja. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die derzeit viele Betriebe beschäftigen: Welche Heiztechnologien werden sich unter den neuen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen durchsetzen? Wie entwickelt sich die Förderung? Was bedeutet die stärkere Vernetzung von Wärmepumpe, Stromnetz und Gebäudeenergiemanagement für Planung und Installation? Und wie lassen sich Abläufe beim Wärmepumpeneinbau vereinfachen? Die Konferenz wird nicht jede betriebliche Einzelfrage abschließend beantworten. Sie bietet aber belastbare Einordnung und den direkten Austausch mit den Akteuren, die Technik, Markt und Rahmenbedingungen mitgestalten.
SBZ: Welche Rolle spielt das Handwerk künftig in der Wärmewende – und wie bildet sich das im Programm ab?
Leers: Ohne das SHK-Handwerk bleibt eine nachhaltige Wärmeversorgung Theorie: Fachbetriebe beraten Eigentümer, bewerten Gebäude und Heizsysteme, installieren neue Technik und setzen neue Anforderungen vor Ort um. Gleichzeitig verändert sich der Markt: Vertriebswege, Kundenerwartungen und technische Systeme entwickeln sich weiter. Das Fachhandwerk muss diese Veränderungen nicht nur kennen, sondern für den eigenen Betrieb einordnen können. Beides greift die #CONNECTINGHEAT 2026 auf.
Am 14. Oktober startet erstmals ein eigener Fachkongress für SHK-Profis, Planer und Energieberater – praxisnah, technisch fundiert und mit konkretem Nutzen für den Arbeitsalltag. Am 15. Oktober stehen dann die großen energiepolitischen Themen mit Relevanz für die Heizungsbranche im Fokus. Hier erwarten wir unter anderem hochrangige Vertreter aus Bundespolitik, Verbänden, Handwerk und Energiewirtschaft.
SBZ: Können SHK-Betriebe die #CONNECTINGHEAT 2026 – Deutsche Wärmekonferenz auch für neue Kontakte und Geschäftschancen mit der Industrie und dem Großhandel nutzen? Ist das erwünscht?
Leers: Unbedingt. Die #CONNECTINGHEAT 2026 ist eine Plattform für die gesamte Branche und bringt Entscheider aus SHK-Handwerk, Heizungsindustrie, Energiewirtschaft, Verbänden und weitere Marktpartner zusammen. Für SHK-Unternehmer ist das eine Gelegenheit, jenseits des Tagesgeschäfts bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Gesprächspartner kennenzulernen und Geschäftschancen auszuloten. Besonders das „WARM-UP!“ am Abend des 14. Oktober ist ausdrücklich fürs Netzwerken gedacht.
SBZ: Ihr stärkstes Argument an Handwerksunternehmer, die bisher noch nicht an einen Besuch der #CONNECTINGHEAT 2026 gedacht haben?
Leers: Wer heute einen SHK-Betrieb führt, muss technische Entwicklungen, Förderung und Marktveränderungen gleichzeitig im Blick behalten. Die #CONNECTINGHEAT bringt diese Themen an zwei Tagen zusammen und ermöglicht direkte Gespräche mit den Verantwortlichen aus Industrie, Verbänden und Politik. Das spart keine unternehmerische Entscheidung – schafft aber eine bessere Grundlage dafür.
SBZ: Und wenn man schon mal in der Hauptstadt ist: Was macht Berlin neben dem Programm zu einem lohnenden Ziel?
Leers: Berlin bietet Mitte Oktober eine hohe Branchendichte: Am 14. und 15. Oktober trifft sich die Heizungsbranche zur #CONNECTINGHEAT 2026, parallel läuft vom 13. bis 15. Oktober die gedatec auf dem Messegelände und bringt Elektro, SHK und Dach zusammen. Für gedatec-Besucher gibt es außerdem ein rabattiertes Ticket für die #CONNECTINGHEAT 2026 – ein weiterer guter Grund, die Tage in Berlin zu nutzen.