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Energiepolitik

Pellet-Verbände for­dern Kurs­wech­sel in der Wär­me­po­li­tik

Pellets seien kostengünstig und sauber und trügen zu mehr wirtschaftlicher Unabhängigkeit bei, so die Pellet-Verbände.

Rafa Jodar - stock.adobe.com

Pellets seien kostengünstig und sauber und trügen zu mehr wirtschaftlicher Unabhängigkeit bei, so die Pellet-Verbände.

Angesichts einer erneut drohenden fossilen Energiekrise fordern die Pellet-Verbände Deutschlands, Österreichs und der Schweiz einen sofortigen Kurswechsel in der Wärmepolitik. Das Ziel der Regierungen müsse ein rascher Ausstieg aus Öl und Gas beim Heizen sein.

Die Pelletbranche verweist auf die Produktion von über 6,3 Mio. Tonnen Holzpellets in der DACH-Region, was nahezu einem Drittel der europäischen Gesamtmenge entspricht und die Verfügbarkeit nachhaltiger Heizalternativen belegt.

Die Pellet-Verbände betonen, dass jede Ölheizung die Abhängigkeit von politisch fragwürdigen Regimen verlängert. Stattdessen sei die Nutzung regionaler Energie notwendig. Pellets seien kostengünstig und sauber und trügen zu mehr wirtschaftlicher Unabhängigkeit bei.

Regionale Wertschöpfung und technologische Souveränität

Pelletheizungen bieten neben Versorgungssicherheit auch technologische Souveränität. Hightech-Pelletkessel und -kaminöfen, die maßgeblich in Österreich und Deutschland entwickelt werden, ermöglichen ein hocheffizientes und emissionsarmes Heizen. Doris Stiksl, Geschäftsführerin von proPellets Austria, hebt hervor, dass dadurch nicht nur die Energie, sondern auch die Wertschöpfung der Anlagentechnik in der Region verbleibt.

Pelletpreise unabhängig von globalen Krisen

Die Produktion von ENplus-Pellets® in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird kontinuierlich ausgebaut, wodurch Haushalte aus einer wachsenden Anzahl regionaler Pellethändler wählen können. Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands (DEPV), bestätigt, dass der Pelletpreis von Angebot und Nachfrage bestimmt wird und nicht von Spekulationen am Weltmarkt oder geopolitischen Krisen.

Konkrete Forderungen der Pellet-Verbände an die Politik:

  • Langfristige und ausreichende Fördermittel für einen forcierten Heizungstausch.
  • Keine Anreize für fossile Heizsysteme.
  • Klare und verbindliche Zeitpläne für den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen.

Der Schweizer Verband proPellets.ch unterstreicht, dass nur ein konsequenter Einsatz regionaler, erneuerbarer Energiequellen die Bürger dauerhaft vor den Risiken globaler Krisenherde schützt. ■
Quelle: DEPV / DEPI / fl

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