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Gebäudemodernisierungsgesetz

BUND verleiht Ne­ga­tiv­preis für GMG-Eck­punk­te

„Die rostige Heizung 2026“ geht an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche.

BUND / Jörg Farys

„Die rostige Heizung 2026“ geht an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche mit dem Negativpreis „Die rostige Heizung 2026“ ausgezeichnet.

Die Organisation kritisiert die neuen Pläne zum Gebäudemodernisierungsgesetz scharf, die das Ministerium von Reiche federführend erarbeitet. Der BUND sieht darin eine Mogelpackung, die Klimaschutzziele untergräbt und Heizkosten erhöht.

Kritik an den Eckpunkten

Julius Neu, BUND-Experte für Energie- und Klimapolitik, äußerte sich kritisch: „Mit dem, was die Bundesregierung plant, geht es zurück in die Vergangenheit. Klimaschädliche Öl- und Gasheizungen sollen einfach weiter eingebaut werden.“

Der BUND wirft der Ministerin vor, eine „dreiste Lobbypolitik“ zu betreiben. Die Pläne ermöglichen demnach weiterhin den Einbau fossiler Heizungen und sehen die Beimischung von Brennstoffen wie Biomethan oder Wasserstoff zu Erdgas vor. Diese Beimischung sei ineffizient, nicht ausreichend verfügbar und führe Verbraucher in eine „Heizkostenfalle“. Die Organisation bezeichnet dies als „Geschenk an die Gaswirtschaft“ und einen „Frontalangriff auf den Klimaschutz bei Gebäuden“.

Forderungen für eine soziale Wärmewende

Anstatt die Installation klimaschädlicher Heizungen weiterhin zuzulassen, fordert der BUND, Klimaschutz und eine soziale Wärmewende in den Mittelpunkt der Energiepolitik zu stellen. Der Verband appelliert an die Bundesregierung, 3 Kernpunkte zu berücksichtigen:

  • Bezahlbare Heizkosten: Eine verpflichtende Beimischung von Biomethan oder Wasserstoff führe zu Preissteigerungen und zusätzlichen Emissionen.
  • Einhaltung der Klimaziele: Es sei ein „Modernisierungs-Booster“ notwendig, um den Gebäudebereich zukunftsfest zu machen und das Heizen mit erneuerbaren Energien zu stärken.
  • Soziale Ausrichtung der Wärmewende: Mietende müssten vor stark steigenden Heizkosten und hohen Umlagen für Sanierungen geschützt werden. Haushalte mit geringem Einkommen sollen beim Umstieg auf erneuerbare Heizungen finanziell unterstützt werden.

Der BUND hat einen Eil-Appell gestartet, um Bundeswirtschaftsministerin Reiche, den Bundeskanzler und weitere Minister zur Korrektur des Kurses aufzufordern. Bereits über 11.000 Menschen haben sich dem Appell angeschlossen. ■
Quelle: BUND / fl

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