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Auf der GET Nord 2026 in Hamburg präsentieren die Handwerksverbände ZVSHK und ZVEH in Halle B2, Standnummer 402 digitale Ansätze für die Bau- und Handwerksbranche. Im Fokus stehen zwei Projekte des Forschungsprogramms Construct-X: das Pflegebad und der Digitale Produktpass.
Pflegebad: Digitale Unterstützung für den barrierefreien Umbau
Das Pflegebad wird vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) als Lösung für den steigenden Bedarf an barrierefreien Badezimmern vorgestellt. Hintergrund ist der demografische Wandel und die wachsende Bedeutung der häuslichen Pflege.
Im Rahmen von Construct-X wurde ein digitaler Prozess entwickelt, der Bauherren und Fachbetriebe miteinander vernetzt. Die digitale Unterstützung umfasst die Bedarfserfassung, die Übermittlung von Grundrissen, Kostenvoranschläge und die Umsetzung des Umbaus. Dadurch sollen die Abläufe transparenter und effizienter gestaltet werden, mit dem Ziel, eine bessere Versorgung und mehr Planungssicherheit zu gewährleisten.
Die digitale Prozesskette schafft gleichzeitig neue Geschäftsmöglichkeiten für SHK-Betriebe, indem sie die Zusammenarbeit mit der Pflegewirtschaft erleichtert und die gestiegene Nachfrage besser bewältigbar macht.
Digitaler Produktpass: Lebenszyklus und Kreislaufwirtschaft
Der Digitale Produktpass (DPP) ist ein weiteres Projekt des Forschungsprogramms, das auf der Messe vorgestellt wird. Als Teil der europäischen Kreislaufwirtschaftsstrategie ermöglicht der DPP die lückenlose Dokumentation technischer Daten, Wartungsanleitungen und Recyclingfähigkeiten über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts.
Für Handwerksbetriebe bietet der Produktpass mehrere Vorteile: Der Zugriff auf technische Informationen und Ersatzteile wird erleichtert, die Nachhaltigkeit durch bessere Recyclingmöglichkeiten gesteigert und die Effizienz bei Wartung und Modernisierung erhöht.
Ein Demonstrator auf der Messe zeigt, wie der Produktpass in der Praxis funktioniert. Besucher:innen können über QR-Codes Produktdaten abrufen und den digitalen Einbauprozess nachvollziehen. Dabei wird die Verbindung zwischen physischem Einbau und digitalem Modell verdeutlicht.
Construct-X: Digitalisierung im Handwerk
Construct-X wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie der Europäischen Union gefördert. Ziel des Projekts ist es, die Wertschöpfungskette der Bauwirtschaft durch digitale Vernetzung zu optimieren. Insgesamt 34 Partner aus Wissenschaft, Handwerk und Industrie arbeiten an der Entwicklung von Datenlösungen für den Bau- und Handwerkssektor.
Fachbesucher:innen haben die Möglichkeit, sich in Halle B2, Standnummer 402 über die vorgestellten Projekte zu informieren und deren Anwendung im Betrieb zu diskutieren.