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ÜWG-Mitgliederversammlung

Fach­hand­werk gut ge­rüs­tet für die Wär­me­wen­de

Die ÜWG traf sich Mitte Juni zur Mitgliederversammlung in Fulda.

HHManz

Die ÜWG traf sich Mitte Juni zur Mitgliederversammlung in Fulda.

Die Überwachungsgemeinschaft Technische Anlagen der SHK-Handwerke (ÜWG) präsentierte auf ihrer Mitgliederversammlung im Juni in Fulda eine Grundlage für die kommenden Aufgaben.

Die Organisation sieht das Fachhandwerk für die Wärmewende gut gerüstet. Sie betont jedoch die Notwendigkeit klarer Rahmenbedingungen, die die Innovationsbereitschaft von Hauseigentümern unterstützen und flexible Optionen für den Klimaschutz im Gebäudebereich bieten. Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) wird dabei als wichtige Voraussetzung für Fortschritte im Heizungskeller betrachtet.

Stabile Entwicklung

Nach einer Phase ohne hauptamtlichen Geschäftsführer übernahm Frank Hehl im April die Leitung der ÜWG. Er blickte auf ein solides Jahr 2025 zurück und skizzierte Vorhaben für die weitere Entwicklung der Organisation.

Der ÜWG-Vorsitzende Andreas Kröckel dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz, der die Überwachungsorganisation als Gemeinschaft mit hohem fachlichen Niveau erhalten habe.

Dies spiegelt sich in einer stabilen Mitgliederzahl von über 5000 Fachbetrieben und einer gestiegenen Nachfrage nach Schulungen wider. Insbesondere Online- und hybride Formate sowie das seit zwei Jahren etablierte Geschäftsfeld „Erdwärme, Klima, solarthermische Anlagen und Wärmepumpen“ verzeichneten Zuspruch.

Ausbau der Wärmepumpen-Kompetenz

Die ÜWG-Fachbetriebe erweitern ihre Kompetenzen kontinuierlich im Bereich Wärmepumpen. Parallel dazu stehen sie weiterhin für sichere und umweltschonende Heizölverbraucheranlagen, die zunehmend mit erneuerbaren Fuels betrieben werden. Die Schulungen zum neuen Thema „Erdwärme, Klima, solarthermische Anlagen und Wärmepumpen“ dienen laut Kröckel der Erfüllung behördlicher Anforderungen. So sei bspw. der Umgang mit Glykol als schwach wassergefährdendem Stoff in Wärmepumpen relevant. Hehl verweist dabei auf die Anforderungen an Erdwärmesonden und -kollektoren, Solarkollektoren und Kälteanlagen nach § 35 AwSV. Sicherheit, Umweltverantwortung und umfassender Kundenservice stehen im Fokus.

Gebäudemodernisierungsgesetz im Fokus

Dirk Arne Kuhrt, Geschäftsführer Wärmemarkt beim UNITI Bundesverband EnergieMittelstand, betonte in seinem Gastbeitrag die Notwendigkeit neuer Impulse im Wärmemarkt. Er verwies auf die weiterhin niedrigen Absatzzahlen bei Wärmeerzeugern im 1. Quartal 2026. Kuhrt sieht das Fachhandwerk und den mittelständischen Energiehandel als Partner bei der energetischen Sanierung. Er hob hervor, dass die rund 5 Mio. Heizungen für flüssige Brennstoffe in Deutschland ein Potenzial darstellen, dessen Modernisierung technologieoffene Rahmenbedingungen erfordert.

Das GModG biete flexible Möglichkeiten, die regulativen Anforderungen und Klimaziele zu erfüllen. Moderne Ölheizungen könnten mittels einer steigenden Bioquote schrittweise bis zu 100 % auf erneuerbare Fuels umgestellt werden. Produkte mit dem „Green-Fuels-Ready“-Label seien verfügbar. Das Gesetz lasse zudem Spielraum für individuelle Lösungen, einschließlich verschiedener Hybrid-Varianten mit Wärmepumpen, fester Biomasse oder Solarthermie.

Die ÜWG ist dank ihrer stabilen wirtschaftlichen Lage in der Lage, Zukunftsprojekte wie die weitere Digitalisierung aller Geschäftsprozesse voranzutreiben. Die Mitgliederversammlung signalisierte Zuversicht für den kommenden Markt. ■
Quelle: ÜWG / fl