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SHK-Konjunktur

ZVSHK: SHK-Hand­werk ver­liert an Dy­na­mik

ZVSHK-Präsident Michael Hilpert: „Die Zahlen zeigen klar: Unser Handwerk verliert an Fahrt.“

Grischa Georgiew - stock.adobe.com

ZVSHK-Präsident Michael Hilpert: „Die Zahlen zeigen klar: Unser Handwerk verliert an Fahrt.“

Die wirtschaftliche Lage im SHK-Handwerk hat sich im Frühjahr 2026 weiter eingetrübt. Eine Konjunkturumfrage des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) unter rund 1690 Innungsbetrieben deutet auf einen deutlichen Abschwung hin.

Obwohl die aktuelle Geschäftslage mit einem Indikator von +36,4 % noch positiv bewertet wird, ist dieser Wert rückläufig. Gleichzeitig sind die Erwartungen für die kommenden Monate mit –7,4 % klar negativ.

Auftragsbestand schrumpft, Umsätze stagnieren

Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Auftragsbestand: Dieser liegt mit durchschnittlich 11,5 Wochen rund vier Wochen unter dem Vorjahresniveau. Auch bei den Umsätzen zeigt sich ein Abwärtstrend. Nur etwa 14 % der Betriebe berichten von Zuwächsen, während rund ein Drittel Rückgänge verzeichnet.

Das SHK-Handwerk lebt aktuell noch von seiner Substanz. Zwar arbeiten rund 44 % der Betriebe weiterhin an oder über der Kapazitätsgrenze, die Auslastung nimmt jedoch insgesamt ab. Die Beschäftigung stagniert; ein spürbarer Aufbau findet nicht mehr statt. Dass nur noch 48,8 % der Betriebe offene Stellen melden, ist dabei ein Indikator für nachlassende Nachfrage und nicht für eine Entspannung am Arbeitsmarkt. Das SHK-Handwerk bleibt stark vom Sanierungsgeschäft abhängig, da über 83 % des Umsatzes im Bestand erwirtschaftet werden. Hier fehlen jedoch zunehmend Investitionsimpulse.

ZVSHK fordert stabile Rahmenbedingungen

ZVSHK-Präsident Michael Hilpert bewertet die Lage kritisch: „Die Zahlen zeigen klar: Unser Handwerk verliert an Fahrt. Weniger Aufträge, rückläufige Umsätze und pessimistische Erwartungen sind keine Momentaufnahme mehr, sondern ein Trend. Unsere Betriebe halten das System aktuell noch am Laufen – aber auf Verschleiß.“

Hilpert sieht die Ursachen für diese Entwicklung vor allem in fehlender Verlässlichkeit der politischen Rahmenbedingungen, hoher Bürokratie und anhaltender Verunsicherung bei Investoren und privaten Haushalten. Er betont die Notwendigkeit klarer, einfacher und langfristig stabiler Regeln, um eine weitere Abnahme der Modernisierungsdynamik zu verhindern. ■
Quelle: ZVSHK / fl