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Die ZVSHK-Herbstumfrage zeigt steigende Auftragsbestände und bessere Geschäftserwartungen bei Heizungs und Klimatechnik – Badgeschäft bleibt zurück.
Die Stimmung im SHK-Innungshandwerk hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Das zeigt die aktuelle bundesweite, repräsentative Herbstumfrage des Zentralverbands Sanitär, Heizung, Klima (ZVSHK). Vor allem das Heizungs- und Klimageschäft sowie der Kundendienst tragen zu dieser Entwicklung bei. Im Sanitärbereich bleibt die Nachfrage dagegen verhalten.
Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage ist innerhalb eines Jahres von plus 38,8 auf plus 53,9 Prozentpunkte gestiegen. Das entspricht einer Verbesserung um 15,1 Prozentpunkte. Auch die Auftragsbücher sind wieder voller: Der durchschnittliche Auftragsbestand stieg von 10,1 auf 15,1 Wochen.
Die Betriebe melden eine durchschnittliche Auslastung von 90,8 %. Jeder fünfte Betrieb arbeitet sogar über seiner Kapazitätsgrenze. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen verzeichnete in den vergangenen drei Monaten steigende Umsätze. Neue Arbeitsplätze entstehen dagegen bislang nur in geringem Umfang.
Ob diese Entwicklung von Dauer ist, bleibt abzuwarten. Auch Vorzieheffekte durch die Diskussion über Kürzungen bei der Heizungsförderung könnten zum gestiegenen Auftragsbestand beigetragen haben.
Heizung legt zu, Badgeschäft bleibt schwach
Besonders gut läuft es derzeit im Heizungsgeschäft und im Kundendienst. Auch der Bereich Klima/Lüftung hat deutlich zugelegt. Vor allem der heiße Sommer und die damit verbundene Nachfrage nach Klimageräten haben das Geschäft belebt.
Anders sieht es im Sanitärbereich aus. Das Badgeschäft entwickelt sich deutlich schwächer als das Heizungsgeschäft. Auch im Klempnerhandwerk sowie im Ofen- und Luftheizungsbau beurteilen die Betriebe ihre aktuelle Lage zurückhaltender, wenn auch weiterhin positiv.
Erfreulich ist der Blick auf die kommenden Monate: Erstmals seit vier Jahren liegt der Indikator für die zukünftige Geschäftslage wieder im positiven Bereich. Mit plus 1,9 Prozentpunkten fällt der Wert allerdings noch niedrig aus. Während die Betriebe im Heizungs-, Klima- und Kundendienstgeschäft zuversichtlicher werden, überwiegen im Sanitärbereich leicht negative Erwartungen.
Unterschiede zeigen sich auch nach Betriebsgröße. Kleinstbetriebe mit weniger als vier Beschäftigten blicken deutlich skeptischer in die Zukunft als größere Unternehmen.
Hilpert: „Die Kund:innen investieren wieder. Aber noch nicht überall.“
„Nach schwierigen Jahren geht es in unserem Handwerk wieder aufwärts. Vor allem bei den Heizungen kommt Bewegung in den Markt. Die Auftragsbücher sind voller, die Betriebe gut ausgelastet. Das ist erfreulich. Wir sehen aber auch, dass die Erholung noch nicht in allen Geschäftsbereichen angekommen ist. Gerade beim Bad halten sich viele Kund:innen mit größeren Investitionen weiter zurück“, erklärt ZVSHK-Präsident Michael Hilpert.
Für Hilpert kommt es jetzt darauf an, die positive Entwicklung zu verstetigen: „Unsere Betriebe können und wollen modernisieren. Dafür brauchen sie Kund:innen, die investieren. Und die brauchen klare Regeln und eine verlässliche Förderung. Wenn die Politik hier wieder für Unsicherheit sorgt, ist die bessere Stimmung schnell dahin.“
Die bundesweite Herbstumfrage des ZVSHK erfasst die wirtschaftliche Lage der Innungsbetriebe in den Gewerken Installateur:innen und Heizungsbauer:innen, Ofen- und Luftheizungsbauer:innen sowie Klempner:innen. Insgesamt haben sich bundesweit rund 1.980 Innungsbetriebe an der Umfrage beteiligt. ■
Quelle: ZVSHK / ml