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Messen

IFH/Intherm 2026: Ju­bi­lä­ums­jahr ver­zeich­net Zu­wäch­se

Die IFH/Intherm 2026 fand vom 14. bis 17. April in Nürnberg statt. Im Jahr ihres 50-jährigen Bestehens bestätigte die Fachmesse für Sanitär, Haus- und Gebäudetechnik ihre Rolle als Treffpunkt für Fachhandwerk, Industrie und Großhandel. Mit 37.926 Besuchern und 416 Ausstellern verzeichnete die Veranstaltung Zuwächse gegenüber 2024.

Mit 37.926 Besuchern und 416 Ausstellern verzeichnete die IFH/Intherm Zuwächse gegenüber 2024.

© GHM, Thomas Plettenberg

Mit 37.926 Besuchern und 416 Ausstellern verzeichnete die IFH/Intherm Zuwächse gegenüber 2024.

Energie und Nachhaltigkeit in den Bereichen Sanitär und Heizung standen im Fokus der Messe. Die politische Unsicherheit bezüglich des Gebäudemodernisierungsgesetzes und die kommunale Wärmeplanung warfen bei vielen Betrieben und Eigentümern konkrete Umsetzungsfragen auf. Die IFH/Intherm bot die Gelegenheit zum Austausch über Technologien, Ansätze und praktikable Lösungen.

Wolfgang Becker, Hauptgeschäftsführer des SHK-Fachverbandes Baden-Württemberg, betonte, dass die Messe einen Rahmen für den Austausch innerhalb der Branche bot, um gebündelte Perspektiven in Richtung Politik zu formulieren. Die Industrie, der Fachgroßhandel und das Handwerk zeigten sich laut Becker bereit, die Wärmewende umzusetzen.

Beratungsgespräch bei Kermi.

GHM / Thomas Plettenberg

Beratungsgespräch bei Kermi.

Dies wurde auch in Fachvorträgen und Diskussionsformaten im IFH/Intherm Forum sowie an den Ständen der Handwerksverbände und des Bundesverbands Deutscher Heizungsindustrie (BDH) thematisiert. Markus Staudt, Hauptgeschäftsführer des BDH, verwies darauf, dass die Heizungsindustrie ihre Innovationskraft mit einem breiten Portfolio für nachhaltige Wärmeversorgung und CO2-Reduktion demonstrierte, insbesondere mit Blick auf die Bedeutung moderner Holzwärmelösungen in Süddeutschland.

Die Bedeutung der Branche fand auch politische Beachtung. Hubert Aiwanger, bayerischer Wirtschaftsminister, bezeichnete Heizen als ein hochpolitisches Thema. Er sprach sich für eine technologisch breite Aufstellung aus – von Holzheizung über Wärmepumpe bis hin zu Gas und Öl – um je nach Situation die passende Entscheidung treffen zu können. SHK-Handwerker seien hier die Experten, die Verbrauchern Orientierung geben müssten. Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, tauschte sich bei seinem Rundgang direkt mit Ausstellern aus.

Elco - energieoptimierte Heizsysteme und hervorragenden Service – das finden auch diese zwei Besucher der IFH/Intherm.

GHM / Thomas Plettenberg

Elco - energieoptimierte Heizsysteme und hervorragenden Service – das finden auch diese zwei Besucher der IFH/Intherm.

Produktvielfalt und Innovationskraft

Die Aussteller präsentierten die gesamte Bandbreite des SHK-Marktes, von Heizsystemen über erneuerbare Energien bis hin zu Badlösungen. Laut Oliver Gossmann, Leiter der IFH/Intherm, war die Zufriedenheit der Aussteller hoch, wobei insbesondere die Qualität der Fachbesucher und der Austausch auf Augenhöhe geschätzt wurden. Trotz eines ÖPNV-Streiks am ersten Messetag fanden zahlreiche Besucher den Weg nach Nürnberg.

Zum 50-jährigen Jubiläum wurden langjährige Aussteller für ihre Treue geehrt, darunter Judo Wasseraufbereitung GmbH, Buderus/Bosch Thermotechnik GmbH, G. F. Lotter GmbH, Viessmann Deutschland GmbH und Viega GmbH & Co. KG. Thomas Hardenacke, Vice President Vertrieb Deutschland bei Viega GmbH & Co. KG, unterstrich die Bedeutung des direkten Austauschs mit Fachhandwerkern und Fachplanern: „Die IFH/Intherm ist für uns ein zentraler Treffpunkt. Wir sind seit der ersten Stunde dabei und inzwischen zum 25. Mal als Aussteller vertreten – die Messe steht seit 50 Jahren für echten Dialog in der Branche.“

Die nächste IFH/Intherm findet vom 25. bis 28. April 2028 statt.

GHM / Thomas Plettenberg

Die nächste IFH/Intherm findet vom 25. bis 28. April 2028 statt.

Im IFH/Intherm Forum standen praxisnahe Lösungen im Mittelpunkt, mit Fachvorträgen zu Wärmepumpen im Bestand, Energieeffizienz und kommunaler Wärmeplanung. Auch Start-ups trugen mit neuen Ansätzen bei: Die Unocconi GmbH stellte bspw. Duschrinnen und Duschrohre mit integrierter Wärmerückgewinnung vor. Gründer Steffen Nittbaur bezeichnete die IFH/Intherm als geeignete Plattform, um die relevante Zielgruppe anzusprechen. Das Unternehmen zog ein positives Fazit und plant eine erneute Beteiligung 2028.

Tobias Gröber, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, zog ebenfalls ein positives Fazit. Er betonte, dass die IFH/Intherm die gesamte Bandbreite des SHK-Marktes abbildet und für das Handwerk wichtig ist. Die langjährige Treue zahlreicher Aussteller sei eine Basis für die Weiterentwicklung der Messe. Die nächste IFH/Intherm findet vom 25. bis 28. April 2028 statt. ■
Quelle: GHM / fl