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In ihrer aktuellen Ausgabe bewertet die Stiftung Warentest die Mehrheit der geprüften Split-Klimageräte mit „Gut“. Die Tester kommen zu dem Schluss, dass selbst weniger effiziente Geräte im Heizbetrieb geringere Kosten verursachen als reine Gasheizungen und zudem die Treibhausgasemissionen reduzieren.
Unter dem Titel „Kühlen ohne Kostenfalle“ informierte die Stiftung Warentest in ihrer Ausgabe 6/2026 über das Kühlen und Heizen mit Split-Klimageräten. Die große Mehrheit der geprüften Geräte erhielt die Note „Gut“. Dabei berücksichtigten die Warentester auch den Heizbetrieb.
Heizen mit geringeren Kosten
In einer Beispielrechnung geht die Stiftung Warentest davon aus, dass ein Split-Klimagerät etwa 80 % der Heizleistung übernimmt und eine Gasheizung die restlichen 20 % liefert. Das Ergebnis: Selbst mit den weniger effizienten Modellen der getesteten Geräte sind die Heizkosten geringer als beim reinen Heizen mit Gas. Die Ersparnis übertrifft in der Modellrechnung sogar die Kühlkosten im Sommer. Zudem reduzieren sich die Treibhausgas-Emissionen.
Lucas M. van Stephoudt vom Fachverband Gebäude-Klima (FGK) bestätigt diese Einschätzung: „Wer Geräte mit hoher Energieeffizienzklasse einsetzt, kann mit geringem Energieverbrauch angenehme Raumtemperaturen erreichen.“ Die Stiftung Warentest weist zudem darauf hin, dass viele der getesteten Geräte unter bestimmten Voraussetzungen als Luft-Luft-Wärmepumpen förderfähig sind. Ihr Fazit lautet: „Die Geräte belasten das Klima im Heizbetrieb erheblich weniger als die fossile Heizung.“
FGK
Schnelle Temperaturregelung und Luftentfeuchtung
Die Geräte überzeugen auch durch ihre Schnelligkeit. Das langsamste Gerät benötigte 26 min, um ein 25 m2 großes Zimmer von 15 auf 25 °C aufzuheizen. Beim Kühlen schaffte das schnellste Gerät eine Absenkung der Temperatur von 35 auf 25 °C in 23 min. Ein weiterer Vorteil an schwülwarmen Sommertagen ist die Möglichkeit zur Luftentfeuchtung, im Gegensatz zu Luftkühlern, bei denen die Luftfeuchtigkeit im Raum ansteigen kann.
Beitrag zum Hitzeschutz:
Split-Klimageräte können auch einen Beitrag zur Reduzierung der Belastung durch sommerliche Hitze leisten. Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, betonte am Hitzeaktionstag am 11. Juni, dass längere und intensivere Hitzeperioden insbesondere ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen belasten und das Gesundheitswesen vor Herausforderungen stellen. Hitzeschutz müsse daher verbindlich in Krisenvorsorge und Katastrophenschutz integriert werden.
Der FGK weist darauf hin, dass zum Hitzeschutz in Gebäuden neben Verschattung und Nachtlüftung auch die Kühlung gehört. „Wenn Verschattung und Nachtlüftung nicht ausreichen oder gar nicht möglich sind, bieten sich Split-Klimageräte als energieeffiziente ergänzende Lösung an, die verhältnismäßig einfach nachgerüstet werden kann“, erklärt van Stephoudt.
Quelle: FGK / fl