Wasser wird knapper – nicht allein global, sondern auch in Deutschland. Der Klimawandel verändert die Niederschlagsmuster, die Trockenperioden nehmen zu. Ein sparsamer Umgang mit der Ressource Trinkwasser ist unumgänglich. Das ist gleichzeitig eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft, denn es gilt, an vielen Stellschrauben zu drehen. Doch was kann die Gebäudetechnik dazu beitragen und an welchen Stellen kann dies geschehen? Ein Appell von Thomas Wollstein.
Damit Trinkwasser in hygienisch einwandfreier Qualität auch an einer entfernten Entnahmestelle im Gebäude zur Verfügung steht, haben sich die Regeln für Planung, Installation, Wartung und Betrieb stetig weiterentwickelt. Die Fachhochschule Münster nutzte ihr 25. Sanitärtechnisches Symposium am Technologie-Campus Steinfurt, um die zahlreichen gesteigerten Qualitätsansprüche rund ums Trinkwasser während der vergangenen Jahrzehnte Revue passieren zu lassen. Warum die Jubiläumsveranstaltung am 5. März 2026 für Sanitärfachleute ein wichtiger Anlass war, sich einen der begehrten Plätze im Audimax zu sichern, und welche wichtigen Impulse für die Umsetzung in der Gebäudetechnik sie dabei mitnehmen konnten, berichtet Thomas Dietrich.
Um das Wachstum von Legionellen in Trinkwasser-Installationen einzudämmen, fordern Normen ausreichend hohe Temperaturen für Warmwasser und genügend tiefe Temperaturen für Kaltwasser. Eine Studie aus einem spezialisierten Forschungslabor der Universität Zürich hat nun systematisch untersucht, wie sich Legionellen unter Wärmeeinwirkung verhalten. Prof. Dr. Hubert Hilbi, Arnd Gildemeister und Camille Schmid fassen die Studienergebnisse und ihre Auswirkungen auf die Praxis der Trinkwasserhygiene zusammen.
Die neue UBA-Empfehlung „Systemische Untersuchungen von Trinkwasserinstallationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung – Probennahme, Untersuchungsgang und Angabe des Ergebnisses“ vom 13 Oktober 2025 ist zwar künftig die einzige verbindliche Vorgehensweise, wenn es um die Erfüllung von § 31 TrinkwV geht, doch über die TrinkwV hinaus gibt es weitere Rechtspflichten, je nach Art der Nutzung der Gebäude. Warum sie von Bedeutung sind, erläutert Rechtsanwalt Hartmut Hardt in einem Interview mit der SBZ-Redaktion. Sein juristischer Schwerpunkt ist das Betreiberrecht – ein Rechtsgebiet, das juristische Verantwortung mit technischer Praxis verbindet.
Das Umweltbundesamt (UBA) hat mit einer neuen Empfehlung seine Vorgaben zur systemischen Untersuchung von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) überarbeitet. Damit kommt es unter anderem zu wesentlichen Änderungen bei der Definition von Untersuchungsstellen. Bis diese Empfehlung mit einer überarbeiteten Version der TrinkwV irgendwann 2026 in Kraft tritt, sollte die Lage der bisherigen Probennahmestellen überprüft und ggf. neu festgelegt werden. Dr. Peter Arens erläutert, warum das für Betreiber, Fachplaner, Fachhandwerker und Labore relevant ist.
Die Erkenntnisse, wie das Trinkwasser in den Installationen vor Einflüssen z. B. von angeschlossenen Apparaten oder Verbindungen zu Nichttrinkwasser-Installationen geschützt werden kann, ist für die Fachwelt in der DIN EN 1717 als europäisches Regelwerk und allgemein anerkannte Regel der Technik (a. a. R. d. T.) zusammengefasst. Nach nun 15 Jahren wurde die Version von 2011, die im Wesentlichen unverändert aus der Version von 2001 übernommen worden war, überarbeitet. Robert Kutzleb beleuchtet, welche Neuregelungen zum Schutz des Trinkwassers für Planer und ausführende Betriebe mit der Überarbeitung einhergehen.
Ob ein Werk mangelhaft ist, hängt nicht immer davon ab, ob es einwandfrei funktioniert – es reicht bereits ein Verstoß gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik (a. a. R. d. T.). Das hat der Bundesgerichtshof in einer Vielzahl von Urteilen und das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf in einem viel beachteten Urteil klargestellt. Doch was genau gilt als a. a. R. d. T., was ist zu beachten, wenn sich die Regeln während der Installation ändern, und welches Risiko bringt die Gewährleistungsphase mit sich? Rechtsanwalt Thomas Herrig erläutert im Interview mit SBZ-Redakteurin Beate Geßler, was das SHK-Handwerk über die juristische Bedeutung technischer Regelwerke wissen sollte – und warum das geplante Gebäudetyp-E-Gesetz die Branche nicht so einfach entlasten wird wie erhofft.
Der richtige Umgang mit technischen Regelwerken im SHK‑Handwerk
Trinkwasser-Installationen sind nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik (a. a. R. d. T.) zu planen, zu errichten und zu betreiben. Zu den Regelwerken, die Fachplanern, ausführenden Betrieben und Betreibern konkrete, von der Fachwelt anerkannte Regeln der Technik bereitstellen, gehören vor allem DIN-Normen, VDI-Richtlinien und DVGW-Arbeitsblätter. Diese technischen Regelwerke dienen der Konkretisierung von Gesetzen und Verordnungen – etwa der Trinkwasserverordnung (TrinkwV). Sie enthalten Empfehlungen und technische Vorschläge dafür, auf welche Art und Weise die jeweiligen Forderungen umgesetzt werden können.
Leitfäden, Infoblätter und Serviceangebote – nützliche Arbeitshilfen für den SHK-Alltag. Neu mit dabei: Duschbroschüre von Bette, FGK-Wegweiser 2026, Arbeiten mit Asbest.
Die 3. Sachverständigen-Tagung des DVQST am 10. Juni 2026 in Kassel beleuchtet neue gesetzliche Vorgaben und technische Regelwerke in der Trinkwasserhygiene.
Mit dem Kommentar zur VDI 6023 Blatt 1 legt Arnd Bürschgens ein umfassendes Nachschlagewerk vor, das die komplexen hygienischen Anforderungen an Planung, Ausführung, Betrieb und Instandhaltung von Trinkwasser-Installationen praxisnah aufbereitet. Dem erfahrenen Sachverständigen gelingt es schlüssig...
Die 7. VDI-Fachkonferenz „Trinkwasserhygiene & -Installationen“ brachte Mitte November 2025 in Mannheim über 100 Fachleute aus Forschung, Planung, Betrieb, Instandhaltung und Überwachung zusammen. An zwei intensiven Konferenztagen wurde über die Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen Energieeinsparung und hygienischer Sicherheit sowie die Anpassungen an neue europäische und nationale Regelwerke nicht nur referiert, sondern auch rege diskutiert.
Trinkwasser-Installationen werden komplexer und mit ihnen die Vorgaben. Der DVQST erweitert sein Seminarprogramm um entsprechende Schwerpunkte.
Der VDI warnt vor schwerwiegenden Folgen durch einfrierende Leitungen bei Minusgraden und Stromausfällen. Wichtige Tipps zur Prävention, um Sanierungskosten zu vermeiden.
Rohrinnensanierungen werden häufig als vermeintlich kostengünstige Alternative zu einem aufwendigen Rohrleitungsaustausch in Trinkwasser-Installationen angeboten. Dabei kommen teils auch heute noch Materialien aus organischen Reaktivharzen wie Epoxidharze, sogenannte keramische Beschichtungen oder andere als patentiert bzw. zertifiziert beworbene Mischungen mit unbekannten Inhaltsstoffen zum Einsatz. Doch welche Chancen und Risiken verbergen sich dahinter? Und wie ist dieses Verfahren aus Sicht der gesetzlichen Anforderungen und der allgemein anerkannten Regeln der Technik (a. a. R. d. T.) zu bewerten? Jonas Ganzenmüller klärt auf.
Die Basis jeder Bewertung einer Trinkwasser-Installation bilden fachgerechte Probennahmen. Doch während im Labor kaum Fehler gemacht werden, sieht dies bei der Probennahme selbst oftmals anders aus. Der Entwurf des neuen Arbeitsblatts DVGW W 551-1 (A) rückt die fachgerechte Vorgehensweise bei der Probennahme auf Legionellen noch stärker in den Fokus. Dr. Peter Arens beschreibt die wesentlichen Faktoren, die bei einer Probennahme zu beachten sind, welche Aspekte überarbeitet bzw. neu definiert wurden und wie sich typische Fehler vermeiden lassen.
Trotz klarer Vorgaben ist die Sicherstellung der Trinkwasserhygiene in Gebäuden weiterhin mit erheblichen Problemen verbunden. Die Ursachen liegen oft in fehlendem Know-how sowie fehlerhafter Planung, Installation und Instandhaltung von Trinkwasseranlagen. Welchen Stellenwert aktuell die Trinkwasserhygiene genießt, wo typische Schwachstellen und besondere Herausforderungen liegen und warum SHK-Betriebe durch gezielte Weiterbildung und Qualifikation nicht nur hygienische Sicherheit schaffen, sondern sich auch wirtschaftlich gut aufstellen können, darüber sprach SBZ-Redakteurin Beate Geßler mit Ewa Strubelt (VDI Wissensforum) und Arnd Bürschgens (DVQST).
Trinkwasser gilt als das am strengsten kontrollierte Lebensmittel – doch genau an der Schnittstelle zur Löschwassertechnik lauert ein nicht zu unterschätzendes hygienisches Risiko. In der Praxis finden sich immer wieder unsachgemäße Anschlüsse, bei denen stagnierendes Löschwasser hygienische Risiken erzeugt. Dabei lässt sich mit überschaubarem Aufwand ein technisch sicherer und normgerechter Zustand erreichen. Manuel Cirkel erläutert die zentralen Anforderungen und erklärt, wann und warum Bestandsanlagen ein Update benötigen.
Die neue DVQST-Fachpublikation beleuchtet Sinnhaftigkeit und Zulässigkeit von innenbeschichteten Rohrleitungen kritisch und weist auf potenzielle gesundheitliche Risiken hin.
Im Geberit Informationszentrum Langenfeld ermöglicht eine neue Hydraulikwand komplexe Zusammenhänge der Trinkwasser-Installation in der Praxis zu erleben.
Enthärtungsanlagen mit Cloud-Anbindung, Luft/Wasser-Wärmepumpe mit R290, Kalkschutz für große Gebäude, Luft/Luft-Wärmepumpe mit Leckagesensor, bleifreie Trinkwasserfilter.
Forscher warnen bereits hierzulande vor einem zu hohen Wasserverbrauch. Wie sich die Ressource sparen lässt, ohne die Trinkwasserhygiene zu gefährden.
Bei der Planung und Ausführung der technischen Gebäudeausrüstung sind die allgemein anerkannten Regeln der Technik einzuhalten. Dazu zählen in erster Linie die entsprechenden Normen und Richtlinien. Allerdings können die darin enthaltenen grundlegenden Forderungen und Vorgaben die hygienisch unbedenkliche Auslegung von Trinkwasser-Installationen in der Praxis erschweren. Wie sich dieser Konflikt etwa bei der Dimensionierung von Rohrleitungen auflösen lässt, erläutert Dr. Christian Schauer.
Um die Kosten für die Instandhaltung der Trinkwasser-Installation zu verringern, wurde in der Münchner Allianz Arena eine Kalkschutzanlage Biocat KS 25D von Watercryst installiert.