Außen wie immer, innen digital: Pritzl Haustechnik und Anlagenbau. Der SHK-Handwerksbetrieb hat sich Schritt für Schritt digitalisiert.
Das Beispiel der Pritz Haustechnik aus Bad Kötzting zeigt, wie Arbeitsprozesse hinterfragt werden, um die entscheidenden Schritte in Richtung Digitalisierung zu gehen. Und zwar Cloudbasiert, um flexibel und ohne Personalaufwand auf neue Anforderungen reagieren zu können. Außerdem wird die Infrastruktur kostengünstig an stetig wachsende Datenmengen angepasst.
Das Handwerksunternehmen „Pritzl Haustechnik und Anlagenbau“ ist ein etablierter Spezialist für Heizung, Sanitär, Klima sowie Nah- und Fernwärme. Der Familienbetrieb aus der Nähe von Bad Kötzting hat sich nicht nur im Krankenhaus-, Schul- und Industrie-Sektor einen hervorragenden Ruf erarbeitet, sondern auch im privaten und gewerblichen Wohnbereich. Als zuverlässiger Partner für Gewerbe, den öffentlichen Sektor und für Hausbesitzer bietet der Fachhandwerksbetrieb ein breites Angebotsspektrum – von der Planung über die Installation bis zur Wartung und Instandhaltung. Für die effiziente Abwicklung der Abläufe im Tagesgeschäft werden die rund 80 Mitarbeiter (davon etwa 20 im Innendienst) durch digitale Lösungen unterstützt.
Bauleiter und Projektleiter arbeiten heute nicht mehr nur auf den Baustellen.
Bild: pds
Digitalisierung der kaufmännischen Abläufe
Das Unternehmen setzt seit den 2000er-Jahren auf Software von PDS und hatte sich 2016 für eine umfassende Digitalisierung der Ablauforganisation entschieden, um die Arbeitsprozesse im Büro und auf der Baustelle übergreifend zu vernetzen. Das Ziel: die Optimierung der Arbeitsabläufe. „Seit 2016 bauen wir die Digitalisierung kontinuierlich aus. Am umfangreichsten waren hier die Abteilungen Finanzbuchhaltung und Lohn, deren Prozesse mittlerweile voll digitalisiert ablaufen. Auch die IDS-Schnittstelle zwischen Einkauf und Großhandel läuft problemlos, ebenso wie die daran angeschlossenen Prozesse der elektronischen Rechnungsprüfung“, sagt Silke Rotter, die bei Pritzl unter anderem für die Optimierung der kaufmännischen Arbeitsabläufe verantwortlich ist. Die Nutzung der Finanzbuchhaltung von PDS beispielsweise ermöglicht ein effizientes kaufmännisches Controlling mit Vollkostenrechnung. Die Prozesse dafür laufen heute vollautomatisiert im Hintergrund ab. Moderne Business-Intelligence-Auswertungen geben dem Pritzl-Team zudem einen umfassenden Einblick über Kennzahlen und Leistung des Unternehmens.
Vernetzung der Service- und Montage-Teams über pds Apps
„Unsere drei Bauleiter und unser Projektleiter arbeiten heute nicht mehr nur auf den Baustellen“, sagt Geschäftsführer Michael Pritzl jun., denn „das Controlling und die Aufmaß-Nacharbeitung finden heute ausschließlich im Büro statt.“ Während die Mitarbeiter im Service bereits seit einigen Jahren mit der Service-App des Softwareanbieters arbeiten, wurden vor kurzem auch die regionalen Montage-Teams bei Pritzl über die App angebunden. „Die Entscheidung, auch die Kleinaufträge im regionalen Bereich zu digitalisieren, hat zur Neustrukturierung der Arbeitsprozesse von Bauleitung und Arbeitsvorbereitung geführt, das sehe ich als klaren Mehrwert. So können wir uns auch den stetigen Entwicklungsprozessen durch die Software anpassen“, sagt Silke Rotter. „Dadurch entsteht im Idealfall Prozessvereinfachung und Beschleunigung. Das hat uns der Schritt, im regionalen Bereich sowohl mit der Mitarbeiter-App als auch mit der Service-App zu arbeiten, gezeigt.“
Es entsteht im Idealfall Prozessvereinfachung und Beschleunigung.
Bild: pds
Auf den Großbaustellen werden die Arbeitszeiten regelmäßig über die Mitarbeiter-App digital erfasst und den Projekten zugeordnet. So ist es möglich, alle steuerlichen Vorgaben und das Baustellen-Controlling automatisiert im Hintergrund laufen zu lassen. Eine umfassende Kontrolle der Daten ist nicht mehr erforderlich.
Cloud-Betrieb für eine flexibel skalierbare IT-Infrastruktur
Mit der intensiveren Nutzung der Software im Laufe der Jahre wuchs auch die Datenmenge stetig an. Darum hat sich das Unternehmen 2023 für den Umstieg auf die PDS-Cloud entschieden. Dies ermöglicht dem Betrieb, stets nach Bedarf Speicherplatz ohne große Kosten und Personalaufwand hinzu zubuchen.
Das jüngste Umsetzungsvorhaben ist die Reorganisation des Workflows für die Eingangsrechnungen und die Angebotserstellung. „Hier stehen uns dann wieder neue Funktionen zur Verfügung. Unser nächstes strategisches Ziel wird sein, die Einführung des Urlaubsworkflows sowie die Möglichkeit, Lohnabrechnungen und Bescheinigungen über die Mitarbeiter-App elektronisch abzurufen“, sagt Silke Rotter. Im weiteren Schritt plant das Unternehmen, sich auch eingehender mit dem Einsatz der Projekt-App zu beschäftigen, um die Projektverwaltung digital zu unterstützen.
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