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SHK NRW: Tarif­ab­schluss bringt Pla­nungs­sicher­heit und Lohn­plus

Der Tarifabschluss über 24 Monate bringt den Betrieben Planungssicherheit und sieht ein moderates Lohnplus für die Beschäftigten vor.

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Der Tarifabschluss über 24 Monate bringt den Betrieben Planungssicherheit und sieht ein moderates Lohnplus für die Beschäftigten vor.

Der Fachverband SHK NRW und die IG Metall haben sich auf einen Tarifabschluss für die SHK-Handwerksbranche in Nordrhein-Westfalen geeinigt. Die Vereinbarung über 24 Monate bringt den Betrieben Planungssicherheit und sieht ein moderates Lohnplus für die Beschäftigten vor.

Nach intensiven Verhandlungen wurde am 10. Februar 2026 eine Einigung über die neuen Tarifbedingungen erzielt. Der Abschluss, der eine Laufzeit von zwei Jahren hat, soll nach Angaben des Verbandes den Betrieben verlässliche Rahmenbedingungen bieten und gleichzeitig die Attraktivität der Branche für Fachkräfte und Nachwuchs stärken.

    

     

Stufenweise Anpassungen bei Löhnen und Leistungen

Die Tarifeinigung sieht eine gestaffelte Anhebung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen vor. Ab dem 1. März 2026 werden die Entgelte für 12 Monate um 2,95 % erhöht. Eine weitere Steigerung um 2,55 % folgt ab März 2027 und gilt ebenfalls für 12 Monate. Damit erstreckt sich die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrags bis zum 29. Februar 2028.

Auch die Auszubildenden profitieren von diesen prozentualen Anhebungen zu den gleichen Stichtagen. Zusätzlich werden die Vermögenswirksamen Leistungen (VWL) ab Januar 2027 auf 40 Euro angehoben, für Auszubildende auf 20 Euro.

Arbeitgeber setzen auf Moderation und Planungssicherheit

Peter Schlüter, Sprecher des Tarifausschusses des Fachverbandes, betonte, dass die Arbeitgeberseite stets den Willen gehabt habe, die Beschäftigten zu unterstützen. Die ursprünglichen Forderungen der IG Metall, die unter anderem 6 % Lohnerhöhung auf 12 Monate und zusätzliche Altersvorsorge umfassten, seien für die Betriebe jedoch nicht akzeptabel gewesen. Das zentrale Anliegen der Arbeitgeber sei es gewesen, eine langfristige Lösung zu finden, die den SHK-Betrieben maximale Kalkulations- und Planungssicherheit biete und eine übermäßige Kostenentwicklung verhindere. Nach Ansicht des Verbandes sei dieses Ziel mit der ausgedehnten Laufzeit bis ins Jahr 2028 erreicht worden.

Aus Sicht des Fachverbandes ist das erzielte Ergebnis mit den über 2 Jahre gestreckten Anhebungen angemessen und moderat. Dies gelte insbesondere unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Umstände und eines eher ungewissen Ausblicks sowie im Vergleich zur allgemeinen Tariflandschaft. Die Tarifpartner erhoffen sich von den höheren Ausbildungsvergütungen zudem einen positiven Effekt bei der Gewinnung von dringend benötigtem Fachkräftenachwuchs.

Die offizielle Bestätigung des Tarifergebnisses wird spätestens Mitte März erwartet, sobald die erzielte Einigung von beiden Seiten gemäß dem üblichen Verfahren endgültig genehmigt wurde. ■
Quelle: Fachverband SHK NRW / fl