Nordwest hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Geschäftsvolumen von 4.654,4 Mio. Euro abgeschlossen und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau (+0,2 %). Zahlen und Hintergründe.
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Auch wenn die Erwartungen im vergangenen Jahr nicht vollständig verwirklicht werden konnten, zeigt sich der Vorstand angesichts des insgesamt herausfordernden konjunkturellen Umfelds zufrieden mit dem Ergebnis. Die Anzahl der Fachhandelspartner entwickelte sich mit einem Anstieg um 69 auf insgesamt 1321 Fachhandelspartner per 31. Dezember 2025 erfreulich. Zudem stellt das Verbundunternehmen insbesondere mit der Großinvestition in die Logistik die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft.
Entwicklung in der 2. Jahreshälfte leicht rückläufig
Während das Geschäftsvolumen in der 1. Jahreshälfte noch einen Zuwachs von 3,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufwies, war die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte mit insgesamt −2,6 % leicht rückläufig. Mit Blick auf die Geschäftsarten zeigte sich das Zentralregulierungs- und Streckengeschäft erneut robust und bestätigte den Vorjahreswert mit einem Plus von 0,7 %. Das Lagergeschäft hingegen entwickelte sich mit −8,7 % deutlich rückläufig und belastete die Gesamtentwicklung. Der Nordwest-Konzern wies für das Geschäftsjahr 2025 ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 7,6 Mio. Euro aus und verfehlte damit das Vorjahresergebnis um 33,7 %. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) belief sich auf 11,0 Mio. Euro und lag damit 33,1 % unter dem Vorjahreswert.
Vorstand Michael Rolf erläutert hierzu: „Maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung hatten insbesondere die rückläufige Entwicklung im Nordwest-eigenen Lagergeschäft, unterjährige Abgänge von Fachhandelspartnern sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur Personalkostenreduzierung und Investitionen in den neuen Logistikstandort.“
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Bereiche entwickeln sich unterschiedlich
Im Geschäftsbereich Stahl stieg das Geschäftsvolumen 2025 auf 1.557,6 Mio. Euro. Das waren 3,2 % mehr als im Vorjahr. Dabei entwickelte sich die zweite Jahreshälfte mit −3,3 % negativ. Die insgesamt noch positive Entwicklung beruhte auf einer höheren Absatzmenge und einem im Jahresdurchschnitt höheren Preisniveau.
Der Geschäftsbereich Haustechnik wuchs auf 342,6 Mio. Euro. Das entsprach einem Plus von 19,0 %. Das Wachstum resultierte insbesondere aus der Akquisition neuer Fachhandelspartner im europäischen Ausland.
Der Geschäftsbereich Bau-Handwerk-Industrie erreichte 1.435,3 Mio. Euro und lag damit 4,4 % unter dem Vorjahr. Innerhalb dieses Bereichs sank Handwerk & Industrie auf 1.003,6 Mio. Euro und damit um 5,1 %. Belastet haben der Verlust eines großen Fachhandelspartners in der ersten Jahreshälfte 2025 sowie die anhaltend schwache konjunkturelle Entwicklung bei Industrie- und baunaher Kundschaft. Im Geschäftsbereich Bau verfehlte Nordwest den Vorjahreswert um 2,8 %.
Der Bereich TeamFaktor/Services kam auf 1.318,9 Mio. Euro und lag 2,0 % unter dem Vorjahr.
Die Zahl der Fachhandelspartner stieg 2025 um 69 auf 1321. Dahinter standen 119 Zugänge und 50 Abgänge. Zu den strategischen Schwerpunkten zählen weiterhin die Neuausrichtung der Logistik am Standort Alsfeld, die Weiterentwicklung der Exklusivmarke Tecwerk und der Ausbau von Finanzdienstleistungen.
Für 2026 erwartet Nordwest ein leicht verbessertes, aber weiter herausforderndes Marktumfeld. ■
Quelle: Nordwest / ml