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Brennstoff-Betrug

Warnung vor Pellet-Fakeshops

Fake Shop online

kebox - stock.adobe.com

Fake Shop online

Die Verbraucherzentralen und der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks BW (LIV) warnen vor betrügerischen Fakeshops, die Pellets zu extrem niedrigen Preisen anbieten – und nie liefern.

Der Winter zeigt sich kälter als gedacht – viele Menschen in müssen kurzfristig Brennstoffe nachkaufen. Besonders Holzpellets sind gefragt: Die Nachfrage ist im Januar sprunghaft angestiegen – ebenso wie die Preise. Doch wer jetzt im Internet nach günstigen Angeboten sucht, sollte vorsichtig sein.

„Gerade Pellet-Sackware ist eine beliebte Masche für Fakeshops“, erklärt Volker Jobst, Pressesprecher des LIV. Im Gegensatz zu Heizöl oder losen Pellets, die in der Regel erst bei Lieferung bezahlt werden, ist bei Sackware der Onlinekauf üblich – das machen sich Betrüger zunutze. Die Ware wird angeblich versandkostenfrei auf Paletten geliefert. „Doch wer bestellt und per Vorkasse zahlt, bekommt keine Pellets und sieht auch sein Geld nicht wieder“, so Jobst.

Zu günstig, um wahr zu sein

Der durchschnittliche Marktpreis für Pellet-Sackware liegt in Thüringen derzeit bei rund 430 Euro pro Tonne. Doch im Netz locken angebliche Händler teilweise mit Preisen von 170 oder 180 Euro. „Da sollte ich mich fragen, warum diese Anbieter so viel günstiger sind als alle anderen“, sagt Volker Jobst. Seriöse Händler bieten zudem mehrere Zahlungsmethoden an – etwa Rechnungskauf oder Bezahloptionen mit Käuferschutz. „Wenn ein Anbieter nur Vorkasse akzeptiert, sollten alle Alarmglocken schrillen“, warnt der Schornsteinfeger.

So erkennen Sie Fakeshops

Bei vielen dieser Shops fehlt ein korrektes Impressum – oder die Angaben wie Adressen und Telefonnummern sind frei erfunden. Beim Kundenservice herrscht meist Funkstille oder sie führen zu Sprachdiensten, die nichts mit dem Shop zu tun haben. Auffällig sind zudem einseitige Bewertungen – übertriebene Lobeshymnen oder gleichlautende Kommentare deuten auf Manipulation hin.

Der Fakeshop-Finder hilft weiter

Wer sich nicht sicher ist, sollte vor der Bestellung den kostenlosen Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen nutzen. Mit wenigen Klicks lässt sich dort prüfen, ob ein Online-Shop vertrauenswürdig ist. „Gerade in der Heizsaison, wenn es schnell gehen muss, geraten viele in die Falle. Doch es lohnt sich, genau hinzusehen – sonst bleibt es nicht nur kalt, sondern wird auch teuer“, betont Volker Jobst. ■
Quelle: LIV Ulm / ml

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