In den Hallen A1, A4, B2, B5, B7 und einem Teilbereich der Halle B6 wird erlebbar, wie vernetzte und intelligente Gebäudetechnik heute und künftig zusammenspielt. Zahlreiche präsentieren Lösungen, die Gebäudetechnik, Energieversorgung und digitale Steuerung miteinander verbinden. Von intelligenter Gebäudeautomation und Energiemanagement bis hin zu vernetzten Anwendungen, die Energie effizienter nutzen, Abläufe automatisieren, variable Stromtarife intelligent einbinden und den Komfort erhöhen, erhalten Fachbesuchende einen umfassenden Einblick in die Technologien, die das Gebäude von morgen prägen. Die vorgestellten Technologien treffen auf einen erheblichen Modernisierungs- und Anpassungsbedarf im Gebäudesektor. Im Neubau rückt die systemübergreifende Planung technischer Anlagen immer stärker in den Fokus
Regulierung als Treiber der Transformation
Hinzu kommen neue gesetzliche Vorgaben, die sich unmittelbar auf die Planung und den Betrieb moderner Gebäude auswirken. Beispielsweise regelt § 14a EnWG die netzorientierte Steuerung steuerbarer Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen und Ladeeinrichtungen und macht deren Einbindung in intelligente Energiemanagementsysteme zunehmend relevant.
Ergänzend machen die neuen kostenfreien „Daily Guided Tours“ die vorgestellten Technologien und ihr Zusammenspiel vor Ort erlebbar. An allen drei Messetagen finden jeweils zweimal täglich Führungen zu den Themen „Vernetzte Energie- und Wärmesysteme“, geleitet von Christian Borchardt (SHK Hamburg), sowie „Das E-Haus: Digitalisierung, KI und Smart Home zum Anfassen“, geleitet von Klaus Ott und Marco Koyne (NFE Norddeutscher Fachverband Elektro- und Informationstechnik e. V.) statt.
Die zunehmende Vernetzung von Elektroinstallation und Hauswärmetechnik steht auch im Mittelpunkt des erstmals gemeinsam ausgerichteten Forums Elektro+ und Wärme+. Die beiden Initiativen bündeln dort gemeinsam mit ihren Partnern aus Industrie und Handwerk sowie der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e. V. ihre Expertise. Im Mittelpunkt des Bühnenprogramms steht die Frage, wie Elektroinstallation und Hauswärmetechnik zu einem vernetzten Gesamtsystem zusammenwachsen und welche Anforderungen sich daraus für Planung, Modernisierung und Betrieb von Gebäuden ergeben.
Innovationen für die moderne Badgestaltung
In Halle B6 präsentieren renommierte Hersteller ihre neuesten Produkte und Konzepte für die Badgestaltung. Dabei wird deutlich, wie sich innovative Sanitärtechnik, moderne Dusch-WCs, intelligente Installationssysteme, hochwertige Armaturen, stilvolle Badmöbel sowie kreative Material- und Farbkonzepte zu durchdachten Badwelten verbinden. Zu den Ausstellenden zählen unter anderem Geberit und Toto, die aktuelle Entwicklungen rund um Hygiene, Komfort und moderne Sanitärtechnik zeigen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung von Spül- und Duschsystemen sowie auf flexiblen Installationslösungen, die sich an unterschiedliche bauliche und gestalterische Anforderungen anpassen lassen.
Ein weiterer Schwerpunkt sind zukunftsfähige Badkonzepte, die auf die Anforderungen einer älter werdenden Gesellschaft ausgerichtet sind. Der Bedarf an altersgerechten Lösungen wächst: Nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes wird bereits 2035 jede vierte Person in Deutschland 67 Jahre oder älter sein. 2024 war es noch jede fünfte Person. Bis Ende der 2030er-Jahre steigt die Zahl der Menschen ab 67 Jahren zudem um vier bis fünf Millionen auf mindestens 20,5 Millionen.
Barrierearme Bäder: Flexible Konzepte für den Wohnungsbestand
Für die Modernisierung bestehender Badezimmer zeigen zahlreiche Hersteller, darunter Geberit, Tece, Hansgrohe, Schell, Grohe, Hansa und Viega, intelligente Ausstattungs- und Gestaltungselemente, mit denen sich Bäder flexibel an veränderte Lebenssituationen anpassen lassen. Dazu gehören barrierearme Konzepte, bodengleiche Duschen, ergonomisch gestaltete Armaturen und flexible Installationssysteme, die eine langfristige Nutzung ermöglichen. Ergänzt werden diese Ansätze durch intuitive Bedienkonzepte, komfortable Duschsysteme und weitere Ausstattungsdetails, die Sicherheit und Selbstständigkeit im Bad unterstützen.
Wie sich barrierearme und altersgerechte Badkonzepte in der Praxis umsetzen lassen, zeigt die Daily Guided Tour „Bad der Zukunft: Barrierefrei & Intelligent“, geführt von Beraterin und Architektin Antje Voss vom Verein Barrierefrei Leben e. V.. An allen drei Messetagen finden jeweils zwei Touren statt und geben Einblicke in zeitgemäße Lösungen und innovative Ansätze für die Gestaltung zukunftsfähiger Bäder. Die Möglichkeit zur Anmeldung und weitere Informationen finden interessierte Fachbesucherinnen und -besucher GET Nord Webseite.
Digitale Zukunft für das SHK-Handwerk
Neben innovativen Produkten, nachhaltigen Konzepten und zukunftsfähigen Lösungen für die Badgestaltung rückt auf der GET Nord 2026 auch die digitale Weiterentwicklung des SHK-Handwerks in den Fokus. Denn moderne Bäder entstehen nicht nur durch technische Innovationen und hochwertiges Design, sondern zunehmend auch durch effiziente digitale Prozesse in Planung, Koordination und Umsetzung. In Halle B2 EG präsentiert der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) das Forschungsprojekt Construct-X und zeigt, wie digitale Vernetzung die Arbeit im SHK-Handwerk künftig unterstützen kann.
Ziel des Projekts ist es, den sicheren und effizienten Austausch von Daten entlang der Bau- und Sanierungskette zu ermöglichen und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten zu verbessern. Für SHK-Betriebe bietet Construct-X konkrete Vorteile: Digitale Prozesse erleichtern und beschleunigen Planung und Ausführung, verbessern Schnittstellen und reduzieren den Verwaltungsaufwand. Damit unterstützt das Projekt das Fachhandwerk dabei, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und die Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend digitalisierten Branche langfristig zu sichern.