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Sanitärtechnik

Bodenentwässerung: Antworten auf die häufigsten Fragen

Entwässerungslösungen im Bodenbereich müssen sach- und fachgerecht geplant und ausgeführt werden, um eine optimale Funktionsweise über einen langen Zeitraum gewährleisten zu können.

Aschl / 1A Edelstahl

Entwässerungslösungen im Bodenbereich müssen sach- und fachgerecht geplant und ausgeführt werden, um eine optimale Funktionsweise über einen langen Zeitraum gewährleisten zu können.

Mario Kokot von Aschl bekommt in Schulungen und Beratungen immer wieder die gleichen Fragen rund um Bodenentwässerung gestellt. Hier einige Antworten.

Fachhandwerker stoßen in ihrem Alltag nicht selten auf schwierige Rahmenbedingungen und einige Herausforderungen, wenn es um die Planung und Ausführung von Entwässerungslösungen im Bodenbereich geht. Um eine optimale Funktionsweise über einen langen Zeitraum gewährleisten zu können, müssen geeignete Produkte sorgsam ausgewählt sowie sach- und fachgerecht installiert werden. Dies gilt für Neubauten wie Sanierungen im Bestand gleichermaßen.

Was sollte bei der Planung und Installation der Entwässerungstechnik speziell in der Sanierung beachtet werden?

Bei Sanierungen handelt es sich meist um bestehende, ältere Gebäude, die in der Regel über sehr geringe Bodenaufbauten verfügen. Daher sind vor allem Entwässerungslösungen mit einer geringen Aufbauhöhe gefragt. Obwohl wenig Bodenaufbau zur Verfügung steht, soll die Lösung zudem alle gewünschten Kriterien, wie zum Beispiel eine hohe Ablaufleistung und eine hohe Belastbarkeit, erfüllen.

Außerdem punkten hier vor allem Systeme, die sich auch in der Sanierung einfach und passgenau installieren lassen. Dazu gehört beispielsweise der Bodenablauf Eurosink Junior Slimline von Aschl, der eine sehr flache Bauweise mit einer Gesamteinbauhöhe von nur 120 mm besitzt und aus robustem Edelstahl besteht.

Wie lassen sich beim Einbau von Rinnensystemen Spannungsrisse in der Bausubstanz während der Estrichtrocknung vermeiden?

Es ist üblich, dass Rinnensysteme und Bodenabläufe auf der Baustelle miteinander verschweißt werden. Nach dem Einbringen des Estrichs oder Betons können sich die Rinnen nicht mehr bewegen, da es sich um ein starres (Edelstahl-)Konstrukt handelt.

Schraubbare oder gesteckte Systeme hingegen können die Bewegung während des Trocknungsvorganges aufnehmen und ausgleichen. Dadurch verhindern sie Spannungsrisse in der Bausubstanz. Zudem entfällt durch die verschraubbare Modulbauweise das aufwendige Schweißen auf der Baustelle. Empfehlenswert sind gesteckte bzw. schraubbare Baukastensysteme aus Edelstahl, die zudem über hochwertige EPDM-Dichtungen für eine Lebensdauer von mehr als 70 Jahren verfügen.

Undicht gewordene Entwässerungsrinnen können das Gebäude geschossübergreifend schädigen. Wie kann hier vorgebeugt werden?

Herkömmliche Entwässerungs- oder Parkdeckrinnen sind nicht immer dicht. Wasser sickert in den Bodenaufbau und kann hohe Sanierungskosten verursachen. Deshalb sollte Wert auf eine qualitativ hochwertige Entwässerungstechnik aus Edelstahl gelegt werden.

Es gibt Lösungen, die zusätzliche Drainage­löcher besitzen, die die obere Dichtebene entwässern. Ein verschweißter Anschlussflansch sorgt zudem für eine maximale Verkrallung mit dem Bodenbelag. Somit kann sich im Bodenaufbau keine Stau- oder Sickernässe mehr bilden, sodass Schäden an der Bausubstanz vermieden werden.

Auf welche Faktoren muss man bei einer Entwässerung im Lebensmittelbereich achten?

Die Schlagwörter „Hygiene“ und „Reinigung“ sind in der Lebensmittelverarbeitung oberstes Gebot. Deshalb sollte auch die Entwässerungstechnik ­diese hohen Hygienestandards erfüllen. Rinnen und Bodenabläufe inkl. Abdeckungsvarianten sollten totraumfrei konstruiert sein, das heißt ohne Ecken und Kanten, wo sich Schmutz und Keime ansammeln könnten. Außerdem sorgt ein integriertes Rinnengefälle für eine sichere Wasser­abfuhr.

Insbesondere im Lebensmittelbereich sollte sich die gesamte Entwässerungstechnik leicht reinigen lassen. Mittels eines herausnehmbaren Schmutzfangkorbs in Bodenabläufen können Feststoffe kontrolliert gesammelt und entsorgt werden. Als Werkstoff bietet sich auch hier Edelstahl an, eines der hygienischsten Materialien. Je nach Lebensmittelbetrieb gibt es zusätzlich Vorschriften zur Edelstahl-Werkstoffgüte oder zur Belastungsklasse der Entwässerungstechnik.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus „Die häufigsten Fragen und Antworten zum Thema Bodenentwässerung“ in der SBZ 02-2024. Im kompletten Beitrag erfahren Sie, wie sich verschmutzte Bereiche im Rinnenkörper einer Schlitzrinne einfach und effizient reinigen lassen, für welche Einsatzgebiete sich die Werkstoffgüte Edelstahl V4A dringend empfiehlt und welchen Gewichtsbelastungen Entwässerungstechnik standhalten muss.

Mario Kokot
ist Vertriebsleiter bei der 1A Edelstahl GmbH (Aschl).

Aschl / 1A Edelstahl