Die SHK Innung Karlsruhe-Bruchsal hat am 23. April 2026 die WERK.bank, ein neues Schulungs- und Kompetenzzentrum, in der Karlsruher Oststadt eröffnet. Das Zentrum versteht sich als Ergänzung zu den Berufsfachschulen und will Fachkräften der SHK-Branche praxisnahe und flexible Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten.
Die WERK.bank sei eine Ergänzung zu den Berufsfachschulen, keine Konkurrenzorganisation, sagte Frank Zöller, Obermeister der SHK Innung Karlsruhe-Bruchsal, bei der Eröffnung. Er betonte die Flexibilität des neuen Zentrums: „Da wir nicht an starre Lehrpläne oder Kursangebote gebunden sind, können wir schnell und flexibel auf jeglichen Bedarf reagieren.“ Auf rund 1000 m2 wurden Seminar- und Technikräume eingerichtet, ergänzt durch einen Küchenbereich mit Lounge-Charakter.
Björn Vilcens
Das Zentrum wurde von der SHK Fördergesellschaft mittlerer Oberrhein mbH konzipiert, die auch als Trägerin fungiert. Claudia Zimmerling, Geschäftsführerin der Innung und der Fördergesellschaft, erklärte: „In Zukunft werden hier das ganze Jahr über zahlreiche Kurse und Workshops angeboten, die sich an Auszubildende, Gesellen, Techniker und Meister richten.“
Das Angebot startet mit einem Prüfungsvorbereitungskurs für die Gesellenprüfung Teil 1 im Mai, gefolgt von Prüfungen im Juni. Zudem sind weitere Veranstaltungen geplant, darunter Ersthelferkurse für die Baustelle, die Freisprechungsfeier für Gesellen, Vorträge zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz sowie Qualifizierungskurse für Techniker und Meister.
Praxisnähe und Lernumgebung
Zöller hob die Bedeutung der WERK.bank für die Branche hervor: „Die Mitarbeitenden in unserer Branche müssen immer auf dem neuesten Stand der Technik und der gesetzlichen Vorgaben sein, mit der WERK.bank können wir das sicherstellen.“ Er ergänzte, dass Seminare zeitnah, praxisnah und flexibel abgehalten werden können, unterstützt durch ein Netzwerk von Referenten und Experten.
Die Umbauphase des Gebäudes in der Seubertstraße 8 dauerte knapp zwei Jahre. Zimmerling betonte, dass bewusst eine Atmosphäre fernab steriler Schulräume geschaffen wurde: „Es war uns wichtig, dass keine sterile Schulatmosphäre herrscht. Die Leute sollen sich bei ihrer beruflichen und auch persönlichen Weiterentwicklung gut aufgehoben fühlen, fast wie in einem Wohnzimmer.“ Dazu tragen farbenfroh gestaltete Wände mit motivierenden Zitaten und kleine Rückzugsinseln bei.
Björn Vilcens
Öffnung für gewerkübergreifende Nutzung
Aeneas Kleiner, Vorstandsmitglied der Innung, wies darauf hin, dass die WERK.bank perspektivisch auch anderen Marktteilnehmern offenstehen soll: „Das können betriebseigene Schulungen sein oder die Vorstellung neuester technischer Errungenschaften und ihr Handling.“ Peter Haas, Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstags, lobte das Konzept: „Sie haben hier ein tolles Konzept auf die Beine gestellt. Das gesamte Handwerk braucht genau solche Impulse!“ Zimmerling unterstrich abschließend den Netzwerkcharakter: „Für uns zählt der Netzwerkcharakter, wir gucken gerne über unseren Tellerrand, nur so können wir gemeinsam etwas bewegen.“ ■
Quelle: SHK Innung Karlsruhe-Bruchsal / fl