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dena-Gebäudereport

Wärmepumpen und Bat­te­rie­spei­cher trei­ben Ge­bäu­de­wen­de an

Brebca - stock.adobe.com

Das Update des dena-Gebäudereports 2026 vom 16. September 2026 beleuchtet die Fortschritte der Gebäudewende in Deutschland. Die Analyse der Deutschen Energie-Agentur (dena) zeigt, dass sich die einzelnen Marktsegmente unterschiedlich entwickeln.

Im Bereich der Wärmeversorgung von Neubauten setzt sich der Umstieg auf erneuerbare Energien fort, während die Entwicklung im Gebäudebestand langsamer verläuft. Der Ausbau von Gebäudesolaranlagen verliert an Dynamik, wohingegen Batteriespeicher ein starkes Wachstum verzeichnen.

Neubau als Vorreiter, Bestand mit Nachholbedarf

Die Zahlen des Reports verdeutlichen, dass im Neubau der Wandel bei der Wärmeversorgung deutlich sichtbar ist. Im Jahr 2025 entfielen in fertiggestellten Wohngebäuden bereits über 89 % der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien, Strom und Fernwärme. Im Vergleich dazu lag dieser Anteil im Jahr 2024 bei rund 85 %. Die Wärmepumpe war im vergangenen Jahr mit einem Anteil von knapp 74 % der wichtigste Treiber dieser Entwicklung. Gasheizungen erreichten im Neubau mit rund 11 % einen historischen Tiefstand.

Im bestehenden Gebäudepark vollzieht sich der Wandel langsamer. Gasheizungen dominieren den Wohnungsbestand weiterhin deutlich. Ihr Anteil sank im Jahr 2025 von 56,2 auf 56,1 %, nachdem er in den Vorjahren kontinuierlich gestiegen war. Der Anteil der Wärmepumpen im Bestand erhöhte sich 2025 gegenüber dem Vorjahr um 5 %. Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung, betont: „Im Neubau ist der Umstieg auf moderne, klimafreundliche Heizsysteme Standard. Bei Bestandgebäuden muss das Tempo erhöht werden.“ Sie äußert die Hoffnung, dass dieser Trend auch bei der Gebäudeeffizienz, der Dämmung und dem Fenstertausch bald sichtbar wird.

Wärmepumpen dominieren den Heizungsmarkt

Aktuelle Verkaufszahlen für Heizungsanlagen bestätigen den Trend zur Wärmepumpe. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 194.500 Wärmepumpen verkauft, was einem Plus von 40 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Absatz von Gasheizungen lag bei 134.000 Geräten und damit ein Prozent über dem Vorjahreswert. Bereits im Jahr 2025 war die Wärmepumpe mit rund 299.000 Anlagen das meistverkaufte Heizsystem in Deutschland. Ihr Marktanteil stieg von 48 % im Jahr 2025 auf 55 % im ersten Halbjahr 2026.

Gebäudesolar gebremst, Batteriespeicher stark im Aufwind

Beim Gebäudesolarausbau zeigt der Updatebericht ein gemischtes Bild. Der Zubau von Solaranlagen sank im ersten Halbjahr 2026 um 17 %. Trotz dieses Rückgangs bleibt der Zubau auf einem hohen Niveau; insgesamt wurde die Marke von rund 80 GW Gebäudesolar erreicht. Die dena führt den Rückgang auf geänderte Rahmenbedingungen im Solarspitzengesetz und Förderunsicherheiten zurück.

Deutlich positiver entwickelt sich der Bereich der Batteriespeicher. Im Juli 2026 wurden die Marken von 30 GWh Speicherkapazität und rund 2,6 Mio. Geräten erreicht. Pro Monat kommen aktuell etwa 47.400 neue Speicher hinzu. Besonders stark wächst das Segment der Großbatteriespeicher. Der Großteil der installierten Speicherkapazität, rund 24 GWh, entfällt jedoch auf Heimspeicher in Wohngebäuden. Der Speichermarkt wächst seit über einem Jahr schneller als der Solarmarkt, was die zunehmende Bedeutung von Flexibilität und Eigenverbrauch für die Energiewende im Gebäudesektor unterstreicht.

→ Gebäudereport 2026 Update September

dena fordert verlässliche Rahmenbedingungen

Laut Enders ist es entscheidend, die Regelungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes und die neuen BEG-Förderbedingungen verständlich zu vermitteln und Eigentümerinnen sowie Eigentümern Planungssicherheit für Investitionen zu geben. Die Rahmenbedingungen müssen langfristig verlässlich bleiben. Die Gebäudewende muss künftig stärker als Technologie-Mix gedacht werden, wobei die Digitalisierung eine verbindende Rolle spielt. Ein forcierter Smart Meter-Ausbau kann neue digitale Geschäftsmodelle ermöglichen, die den Umbau des Gebäudebestands vorantreiben. ■
Quelle: dena / fl