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Klimawende

Duravit: Bis 2045 vollständig klimaneutral handeln

Als tief in der Region verwurzeltes und dennoch global agierendes Unternehmen fühlt sich Duravit dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet: „Ich sehe beim Thema Nachhaltigkeit unsere gesamte Gesellschaft in der Verantwortung und das schließt auch Unternehmen wie Duravit ausdrücklich mit ein“, so Duravit CEO Stephan Tahy. Dabei ist der eigene Anspruch des Familienunternehmens aus dem Schwarzwald, möglichst wenig auf die Kompensation von CO2-Emissionen zurückzugreifen.

So will Duravit komplett klimaneutral werden

Robert Kneschke – stock.adobe.com

Ressourcen- , Rohstoffverbrauch und Emissionen vermindern

Das Unternehmen arbeitet beständig daran, den Ressourcen- und Rohstoffverbrauch ebenso wie die Emissionen so gering wie möglich zu halten. Zum umfangreichen Maßnahmenpaket gehört unter anderem, dass die Produktion in Hornberg schon heute ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien einsetzt. Weiterhin senken zum Teil unternehmenseigene Lösungen den Energie- und Ressourcenbedarf im Produktionsprozess, Abwärme wird konsequent genutzt und Wasser aufbereitet. PEFC zertifizierte Möbelproduktion im Sinne der nachhaltigen Waldbewirtschaftung sowie die „Local for Locals“-Produktion für geringere Transportwege ergänzen das Maßnahmenportfolio.

Keramikproduktion muss sich grundlegend verändern

Weil das dem Traditionsunternehmen nicht ausreicht, hat der Vorstand eine auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit führende Unternehmensberatung ins Haus geholt, um mit ihr die Möglichkeiten zur Erreichung der Klimaneutralität zu erarbeiten. Denn unter Aspekten der Nachhaltigkeit sprechen viele Gründe für Keramik: Das seit Jahrtausenden verwendete Material wird aus natürlichen Rohstoffen hergestellt und zeichnet sich durch besondere Langlebigkeit aus.

Doch die Herausforderungen, vor denen das Unternehmen steht, sind groß. Das weiß auch Stephan Tahy: „Unser Herzstück, die Keramikproduktion, ist ein sehr energie-intensives Geschäft. Und auch wenn der Weg lang sein wird, wollen wir unsere Klima-Mission unbedingt schaffen – nicht nur für uns, sondern vor allem für die nächsten Generationen.“ Um die ehrgeizigen Klimaziele von Duravit weltweit Realität werden zu lassen, sei ein disruptiver Wandel in der Keramikproduktion notwendig.

Ein wichtiger Meilenstein für das Unternehmen ist dabei die CO2-Reduktion um 20 % bis 2030 im Vergleich zu 2019. Duravit ist fest entschlossen, seine Mission zu realisieren. „Wir sind dabei alles Gegebene zu hinterfragen und zu investieren, um neue Wege für eine nachhaltige Zukunft zu finden und umzusetzen“, bekräftigt Tahy.

Von fossilen Brennstoffen unabhängig werden

Mögliche Maßnahmen, wie der weltweite Strombezug aus erneuerbaren Energien sowie die Beimischung von Sauerstoff und grünem Wasserstoff, um Emissionen zu reduzieren, aber auch der Betrieb elektrischer Öfen mit grünem Strom werden aktuell geprüft und bewertet. Tahy ordnet ein: „Die Abkehr von fossilen Brennstoffen ist aktuell nicht nur ein ökologisches Thema, sondern eben auch eine bewusste politische Entscheidung, wie es auch schon unser Finanzminister sagte: ‚Erneuerbare Energien lösen uns von Abhängigkeiten. Erneuerbare Energien sind deshalb Freiheitsenergien‘“. Darüber hinaus befasst sich Duravit mit dem erhöhten Einsatz von recyceltem Material und initiiert Studien, um CO2-Emissionen lokal zu binden – nur ein Ausschnitt aus dem Nachhaltigkeitspaket, das Duravit stetig auf den Prüfstand stellt und ergänzt.

Maßnahmen regelmäßig überprüfen

Die Klima-Mission ist ein Baustein der übergeordneten Nachhaltigkeitsstrategie von Duravit, die sich an den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen orientiert. Neben den klimarelevanten Maßnahmen bilden die Tätigkeitsfelder „Wasser“, „Ressourcen“ und „Menschen“ deren Kern. In regelmäßigen Abständen überprüft Duravit die eingeleiteten Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit, passt an, baut aus und ergänzt, wo es sinnvoll erscheint. „Es ist wichtig, dass wir eine Kultur des Lernens leben, in der Fehler passieren können. Aber wir lernen, uns zu verbessern, um unsere Ziele zu erreichen. Die Zusammenarbeit im Team stellt hierbei den Schlüssel dar“, so Tahy. Für den Duravit CEO ist klar, dass das nachhaltige und seit Jahrtausenden bewährte Material Keramik auch in einer klimaneutralen Zukunft seinen Platz hat.  ■