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INITIAL

Selbst gewaschen, falsch ­gewaschen

Drei von vier Deutschen reinigen ihre Berufskleidung in der heimischen Waschmaschine – und zwar fast immer falsch (61 %). Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie im Auftrag von Initial und der European Textile Service Association ETSA. Dabei wurden rund 1200 Träger von Berufskleidung zu ihren Waschgewohnheiten befragt.

Danach waschen Arbeitnehmer ihre Berufskleidung einmal pro Woche in der heimischen Waschmaschine bei durchschnittlich 50 Grad Celsius mit handelsüblichen Waschmitteln. Bis zu 14 verschiedene Berufsbekleidungsteile landen je Waschgang in der Trommel – gemischt mit der Freizeitkleidung. Nur 39 % der Befragten trennen vor dem Waschgang ihre Arbeits- von der Freizeitkleidung. Weil herkömmliche Waschmittel nicht geeignet sind, industrielle Schmierfette, Öle, Ruße, Metallabrieb, Bitumen oder andere hartnäckige Substanzen aus der Kleidung zu entfernen, werden arbeitstypische Verschmutzungen nicht vollständig beseitigt. Auch die Waschmaschine selbst nimmt Schaden: Trommel, Pumpe, Schläuche und andere Funktionsteile werden mit dem Schmutz aus der Arbeitskleidung beschmiert. Dieser Schmutz löst sich mit jedem Waschgang und verunreinigt weiter die Arbeits- und Freizeitkleidung.

Dass das nicht allein ein optisches Problem ist, zeigt der Blick auf die persönliche Schutzausrüstung. Neun von zehn Arbeitern waschen diese streng genormte und gesetzlich regulierte Berufskleidung ebenfalls in der eigenen Waschmaschine – und gehen damit ein hohes Risiko ein. Eine fachmännische Kontrolle auf entflammbare Rückstände, die in der Kleidung verblieben sein könnten, auf Faserschäden, möglichen Waschschrumpf oder einen intakten Isolations- bzw. Ableitschutz findet nicht statt. Ein dauerhafter normgerechter Schutz der Kleidung, für den der Arbeitgeber gesetzlich haftet, kann nicht mehr sichergestellt werden. So können z.B. durch porös gewordenes Gewebe, geschrumpfte Hosenbeine oder eingelaufene Nähte Gefahrstoffe an die Haut gelangen und Verletzungen verursachen.

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