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Förderprojekt

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Der Fachkräftemangel im Handwerk, Handel und Dienstleistungsbereich hat sich in den letzten Jahren zum Teil drastisch verschärft. Vor diesem Hintergrund erhielt das Dienstleistungszentrum Handwerk in Ludwigshafen vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz den Auftrag zur Erstellung eines Konzeptes, die Betriebe bei der Lösung ihrer Fachkräfteprobleme praxisorientiert zu unterstützen.

Schwerpunkt wurde eine branchenspezifische Betriebsberatung in deren Verlauf der individuelle Fachkräftebedarf der Unternehmen ermittelt und geklärt wird, ob dieser durch Qualifizierungen der Mitarbeiter oder Umstrukturierungen von Arbeitsplätzen gedeckt werden kann. Dann wird ein individueller Handlungsplan erstellt. Im Rahmen des Pilotprojektes hat das Dienstleistungszentrum Handwerk den Auftrag, 200 kleine und mittelständische Betriebe zu beraten. Bisher haben 70 Unternehmen diese Option genutzt.

Einer der ersten Betriebe war die Willer Sanitär + Heizung GmbH in Ludwigshafen. Der im Jahr 1890 gegründete Handwerksbetrieb beschäftigt derzeit 65 Mitarbeiter und 7 Auszubildende und ist im Installateur- und Heizungsbauerhandwerk mit einem breit gefächerten Tätigkeitsfeld aufgestellt. Doch auch dieser Betrieb leidet enorm unter dem Fachkräftemangel und zeigte sich deshalb für das Projekt „Zukunftsoption Fachkraft“ sehr aufgeschlossen. Firmenchefin Ragild Willer bemängelte, dass die Qualität der Bewerber für zu besetzende Stellen immer schlechter werde und lobte die Betriebsberater des Dienstleistungszentrums Handwerk.

Während seines Besuches bei der Firma Willer machte sich Minister Alexander Schweitzer vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz vor Ort ein Bild über die Umsetzung dieser Pilotinitiative. Schweitzers Ministerium und die Landesregierung Rheinland-Pfalz schätzen das Dienstleistungszentrum Handwerk seit langen Jahren als Partner und waren sofort überzeugt von Hauptgeschäftsführer Rainer Lunks Projektidee zur ­Bekämpfung des Fachkräftemangels. Es sei wichtig, mit neuen Ideen und innovativen Konzepten der aktuellen Situation am Arbeits- und Ausbildungsmarkt entgegen zu treten. Lunk zog für diese Beratungsinitiative ebenfalls ein durchweg positives Fazit. Auch bei Betrieben, die dem Projekt zunächst skeptisch gegenüber standen, da sie negative Erfahrungen mit Betriebsberatern gemacht hatten, sei der Funke übergesprungen. Letztlich sei die vorliegende Konzeption für alle Betriebe in Rheinland-Pfalz anwendbar.