Bei der Erfassung von thermischer Energie in Fernwärmenetzen oder komplexen Industrieanlagen entscheiden oft Nuancen über die Effizienz des Gesamtsystems. Der Multical® 603 adressiert diese Herausforderungen durch ein technisches Design, das konsequent auf Langlebigkeit und geringe Betriebskosten (Total Cost of Ownership) ausgelegt ist.
Ultraschall-Technologie: Wartungsfrei und präzise
Das Herzstück des Systems ist das Ultraschall-Laufzeitverfahren. Im Gegensatz zu mechanischen Zählern verzichtet der Typ K6 vollständig auf bewegliche Teile im Strömungskanal. Die Vorteile für den Betreiber sind zweierlei: Zum einen ist das System nahezu immun gegen Schmutzpartikel und Ablagerungen im Heizungswasser. Zum anderen sorgt die strömungsoptimierte Messstrecke für einen äußerst geringen Druckverlust. Dies entlastet die Umwälzpumpen und führt zu einer spürbaren Reduzierung der Energiekosten im Anlagenbetrieb.
Modularität als Antwort auf die Digitalisierung
Die eigentliche Stärke des robusten Rechenwerks liegt jedoch in seiner Anpassungsfähigkeit. Die fortschreitende Digitalisierung der Energiewirtschaft erfordert flexible Schnittstellen für das Smart Metering und die Gebäudeleittechnik (GLT). Hier punktet der Multical® 603 mit einer Vielzahl an Kommunikationsoptionen:
- Klassische Fernauslesung: Über M-Bus oder Wireless M-Bus (OMS) lassen sich Verbrauchsdaten rechtssicher und effizient für die Abrechnung erfassen.
- Systemintegration: Für die direkte Einbindung in die Automation stehen Protokolle wie Modbus und BACnet zur Verfügung.
- Zukunftssicherheit: Durch innovative IoT-Lösungen wie LoRaWAN oder NB-IoT können Zählerdaten auch über weite Distanzen oder aus schwierigen Empfangslagen (z. B. tiefe Kellerbereiche) in Cloud-Systeme übertragen werden.
Investitionsschutz durch Nachrüstbarkeit
Besonders hervorzuheben ist die einfache Inbetriebnahme und Wartung. Die meisten Kommunikationsmodule und Spannungsversorgungen sind nachrüstbar. Dies bietet Planern und Installateuren eine hohe Flexibilität: Anlagen können heute installiert und morgen problemlos an neue infrastrukturelle Anforderungen angepasst werden, ohne den kompletten Zähler austauschen zu müssen.
Fazit: ein Allrounder für die Haustechnik und Industrie. Er kombiniert mechanische Robustheit mit modernster Digitalisierung und bietet damit eine zukunftssichere Lösung für die präzise Erfassung von Wärme- und Kälteenergie.
Ein Anwendungsbeispiel einer größeren Heizzentrale:
In einer kommunalen Heizzentrale mit offenem Speicher und geringem Anlagendruck (1,4 bar) verursachte die Kavitation an einem 5 Meter hoch installierten Ultraschall-Wärmezähler Messausfälle, da Luftblasen das Schallsignal störten.
HERZ Messtechnik löste dieses Problem durch den Umbau auf magnetisch-induktive Volumenmessteile (MID), die aufgrund des Faraday’schen Induktionsgesetzes unempfindlich gegenüber Ausgasungen sind und eine zuverlässige Wärmemessung gewährleisten.
Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Website der HERZ Messtechnik Memmingen https://herz-messtechnik.shop/#34