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Revolutionärer Quantensprung

Erst Anfang des Jahres wurde Egon Renfordt-Sasse zum Leiter des neuen Konzernbereichs und Mitglied der Konzernleitung ernannt. Im Rahmen der Akquisition von Sanitec erweiterte Geberit die Konzernleitung um den Bereich Marketing & Brands. Renfordt-Sasse (58) besitzt einen langjährigen Leistungsausweis in der Geberit-Gruppe und kennt das Geschäft sowohl aus Vertriebssicht als auch als Produktmanager. Und das wirkt sich nun aus.

Unmittelbar nachdem Geberit die börsennotierten Anteile von Sanitec übernommen hatte, wurde die Zusammenarbeit der beiden Sanitär-Riesen intensiviert. Daher ging plötzlich alles ganz schnell, wie uns Konzern-Pressesprecher Roman Sidler aus der Schweizer Firmenzentrale in Jona mitteilte. Einerseits hat Geberit jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der Kunststofftechnik und Extrusion von granulatbasierter Formungstechnik. Keramag hingegen hatte sich, ebenso über viele Jahrzehnte, einen Namen gemacht als Hersteller von Badkeramik. Hinzu kam das rasante weltweite Entwicklungstempo für 3D-Drucker und die Idee zu sinnvollen Synergien war geboren. Künftig soll den lizensierten SHK-Betrieben die Möglichkeit eingeräumt werden, Badkeramik aus dem 3D-Drucker je nach Bedarf auszudrucken. Nach der Einführungsphase sind alle Badkeramikkollektionen der Ratinger verfügbar. In dem derzeit laufenden Feldversuch ist der Ausdruck jedoch noch auf die Serien Renova Nr. 1, Preciosa und Citterio beschränkt.

Die Produktion ist eigentlich ganz einfach. Hierzu werden Quarz, Feldspat und Kaolin in 50-kg-Säcken angeliefert und in den Extruder gegeben. Auf dem Touch-Screen wird anschließend das gewünschte Modell ausgewählt. Was dann im Inneren der Maschine vor sich geht, ist noch streng geheim. Selbst der sonst immer so gut informierte Geberit-Marketingleiter Volker Röttger konnte keine Auskunft geben. Und Marcus Leiendecker (Technischer Leiter) wollte oder durfte uns die Details nicht erläutern – Keramag-Geschäftsführer Achim Bolanz verwies uns wieder an die neue Muttergesellschaft Geberit. Fest steht jedenfalls, dass der lästige Brennprozess in den Ofenstraßen durch die neue Extrusionstechnik entfällt. Zudem wird der Großhandel überflüssig, da die Rohstoffe direkt von lizensierten Rohstofflieferanten beim Handwerk angeliefert werden.

Damit wollen Geberit und Keramag die Abläufe im Sanitärmarkt beschleunigen, die Modellvielfalt erhöhen und insbesondere den lästigen Fehllieferungen des Großhandels entgegenwirken. Und letztlich soll der Gewinn in Handwerk und Industrie mit diesem System exorbitant erhöht werden. Interessenten für eine Lizenz können sich bei Geberit und Keramag direkt melden. Die Lizenzen werden bei Einhaltung der eingangs beschriebenen Voraussetzungen nach Reihenfolge der Anträge vergeben. Infomaterial – oder besser gleich anmelden unter:

info@geberit.de

info@keramag.de