SBZ Ausgabe: 23-2017

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Hydraulischer Abgleich ist Pflicht

Sowohl bei einer Heizungsmodernisierung als auch bei der Anlagenneuinstallation sollte die Gesamtbetrachtung an erster Stelle stehen: Wärmeerzeugung, Wärmeverteilung und Wärmeverbraucher müssen ein aufeinander abgestimmtes hydraulisches System bilden. Neben der hydraulischen Übergabe vom Wärmeerzeuger an die Heizkreise via Mischer oder Regelventil ist der hydraulische Abgleich eine weitere elementare Komponente einer bestimmungsgemäßen, störungsfreien und energetisch optimalen Anlagenfunktion. Nur bei richtiger Versorgung der jeweiligen Heizflächen mit den errechneten Wassermengen sind niedrige Vorlauftemperaturen (Heizkurvenoptimierung), eine optimale Pumpenanpassung (Stromkosteneinsparung) und eine bestimmungsgemäße und komfortable Funktion der Einzelraumregelung (Nutzung von Fremdenergie zur Energieeinsparung) möglich.

Auch ein nachträglicher hydraulischer Abgleich ist möglich, wenn die dafür erforderlichen Armaturen im Rohrnetz vorhanden sind, etwa voreinstellbare Thermostatventile oder Strangdifferenzdruckregler.

Der hydraulische Abgleich ist Fördervoraussetzung und Fördergegenstand bei bestimmten KfW-Programmen sowie beim Bafa-Marktanreizprogramm, wo Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz bezuschusst werden (Anreizprogramm Energieeffizienz, APEE).

Deutschland macht’s effizient:

Mit dem 2016 ins Leben gerufenen Förderprogramm zur Heizungsoptimierung erhalten Eigentümer von Wohngebäuden Anreize für eine effizientere Heizanlage. Die staatliche Förderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) ist eine gute Gelegenheit für Installateure, ihren Kunden die passenden Optimierungsmöglichkeiten, zum Beispiel den hydraulischen Abgleich, aufzuzeigen. Im Rahmen der Förderung werden unter anderem Optimierungsarbeiten an bestehenden Anlagen unterstützt. Wichtig ist dabei, dass die Eigentümer sich vor Maßnahmenbeginn online auf der Bafa-Website registrieren müssen. Der Antrag auf Förderung wird nach der Durchführung der Maßnahme online eingereicht.

Literatur

  1. Teil: Hydraulik in der Heiztechnik
  2. Teil: Info
  3. Teil: Autor
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