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UPONOR

TGA-Kongress

„TGA – alles geregelt?!“ Unter dieser Überschrift stand der 37. Uponor-Kongress Ende März in St. Christoph am Arlberg. Fünf Tage beleuchteten 180 Führungskräfte von Ingenieur- und Architektenbüros, Handwerksunternehmer sowie Entscheider aus Wohnungs-, Industrie- und Gewerbebau mit Referenten und Experten die Facetten von Regeln und Regelungen.

Kommunikationstrainer René Borbonus zeigte mit seinem Programm „Respekt! Ansehen gewinnen bei Freund und Feind“, dass Kommunikation und Respekt die Basis für erfolgreiche Bauprojekte und die Konfliktbewältigung in jeder Planungs- und Ausführungsphase sind.

Matthias Goebel von Stiebel Eltron erläuterte das komplexe Zusammenwirken verschiedener Energiequellen bei den als Green Office bekannt gewordenen Elbarkaden in Hamburg. Prof. Klaus Peter Sedlbauer, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik, erklärte die Schnittstellenfunktion der Gebäudeautomation am Beispiel des NuOffice in München. Dieses gilt mit einer LEED-Zertifizierung in Platin als nachhaltigstes Bürogebäude.

Die positive Wirkung von selbstlernenden Steueralgorithmen, unter Berücksichtigung der Wettervorhersagen, auf die Energieeffizienz thermisch aktivierter Bauteilsysteme, zeigten M. Eng. Martin Schmelas und Prof. Elmar Bollin von der Hochschule Offenburg auf.

Neben der Regelungstechnik stand der Kongress im Zeichen der Schadenspräventionen in Rohrsystemen. Prof. Michael Günther von der Uponor-Academy warb für eine höhere Sensibilität zur Vermeidung von bereits in Planung und Ausführung angelegten Schäden. Warum diese Forderung berechtigt ist, verdeutlichte der Fachvortrag von Dr.-Ing. Thorsten Pfullmann vom Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer. Der Versicherungssachverständige präsentierte Schadensfälle und -statistiken und formulierte Anforderungen zur Schadensprävention.

Wie diese aus Sicht eines Anlagenbauers systematisch in der Praxis umgesetzt werden können, beschrieb Christian Frädrich von Cofely Deutschland. Mit welchen Haftungsrisiken eine fehlerhafte Planung und Installation für Planer und Anlagenbauer verbunden ist, verdeutlichte Rechtsanwalt Sebastian Thomas von der Kanzlei Leinemann & Leinemann sehr eindrücklich. Welche Möglichkeiten intelligente Regelungstechnik für zukunftsorientierte Energiekonzepte von Industriegebäuden und von Einfamilienhäusern bietet, dokumentierten den Kongressteilnehmern eindrucksvoll drei weitere Referenzen.

Nach den DGNB-Kriterien mit Gold zertifiziert wurde das Spiegel-Haus an der Ericusspitze in Hamburg. Dessen Energiekonzept mit einer Uponor-Betonkernaktivierung stellte Dr. Markus Treiber von Drees & Sommer und Olaf Schmidt vom Bauherren Robert Vogel GmbH vor. Dr. Markus Treiber erklärte dazu: „Um das Zusammenwirken der TGA-Systeme im Raum und deren Einfluss auf die thermische Behaglichkeit zu testen, stellen wir solche Gebäude mithilfe der CFD-Simulation immer auf den virtuellen Prüfstand.“

Welches Potenzial zur Energieeinsparung der Stand der Technik bei der energetischen Sanierung von Einfamilienhäusern im Bestand bietet, beschrieb Andreas Klapdor von RWE am Beispiel des RWE Zukunftshauses. Das Gebäude aus dem Jahr 1965 verbraucht nach der energetischen Sanierung nur noch 1 % des ursprünglichen Energiebedarfs. Wie innovative Energiekonzepte in großem industriellen Maßstab umgesetzt werden können, präsentierte Markus Faigl von der AUDI AG am Beispiel des neuen Werkes in Münchsmünster.