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Erste Hilfe für Fachhandwerker per Telefon

Heiztechnikfragen von Praktikern

Kombi-Heizgeräte mit direkter Warmwasserbereitung

Frage: Das Heizgerät funktioniert, das Warmwasser wird allerdings nur lauwarm. Was ist zu tun, damit wieder heißes Wasser fließt?

Antwort: Zunächst sollte die Wasserauslaufmenge des Gasgerätes überprüft werden. Liegt sie bei mehr als 5,5 l/min (Heizgerät mit 18 kW), beziehungsweise 7,2 l/min (Heizgerät mit 24 kW), ist die Wassermenge zu groß. Das heißt, der Wasserschalter mit Venturi sollte auf eine defekte Membran oder einen blockierten Wassermengenregler überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Auch die maximale Gasdurchflussmenge könnte zu klein sein. Die Gasdurchflussmenge bei maximaler Leistung in der Schornsteinfegerfunktion ist zu messen und mit den Angaben des Geräteherstellers zu vergleichen.

Weitere Ursachen für eine zu geringe Warmwasser-Auslauftemperatur könnte auch ein verkalkter Brauchwasserwärmetauscher oder ein Defekt am Dreiwegeventil oder am Hydraulikschalter sein. Die Folge: Ein Teilvolumenstrom wird ins Heizungsnetz abgegeben und geht so für die Warmwasserbereitung verloren. In diesem Fall muss die betroffene Komponente gereinigt oder ausgetauscht werden.

Heiztherme mit Ionisations­flammenüberwachung

Frage: Die Heiztherme meldet Störung „EA“ (Flammenbildung bei der Zündung). Was ist zu tun?

Antwort: Geht ein Heizgerät während der Zündphase auf Störung, muss zunächst der Gasanschlussfließdruck bei maximaler Leis­tung geprüft werden. Bei Geräten mit Erdgasanschluss sollte dieser zwischen 18 und 24 mbar liegen. Danach erfolgt die Überprüfung des Düsendrucks bei minimaler und maximaler Leistung nach Herstellerangaben. Ist die Versorgung des Brenners mit Gas sichergestellt, muss der Ionisationsstrom gemessen werden.

Bei den konventionellen Geräten erfolgt die Startstufe mit minimaler Leistung, somit muss der Ionisationsstrom bei minimaler Leistung gemessen werden. Dieser sollte zwischen 3 und 7 µA DC liegen. Ist er kleiner, muss die Ionisationselektrode ausgebaut und geprüft werden. Eine abgebrannte oder deformierte Elektrode muss ausgetauscht werden. Liegt der Ionisationsstrom im Sollbereich, könnte ein Defekt am Feuerungsautomat vorliegen.

Gas-Brennwerttechnik

Frage: Der Gas-Brennwertkessel geht auf Störung. Woran liegt das?

Antwort: Brennwertkessel produzieren während des Betriebes Kondensat – je geringer die Vorlauftemperatur, desto größer die Kondensatmenge. Dieses Kondensat wird über einen Trichtersiphon in das häusliche Abwassernetz abgeleitet. Wird bei der jährlichen Wartung des Brennwertkessels die Kondensatableitung nicht kontrolliert und gereinigt, so können sich Verbrennungsrückstände ansammeln und den internen Kondenswasser­siphon verstopfen. In der Folge steigt das Kondensat im Brennwertkessel an und verschließt den Abgasweg. Die Folge ist eine Brennerstörung.

Kombi-Kesseltherme

Frage: Das Gerät ist im Heizbetrieb, heizt auf, aber die Heizkörper bleiben kalt. Wo liegt der Fehler?

Antwort: Um dieses Problem zu lösen, sollte zunächst sichergestellt werden, dass das Heizgerät die produzierte Wärme an den Heizkreislauf abgeben kann, dass also die Umwälzpumpe funktioniert und alle notwendigen Absperr- und Heizkörperventile geöffnet sind. Mit dem Aktivieren der Kaminfegertaste wird nun der Heizbetrieb sichergestellt. Die Umwälzpumpe und das Umsteuerventil werden in diesem Betriebszustand bestromt. Durch Messen der Spannung am Verbraucher lässt sich das überprüfen (Pumpe 230 VAC; Umsteuerventil 30 VDC). Mit einem Schraubendreher kann zusätzlich am Pumpenkopf die Drehbewegung der Umwälzpumpe geprüft werden. Ein defektes Flügelrad der Umwälzpumpe oder ein verschmutztes Umsteuerventil kann jedoch nur durch den Ausbau der entsprechenden Baugruppe festgestellt werden.

Erdwärmepumpe

Frage: Was bedeutet die Fehlermeldung „Pressostat niedrig“?

Antwort: Kältemittel in neuen Anlagen benötigt oft einige Zeit bis zur Einsatzbereitschaft, da etwa erst alle Lufteinschlüsse ausgefiltert werden müssen und der Solekreislauf reibungslos in Gang kommen muss. Deshalb kommt es bei der Inbetriebnahme gelegentlich zu der Fehlermeldung „Pressostat niedrig“. Diese Meldung tritt auf, wenn der Kompressor dem Solekreis keine Wärme entziehen kann. Als weitere Hauptursache für einen ungenügenden Umlauf im Solekreis kommen daher eine festsitzende Umwälzpumpe, ein größerer Lufteinschluss oder ein zu geringer Frostschutz in Frage. Sehr selten ist ein de­fekter Pressostat oder Kältemittelmangel als Fehlerquelle zu verzeichnen.

Brennwertumrüstung bei ­Mehrfachbelegung

Frage: In einem Mehrfamilienhaus mit Eigen­tumswohnungen und Mehrfachbelegung soll auf Brennwerttechnik umgerüstet werden. Was muss dadurch noch ausgetauscht werden?

Antwort: Falls die gesamte Heizungsanlage umgerüstet werden soll, muss zuerst die Abgasanlage auf Überdruckbetrieb umgerüstet werden und im nächsten Schritt die Ableitung des anfallenden Abgaskondensates geklärt werden. Mit dem Junkers-Systemzubehör für die Mehrfachbelegung kann das anfallende Kondensat über die gemeinsame Abgasanlage zentral abgeführt werden. Soll nur ein Gerät getauscht werden, kann die Hydraulik der bestehenden Geräte beibehalten werden. Lediglich die Abgasleitung muss gemeinsam erneuert werden, dafür ist dann eine Abstimmung mit den anderen Eigentümern notwendig. Für eine höhere Brauchwasserleistung empfiehlt sich der Einsatz einer Gas-Brennwerttherme mit integriertem Speicher. Die Cerapur Acu hat einen 42-l-Speicher mit Schichtladetechnik. Damit kann sie mehr als 21 l Warmwasser mit einer Temperatur von bis zu 45 °C/min bereitstellen.

Heizungsmodernisierung im EFH

Frage: In einem Einfamilienhaus ist ein atmosphärischer Gaskessel im Einsatz. Der Kunde möchte eine energiesparende Anlage. Ein Kamin ist vorhanden. Welches Sys­tem eignet sich?

Antwort: Für eine möglichst hohe Energie­kos­teneinsparung empfiehlt sich eine Kombination aus Gas-Brennwerttechnik mit Solar. Damit der vorhandene Kamin nicht umgerüstet werden muss, kann zum Beispiel das Brennwert-Speicher-System Cerasmart Modul Solar als Dachheizzentrale eingebaut werden. Dabei genügt eine einfache Abgas-Dachdurchführung. Der vorhandene Kamin kann für andere Anwendungen wie einen Kamin­ofen genutzt werden. Einsparungen beim Heizen sind bis zu 30% möglich, bei der Warmwasserbereitung durch die zusätzliche Solarnutzung sogar bis zu 50 %.

Bei Anruf Fehlerbehebung und Beratung

35 Techniker leisten beim Thermotechnik-Spezialisten Junkers am Telefon „Erste Hilfe”. Die Erreichbarkeit der Hotline ist laut Junkers sehr gut: Nur einer von zehn Anrufern kam 2007 überhaupt in die Warteschleife. Wie bei den meisten Heiztechnikherstellern gliedert sich auch bei Junkers die technische Beratung in zwei Bereiche: Der sogenannte „First-Level”, bestehend aus Heizungs-Technikern und Meistern, nimmt die Anrufe entgegen und kann in den meisten Fällen helfen – sei es mit der Auskunft zu einem bestimmten Ersatzteil, dem Abfragen zum Auftragsstatus, der Bestellung einer Bedienungsanleitung oder Fragen zu Austauschgeräten.

Liegt ein technischer Defekt vor, haben die Fachberater zwei Möglichkeiten: Sie nutzen entweder eine ausgeklügelte Wissensdatenbank oder eine Simulationswand mit Junkers-Thermen verschiedener Baureihen mitsamt Regelungen.

Die technische Beratung von Junkers ist erreichbar unter:

Telefon (0 18 03) 33 73 30 (0,09 €/min für Anrufe aus dem deutschen Festnetz)

Zeiten: Mo.–Fr. von 7 bis 21 Uhr

Sa. von 9 bis 16 Uhr

an Feiertagen von 9 bis 13 Uhr

So. von 9 bis 13 Uhr (Heizperiode)

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