SBZ Ausgabe: 06-2018

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Leichterer Einstieg ins Energiespar-Contracting

Contracting bedeutet für den Contracting-Nehmer die Finanzierung einer Sanierungsmaßnahme durch einen Dritten, den Contractor. Es beinhaltet das gesamte Leistungsportfolio: von der Planung bis zur energieoptimierten Betriebsführung. Über Jahre hinweg bietet es eine garantierte Energie- und Kosteneffizienz.

Grundlagen des Energiespar-Contractings

Ziel von Energiespar-Contracting-Projekten ist im ersten Schritt die Reduzierung des Energiebedarfs. Es schließen sich die effiziente Bereitstellung von Energie und die Optimierung der Energienutzung an. Der Anbieter oder Contractor identifiziert Einsparpotenziale und plant die energetische Sanierung. In seinem Angebotspaket finden sich z. B. hochwirtschaftliche Maßnahmen wie das Ersetzen alter Anlagen durch neue, effiziente Systeme.

Vertragsgrundlage sind die vom Contractor garantierten Energieeinsparungen. Der Contractor finanziert sich über die nachgewiesenen Einsparungen, die er als Vergütung zur Deckung seiner Kosten erhält.

Chancen und Risiken rasch beurteilen

Doch wie lassen sich die wirtschaftlichen Chancen und Risiken von Energiespar-Contracting-Projekten für den Contractor einfach und schnell beurteilen? Hier kommt ein neues, betriebswirtschaftliches Kalkulationstool ins Spiel, welches als offenes, an die spezifischen betrieblichen Erfordernisse anpassbares Modell in Excel angelegt ist. Erarbeitet hat es die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg.

Das Programm ermittelt den Finanz- und Betriebsaufwand für den Energiedienstleister, zusätzlich die Zahlungsströme sowie die Ertragszahlen – und das über den gesamten Projektzeitraum. Kalkulieren lässt sich ein potenzielles Energiespar-Contracting-Projekt auf Monatsbasis für die ersten drei Jahre und auf Jahresbasis. Das Tool bilanziert Gesamtaufwand und -ertrag des Projektes sowie Kosten und Erlöse. Bei einer Sensitivitätsanalyse werden die verschiedenen Einflussfaktoren analysiert, die auf ein Contracting-Projekt einwirken können. Praktisch ist, dass das Programm individuelle Parameteränderungen zulässt.

Die KEA stellt das Kalkulationsinstrument für eine einmalige Lizenzgebühr von 700 Euro (zzgl. MwSt.) zur Verfügung.

Kontakt: ESC-Tool@kea-bw.de

www.energiekompetenz-bw.de/contracting/aktuell/contracting4kmu

Literatur

  1. Teil: Nicht nur vom Heizungsverkauf profitieren
  2. Teil: Info
  3. Teil: Autor
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