Die Konzentration chemischer Parameter wie Blei und Nickel kann sich innerhalb der Trinkwasser-Installation verändern – eine beliebige Wasserprobe reicht deshalb für eine fachgerechte Bewertung nicht aus. Entscheidend ist zunächst die richtige Fragestellung: Geht es um das gelieferte Trinkwasser, die Korrosivität im Versorgungsgebiet oder die Belastung an einer einzelnen Entnahmestelle? Dr. Peter Arens klärt in Teil 1 des zweiteiligen Beitrags die Grundlagen – wo die Verantwortung für die Trinkwassergüte liegt, was mögliche Ursachen erhöhter Metallkonzentrationen sind, wann und weshalb beprobt werden sollte und warum eine Zufallsstichprobe nicht zur Bewertung einer Trinkwasser-Installation herangezogen werden darf.
Trinkwasser ist kein Lebensmittel – es ist überlebensnotwendig! Als entscheidende Voraussetzung für den Erhalt der öffentlichen Gesundheit kann es nicht ersetzt werden. Wird Trinkwasser durch Chemikalien oder Mikroorganismen verunreinigt, können akute Gesundheitsgefahren für Verbraucher, Nutzer und Beschäftigte entstehen.
Tragen Armaturen, Dichtungen und andere Installationskomponenten zur PFAS-Belastung des Trinkwassers bei? Dr. Ulrich Borchers vom IWW Zentrum Wasser ist dieser Frage nachgegangen und hat dafür 55 Trinkwasserproben aus 17 Gebäudewasserversorgungsanlagen ausgewertet. Im Interview mit SBZ-Redakteurin Beate Geßler spricht er über den Hintergrund der Untersuchung, ihre Ergebnisse und was sie für die SHK-Praxis bedeuten.
Der neue Grenzwert der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) für die 20 festgelegten PFAS-Einzelsubstanzen gilt seit dem 12. Januar 2026. Analytische Überwachung und Gegenmaßnahmen laufen bei den öffentlichen Wasserversorgern seither routinemäßig. Beprobt wurde bislang fast ausschließlich an den Ausgängen der Wasserwerke – mit der Annahme, dass sich PFAS-Konzentrationen im Verteilungsnetz nicht weiter erhöhen. Aber ist das wirklich so? Dr. Ulrich Borchers nimmt insbesondere den Bereich der Gebäudewasserversorgungsanlagen unter die Lupe und geht der Frage nach: Trägt die Trinkwasser-Installation selbst zur PFAS-Belastung bei – und was kommt tatsächlich an den Entnahmestellen an?
Die Erkenntnisse, wie das Trinkwasser in den Installationen vor Einflüssen z. B. von angeschlossenen Apparaten oder Verbindungen zu Nichttrinkwasser-Installationen geschützt werden kann, ist für die Fachwelt in der DIN EN 1717 als europäisches Regelwerk und allgemein anerkannte Regel der Technik (a. a. R. d. T.) zusammengefasst. Nach nun 15 Jahren wurde die Version von 2011, die im Wesentlichen unverändert aus der Version von 2001 übernommen worden war, überarbeitet. Robert Kutzleb beleuchtet, welche Neuregelungen zum Schutz des Trinkwassers für Planer und ausführende Betriebe mit der Überarbeitung einhergehen.
Die Initiative „Fit für Trinkwasser“ kooperiert mit dem DVGW, um die bundesweit einheitliche Qualifizierung im Trinkwasserbereich weiterzuentwickeln.
Rohrinnensanierungen werden häufig als vermeintlich kostengünstige Alternative zu einem aufwendigen Rohrleitungsaustausch in Trinkwasser-Installationen angeboten. Dabei kommen teils auch heute noch Materialien aus organischen Reaktivharzen wie Epoxidharze, sogenannte keramische Beschichtungen oder andere als patentiert bzw. zertifiziert beworbene Mischungen mit unbekannten Inhaltsstoffen zum Einsatz. Doch welche Chancen und Risiken verbergen sich dahinter? Und wie ist dieses Verfahren aus Sicht der gesetzlichen Anforderungen und der allgemein anerkannten Regeln der Technik (a. a. R. d. T.) zu bewerten? Jonas Ganzenmüller klärt auf.
Die neue DVQST-Fachpublikation beleuchtet Sinnhaftigkeit und Zulässigkeit von innenbeschichteten Rohrleitungen kritisch und weist auf potenzielle gesundheitliche Risiken hin.
Forscher warnen bereits hierzulande vor einem zu hohen Wasserverbrauch. Wie sich die Ressource sparen lässt, ohne die Trinkwasserhygiene zu gefährden.
Der neue viwa-Trinkwasser-Feinfilter zum Untertisch-Einbau in der Küchenzeile bietet künftig Filtration, Vitalisierung und Mineralisierung in einem Gerät.
Um die Kosten für die Instandhaltung der Trinkwasser-Installation zu verringern, wurde in der Münchner Allianz Arena eine Kalkschutzanlage Biocat KS 25D von Watercryst installiert.
Der DVQST bietet verschiedene Qualifikationen und Zertifizierungen rund um Trinkwasserhygiene an. Im Seminarprogramm 2025 ist das gesamte Angebot auf 34 Seiten zusammengestellt.
Ab sofort ist IMI Hydronic Engineering einfach IMI und mit „Climate Control“ wurde ein neuer Unternehmenssektor ausschließlich für den HLK-Bereich geschaffen.
BTGA, DVGW, figawa, gefma und ZVSHK haben Hinweise für Planung, Errichtung und Betrieb von Trinkwasser-Installationen im Kontext der TrinkwV veröffentlicht.
Eigentlich muss an allen Entnahmestellen im Gebäude Trinkwasser in hoher Qualität fließen. Doch die Realität sieht häufig ganz anders aus. Regelwerke und Hygieneanforderungen werden ignoriert und zahlreiche Systeme sind von Steinbildung, Korrosion und Verkeimung betroffen. Dabei gibt es viele dieser Probleme nur deswegen, weil die Anlagen nicht wie vorgeschrieben regelmäßig und fachgerecht instand gehalten wurden. Das findet Frank Luft, Betriebsleiter und Prokurist der auf Trinkwasser und Systemerhaltung spezialisierten Otto Kamp GmbH aus Rudersberg, im Gespräch mit SBZ-Redakteurin Beate Geßler.
Für eine sichere Versorgung mit Trinkwasser ist die Einhaltung der hygienischen Anforderungen in der Trinkwasser-Installation eine Grundvoraussetzung. Doch im Praxisalltag treffen SHK-Betriebe häufig auf schwierige Rahmenbedingungen, uneinsichtige Eigentümer und veraltete Anlagen. Wie Stefan Menrath und sein Team mit diesen Widerständen und Herausforderungen umgehen und wie eine erfolgreiche Überzeugungsarbeit in Sachen Trinkwasserhygiene gelingen kann, hat sich SBZ-Redakteurin Beate Geßler beim Besuch der Friedrich Morsch GmbH & Co KG in Plankstadt angeschaut.
Sich im Zielkonflikt von Trinkwasserhygiene und Energieeffizienz bewähren
In der öffentlichen Trinkwasserversorgung sind niedrige Temperaturen erwünscht, eine Entwärmung wird jedoch verhindert. Der VSHEW fordert ein Umsteuern.
Im Podcast sprechen VDI-Experten über Versäumnisse der TrinkwV: Präventive Maßnahmen kommen zu kurz, um Gesundheitsrisiken durch z.B. Legionellen zu reduzieren.
Legionellenschaltung oder thermische Desinfektion kann gesundheitsgefährdende Konzentrationen von Legionellen im Trinkwasser nicht zuverlässig verhindern. Das belegen entsprechende wissenschaftliche Untersuchungen. Schlimmstenfalls ist sogar das Gegenteil der Fall: Wird Trinkwasser warm (PWH) regelmäßig über 60 °C erhitzt, wie bei der Legionellenschaltung, können sich hitzeresistente Bakterien entwickeln. Das gilt insbesondere für die für Menschen gefährlichste Legionelle, die Unterart Legionella pneumophila. Warum nur eine technische Ertüchtigung der Trinkwasser-Installation bei einer mikrobiellen Belastung nachhaltig schützt, erklärt Dr. Christian Schauer.
Nachdem die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) aus dem Jahr 2001 mehrfach lediglich überarbeitet worden war, gilt seit Ende Juni 2023 eine vollständig novellierte Fassung. Die neue TrinkwV weist nun 72 statt der bisherigen 25 Paragrafen auf. Inhaltlich ist das weitaus meiste altbekannt, es findet sich allerdings in anderen Paragrafen als bisher. Doch es gibt auch einige wesentliche Neuerungen und die Einführung neuer Begriffe. So wird aus der Gefährdungsanalyse die Risikoabschätzung in Anlehnung an den Wassersicherheitsplan (WSP). Was das bedeutet und welche weiteren Regelungen an Relevanz gewinnen, erläutert Dr. Peter Arens.
Die neue Trinkwasserverordnung (TrinkwV) hat aus Sicht der technischen Gebäudeausrüstung und damit der Fachplaner und SHK-Unternehmen nur wenige grundlegende Veränderungen gebracht. Dennoch steht sie für einen Paradigmenwechsel: die ganzheitliche Betrachtung des Wasserwegs bis zum Übergabepunkt. Es geht gewissermaßen um eine „Sektorkopplung zum Erhalt der Trinkwasserhygiene“ mit dem Water Safety Plan bzw. Wassersicherheitsplan (WSP) als wirkungsvollem Werkzeug zur Risikobewertung und -vorsorge. Warum sich ein WSP-Konzept auch für Gebäude empfiehlt und was dafür notwendig ist, beschreibt Dr. Christian Schauer.
Die nachhaltigen Kalkschutzanlagen von Watercryst kommen aufgrund des hohen Kalkgehalts des Grundwassers auf Mallorca in „Hipotels“ vermehrt zum Einsatz.
Vor über 75 Jahren produzierte Schell sein erstes Eckventil. Diese 5 Spezial-Eckventile bieten Lösungen für unterschiedliche Herausforderungen.
Die neue Trinkwasserverordnung (TrinkwV) setzt ab dem 24. Juni 2023 EU-Vorgaben für den Trinkwasserschutz um, z.B. sind alte Bleileitungen stillzulegen.