SBZ Ausgabe: 04-2017

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Praxisbeispiele für die Kombination von Abluftwärmepumpen und Lüftungsanlagen

Wärmepumpe und Lüftung per Internet steuern

2011 hat sich die Familie Schröter ihren Traum vom eigenen Haus erfüllt. Die Familie hat das Haus selbst geplant. Die Wahl fiel auf eine Wärmepumpe in Kombination mit Lüftungsanlage. Nach intensiver Recherche hat er sich für eine Nibe-Abluftwärmepumpe entschieden, unter anderem auch wegen der einfacher Regelung.

Die Wärmepumpe ist mit dem Internet verbunden und mit dem Home Management System des Hauses vernetzt. Über dieses System kann man das ganze Haus aus der Ferne überwachen und steuern. Durch Zugriff auf eine Datenbank kann die Wärmepumpe aktuelle Wetterdaten abrufen. Ihr Funktionsbetrieb kann so angepasst und der Energieverbrauch optimiert werden.

Die Energiekosten liegen bei etwa 800 Euro jährlich für Heizung, Brauchwasserbereitung und kontrollierte Wohnungslüftung, und das bei einer Wohnfläche von rund 240 m².

Abluftheizung für Mehrfamilienhaus

Ein Mehrfamilienhaus in Soest heizt mit einer seltenen, aber effizienten Kombination. Meinolf Bonnekoh, Inhaber eines Elektro-Fachbetriebes, entschied sich für ein Zusammenspiel aus Luft/Wasser-Wärmepumpe, kontrollierter Wohnungslüftung mit Warmwasser-Abluftwärmepumpe und Photovoltaik-Anlage.

Insgesamt neun Wohnungen zwischen 50 und 90 m² beherbergt das Gebäude. In jeder Wohnung übernimmt ein LWA 100, ein Lüftungsgerät mit integrierter Wärmepumpe WPL 34 von Stiebel Eltron, die Warmwasserbereitung mit der Energie aus der verbrauchten Luft. So bleibt der Verrohrungsaufwand in jeder Einheit gering, denn es wird ja nur die verbrauchte Luft aus sensiblen Bereichen wie dem Badezimmer und der Küche abgezogen. Die dezentrale Warmwasserversorgung ist zudem auch hygienisch vorteilhaft. So entfallen, neben den Zirkulationsverlusten, auch die Beprobungskosten, die bei einer zentralen Warmwasserversorgung anfallen würden.

Der benötigte Strom wird von einer eigenen 30-kWp-Photovoltaikanlage erzeugt. Überschüsse werden ins Netz eingespeist. Vermietet werden die Wohnungen warm. Eine Ablesung der Wärmeverbräuche der Mieter hätte 2000 Euro gekostet – mehr als die kompletten Heizkosten des Hauses.

Mehrgenerationen-Siedlung mit Abluftwärmepumpen

Die vom Architekten Hans Fritz geplanten Holzhäuser einer Mehrgenerationensiedlung in Bad Endorf werden mit Wärmepumpen- und Photovoltaik-Technik versorgt. Ein Haus mit drei Bewohnern darf für Heizung und Warmwasser maximal 300 Euro Strom pro Jahr verbrauchen. Erreicht wird das unter anderem durch die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Rückgewinnung der Energie in der ausgetauschten Luft. Im Betrieb sind hier die Abluftwärmepumpen F470 von Nibe, konzipiert für den Einsatz in Häusern mit sehr geringem Wärmebedarf oder für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Die Systemlösung besteht aus der Wärmepumpe für Heizung und Brauchwasser mit integriertem Brauchwasserspeicher und der Wohnungslüftung. Die Wärmeverteilung erfolgt über die Fußbodenheizung mit geringen Vorlauftemperaturen.

Die Zuluftführung erfolgt zentral über ein angeschlossenes Luft-Verteilsystem. Die in der Abluft vorhandene Wärmeenergie wird von der Wärmepumpe aufgenommen und für die Bereitstellung von Heiz- und Warmwasser genutzt. Die frische Zuluft gelangt gefiltert und vorgewärmt ins Haus.

Nibe

Nibe

Literatur

  1. Teil: Wärmepumpe mit Lüftung: eine Lösung für Niedrigenergiehäuser
  2. Teil: Tipp
  3. Teil: Info
  4. Teil: Info
  5. Teil: Autor
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