SBZ Ausgabe: 20-2013
Eigenverbrauch von PV-Strom

Checkliste

BMU sponsert Solar-Akkus

Gefördert wird die Anschaffung eines Batteriespeichers für netzgekoppelte Photovoltaik-Anlagen basierend auf den vom BMU herausgegebenen Richtlinien zur Förderung von stationären und dezentralen Batteriespeichersystemen vom 21.12.2012. Die Umsetzung erfolgt seit dem 1. Mai 2013 im Rahmen des KfW-Programms 275 „Erneuerbare Energien – Speicher“. Schätzungen zufolge sind bislang an die 1000 Anträge eingegangen. Hilfestellungen geben das KfW-Formular „Handreichung zur Ermittlung des Tilgungszuschusses“ und der Online-Förderrechner für Solarstromspeicher von Firma IBC Solar:

http://www.ibc-solar.de/speicherfoerderung

Zweiteilige Förderung

Die Förderung besteht aus zwei Teilen: Aus einem zinsgünstigen Kredit der KfW über 5 bis 20 Jahre sowie aus einem Tilgungszuschuss in Höhe von 30 % der förderfähigen Kosten. Der Zuschuss wird zwingend mit der Kreditschuld verrechnet. Seine Höhe wird individuell berechnet und hängt von der Größe der Anlage (maximal 30 kWp) und den Kosten des Speichers ab. Dabei wird unterschieden, ob die Batterien gleichzeitig mit der PV-Anlage installiert werden oder ob sie eine bestehende ergänzen. Der maximale Zuschuss liegt im ersten Fall bei 600 Euro pro kWp und bei 660 Euro im Nachrüstfall. Bei einer kombinierten Installation kann ein Kredit für die Gesamtinvestition beantragt werden.

Fördervoraussetzungen

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Die nachträgliche Förderung des Speichers ist möglich, wenn die vorhandene PV-Anlage nach dem 31.12.2012 in Betrieb ging. Zwischen Inbetriebnahme der PV und des Batteriespeichers müssen sechs Monate liegen.

Der Betreiber verpflichtet sich, die ­Einspeiseleistung auf 60 % der ­Anlagenleistung zu reduzieren.

Gefördert werden nur Systeme mit ­siebenjähriger Zeitwertgarantie des Herstellers.

Der Antrag auf Förderung ist bei der Hausbank nach der Angebotserstellung durch den Fachmann zu stellen. Erst nach dem Erhalt des Bewilligungsbescheids dürfen Auftragsvergabe und Installation erfolgen.

Konkretes Rechenbeispiel

Es handelt sich um die kombinierte Installation einer 5 kWp-PV-Anlage und eines Lithium-Batteriesystems mit 3,3 kWh nutzbarer Kapazität. Die Gesamt­installations-Kosten liegen bei 19500 Euro und die spezifische Kosten der PV-Anlage bei 1600 Euro/kWp.

Die ansetzbaren Speicherkosten betragen 19500 Euro – 5 x 1600 Euro = 11500 Euro

Damit ergibt sich ein theoretischer Fördersatz für den Speicher mit: 11500 Euro / 5 kWp x 0,3 = 690 Euro/kWp

Aber: Förderobergrenze 600 Euro/kWp.

Der Tilgungszuschuss beträgt damit 5kWp x 600 Euro/kWp = 3000 Euro

http://www.solarwirtschaft.de

Laut Marktanalysen ­sollen die Kosten für Blei-­Speicher ab etwa 20 Cent pro gespeicherter kWh starten, während sich die Preise für Lithium-Ionen-Systeme zwischen 30 bis 70 Cent/kWh bewegen. Hinzu kommen die ­Installations- und ­Integrationskosten durch einen qualifizierten Fachhandwerker.

  • Energiemanagement-Systeme sollten die intelligente Optimierung des Eigenstromverbrauchs mit erlernten Verbrauchsprofilen und aktuellen Wetter­daten ermöglichen.
  • Praktisch beim Sunny Home Manager von SMA ist die Möglichkeit, ­beliebige Stromverbraucher über Funksteck­dosen zu steuern.
  • Der Blei-Gel-Batteriespeicher Solstore 8.0 Pb Home von IBC soll eine kalendarische Lebensdauer von zehn Jahren mit 2700 Zyklen bei 50 % Entladetiefe haben.
Reevolt
SMA
SMA
IBC Solar

Literatur

  1. Teil: Mehr ­Unabhängigkeit vom Netz
  2. Teil: Checkliste
  3. Teil: INFO
  4. Teil: Autor
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