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Wir schaffen das!

Die Krise hat Konjunktur in Deutschland. Wir erleben gegenwärtig beispiellose Einbrüche in der Wirtschaft, zahlreiche Insolvenzen von Traditionsunternehmen, Produktions- und Absatzrückgänge, eine ungekannte Wachstumsflaute, aller Orten Niedergeschlagenheit und eine von Aktionismus getriebene Bundesregierung. Diese versucht – mehr oder weniger geführt von einer unsicheren Kanzlerin – mit zwei zusammengeschusterten Konjunkturpakten, die schlimmsten Folgen der globalen Krise für Deutschland abzuwenden.

Keine gute Zeit also, um als Branche das Jubiläum der SHK-Weltleitmesse zu feiern. Sollte man meinen. Aber das Gegenteil ist richtig. Die weltweit führende Energie- und Gebäudetechnik aus Deutschland hat unzählige Gründe, ihre Messe gebührend zu zelebrieren. Mit Selbstbewusstsein, Zuversicht und Trotz.

Ein düsterer Chor konjunktureller Abgesänge hat die ISH immer mal wieder begleitet. Für uns ist das nichts wirklich Neues. Davon unbeeindruckt können wir voller Überzeugung unsere Stimme erheben gegen die aus­ufernde Depression im Land. Industrie, Großhandel und Handwerk im SHK-Markt haben gegenwärtig keinen Anlass in Trübsal zu verfallen. Wir meistern die Krise. Wir schaffen das! Und zwar gemeinsam.

Die Voraussetzungen hierfür sind so schlecht nicht. In einem tief verunsicherten Land suchen die Hauptkunden unserer Branche, die zwölf Millionen Besitzer von Ein- oder Zweifamilienhäusern, Sicherheit durch die eigene Immobilie. Werterhalt oder gar Wertsteigerung des eigenen Hauses wird zu einer bedenkenswerten Alternative für Investitionen auf dem Kapitalmarkt. Es ist anders als in früheren Jahren nicht der Neubau, der unsere Branche stabil bleiben lässt. Es ist das Modernisierungs-, Sanierungs- und Wartungs­geschäft, das in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten unserem Handwerk und unseren Marktpartnern Rückenwind verschafft.

Der ZVSHK hat seinen Messeauftritt auf der ISH vollständig auf dieses zukunftsträchtige neue Geschäftsfeld ausgerichtet. Wir sehen einen Megatrend der Energiedienstleistungen in der Gebäudesystemtechnik, der unsere Fachbetriebe mittel- bis langfristig zu sehr krisenresistenten Akteuren im Markt machen wird. Es ist dies die zweite Säule im Geschäftsmodell der SHK-Fachbetriebe. Eine Säule, die heute schon die Unternehmen trägt, die einer vorausschauenden Strategie folgen und flexibel auf die Gegebenheiten und Herausforderungen des Marktes reagieren.

Ich appelliere deshalb an alle Freunde und Partner in der Branche. Lassen wir uns die ISH 2009 nicht klein reden. Setzen wir ein Zeichen der Zuversicht und des Mutes gegen Zaudern und Verzagen. Feiern wir unsere internationale Leistungsschau. Feiern wir auch ein wenig uns selbst. Das Handwerk hat dies mit Sicherheit verdient. Als Gründer und Träger der ISH darf es stolz darauf sein, was in 50 Jahren aus der anfänglich kleinen Begleitausstellung zu Verbandstagungen geworden ist.

Ihr

Michael von Bock und Polach
Hauptgeschäftsführer
Zentralverband Sanitär Heizung Klima