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Wärmepumpe, Brennwert, Speicher und Solar

Hybrid-Wärmezentrale

Viele Hausbesitzer suchen nach einer Lösung, die sie von den Preisentwicklungen bei Öl und Gas unabhängiger macht. In dieser Situation ist neben der modernen Brennwerttechnik insbesondere die Wärmepumpe eine zukunftssichere Option“, erläutert Markus Niedermayer, geschäftsführender Gesellschafter der MHG Heiztechnik GmbH. „Allerdings reicht die energetisch sinnvolle max. Vorlauftemperatur einer Wärmepumpe für die meisten Altbauten nicht aus – die Kombination mit einem weiteren Wärmeerzeuger ist daher erforderlich.“

Anschlussfertige Kompakt-Einheit

Um die Vielzahl von Einzelkomponenten zu reduzieren, entwickelte der Heiztechnikanbieter eine kompakte, anschlussfertige Einheit: die Hybrid-Wärmezentrale „ThermiPro“. Dabei setzte das Unternehmen, nach eigenen Angaben, auf „überwiegend bewährte Premium-Komponenten“. Neu konzipiert wurde lediglich der drucklose 500-l-Pufferspeicher mit serienmäßiger Wärmetauscherschlange zur solaren Anbindung. Die Trinkwarmwassererwärmung erfolgt im Durchlaufverfahren.

Im Gehäuse der Wärmezentrale ist zudem ­eine Luft/Wasser-Wärmepumpe mit einer Leistung von 7,3 kW verbaut, deren COP mit mindestens 4,1 angegeben wird. Optional ist auch ein Kühlmodul lieferbar. Für die Abde­ckung von Spitzenlasten sorgt der ebenfalls integrierte Gas-Brennwertkessel mit einer modulierenden Betriebsweise von 4,4 bis 25 kW. Nach Einschätzung von MHG ist dabei auch der Flüssiggasbetrieb in Regionen ohne Erdgasanschluss interessant, da Behälter mit 500 oder 1000 l ausreichen würden – wegen des relativ geringen Anteils an der Jahresheizarbeit. In Kombination mit der Wärmezentrale wird wahlweise ein Flach- oder Röhrenkollektor-System angeboten (ca. 10 m²). Durch diesen Systemaufbau erhalten die Käufer ­hohe staatliche Fördermittel (z.B. über das Marktanreizprogramm).

Auch vierte Wärmequelle nutzbar

Und so sieht die Wärmeerzeugungsstrategie aus: Im Sommerbetrieb soll die thermische Solaranlage vollständig den WW-Bedarf ­decken. In der Übergangszeit sorgen Wärmepumpe und Solaranlage für die Heizung und WW-Bereitung. Beim Unterschreiten des Bivalenzpunktes von ca. 0 °C schaltet die Wärmepumpe ab. Die Heizarbeit und die WW-Bereitung übernehmen dann der Brennwertkessel sowie die Solaran­lage.

Alle Gerätekomponenten sowie ein Mischerkreis werden von der Systemregelung gesteuert, die zudem auf die Integration einer vierten Wärmequelle ausgelegt ist. So kann über einen optionalen Eingang am Pufferspeicher z. B. ein wasserführender Kaminofen ins System eingebunden werden. Im Gegenzug wäre ein Betrieb ohne Solareinbindung ebenfalls möglich.

Geachtet habe man bei der Geräteentwicklung auf die Anforderungen des Fachhandwerks. So sind alle Anschlüsse montagefreundlich im oberen Bereich angeordnet. Die Kühlmittelleitungen werden unten seitlich angebracht und auch die Kondensatableitung erfolgt seitlich hinten wahlweise nach rechts oder links. Dies ermöglicht eine platzsparende, bündige Aufstellung nach hinten sowie nach einer Seite.

Die Abmessungen der Wärmezentrale liegen bei H/B/T = 172/78/125 cm, ihr Gesamtgewicht beträgt ca. 295 kg. Um die Einbringung zu erleichtern, können die drei Module einzeln in den Heizraum transportiert und dort „mit wenigen Handgriffen“ montiert werden. Die hydraulischen und elektrischen Verbindungen sind steckbar ausgeführt.

Der Feldversuch für die Hybrid-Wärmezentrale „ThermiPro“ wird laut MHG im September 2008 fortgesetzt. Nach dessen Abschluss soll die Markteinführung beginnen.

MHG Heiztechnik

21244 Buchholz

Telefon (0 41 81) 23 55-0

https://mhg.de/

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