Wie lassen sich Trinkwasser-Installationen wirtschaftlich und nachhaltig erstellen und betreiben, ohne dass die Trinkwassergüte beispielsweise durch eine übermäßige Legionellenkonzentration in Gefahr gerät? Erfordern strengere Regeln zur Trinkwasserqualität sowie steigende Investitions- und Betriebskosten bei Investoren, Planern und Fachhandwerkern ein Umdenken? Die Experten Dr. Peter Arens und Guido Wurm geben im SBZ-Gespräch Tipps, wie es bei Trinkwasser-Installationen gelingt, Hygiene, Wirtschaftlichkeit und Ökologie in Einklang zu bringen.
Wassermanagementsysteme steuern nach Programmierung automatisiert Stagnationsspülungen und dokumentieren den hygienischen Stand der Trinkwasser-Installation. Das bringt zahlreiche Vorteile mit sich – nicht nur für den Erhalt der Trinkwassergüte und nicht nur in größeren Liegenschaften. Andrea Bußmann und Andreas Ueberschär, Mitglieder der Geschäftsführung bei der Schell GmbH & Co. KG, erläutern im Interview mit der SBZ, warum ein Wassermanagementsystem ganzheitlich angelegt werden sollte, welche Auswirkungen elektronische Armaturen auf den Wasser- und Energieverbrauch haben und wie SHK-Betriebe sich ganz bequem direkt auf dem eigenen Firmengelände live und interaktiv von der Funktionalität des Systems überzeugen können.
Um auch in den meist seltener frequentierten barrierefreien Sanitärräumen automatische Stagnationsspülungen durchführen zu können, hat Schell das WC-Spülkastenmodul Montus Flow H entwickelt. Durch verschiedene Einstellmöglichkeinen über das herstellereigene Wassermanagementsystem SWS oder das SSC...
Armaturenspezialist Schell hat seinen Sortimentsbereich „Montage-Module“ um ein neues WC-Spülkasten-Modul mit integrierter Stagnationsspülung erweitert. Montus Flow unterstützt mit automatischen Spülungen den Erhalt der Trinkwassergüte gemäß VDI 6023. Mit dem neuen WC-Spülkasten-Modul kann das...
Sicher und komfortabel duschen im Hallenbad ▪ In Ulm hat das Zentrale Gebäudemanagement die pandemiebedingte Schließung genutzt, um im Westbad neue Edelstahl-Duschpaneele in Kombination mit einem Wassermanagementsystem zu installieren. Betreiber und Badegäste können sich so sicher fühlen – hinsichtlich einwandfreier Trinkwasserqualität und vorbildlicher Hygiene durch einen jederzeit bestimmungsgemäßen Betrieb.
Temporäre Spüleinheit ▪ Werden nach der Fertigstellung eines Gebäudes nicht alle Räumlichkeiten kurzfristig bezogen oder bleiben im Bestand längere Zeit ungenutzt, ist ohne Maßnahmen die Trinkwassergüte nicht gewährleistet und die Trinkwasser-Installation kann Schaden nehmen. Abhilfe schafft eine temporäre Spüleinheit. Sie lässt sich ohne das Vorhandensein von Armaturen und Sanitärgegenständen installieren, gewährleistet den regelmäßigen Wasseraustausch in den Warm- und Kaltwasserleitungen und überwacht den Ablauf des Spülwassers.
Entwicklungstrends bei Wassermanagementsystemen ▪ Aquädukte, Zisternen, Brunnen, Rohrleitungen als Teil komplexer Versorgungsnetze – diese Erfindungen haben im Rahmen ihrer Zeit die Menschheit auch in puncto Erhalt der Trinkwassergüte immer weiter vorangebracht. Seit einigen Jahren unterstützen Wassermanagementsysteme Betreiber (halb-)öffentlicher und gewerblicher Gebäude dabei, ihrer Verantwortung für Nutzer- und Trinkwasserhygiene sicher und effizient nachzukommen. Dr. Oliver Fontaine und Guido Wurm erläutern im Interview mit der SBZ, welche Voraussetzungen für den Einsatz der Systeme erfüllt sein müssen und mit welchen Innovationen zukünftig in diesem Bereich zu rechnen ist.