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01.02.2012 - SBZ Ausgabe 04-2012

Mitteldeutsche Verbände­kooperation gegründet

Unterschrift zur Kooperation und zu mehr Effizienz: die Landesinnungsmeister (v.l.) Dr. Joachim Eulenstein (Sachsen-Anhalt), Herbert Reischl (Sachsen) und Ulrich Kössel (Thüringen) und hintere Reihe (v.l.) Dr. Hans-Michael Dimanski (Geschäftsführer Sachse

Um künftig schlagkräftiger zu sein, haben sich die SHK-Landesfachverbände in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zu einer Verbändekooperation zusammengefunden. Erweist sich die diese als schlagkräftig, soll sie zu einem späteren Zeitpunkt in einen gemeinsamen mitteldeutschen SHK-Fachverband münden.

Inhaltsübersicht
  • Mitteldeutsche Verbände­kooperation gegründet
  • Info

Mit diesem Schritt heben wir die guten Traditionen zur Kooperation zwischen den ostdeutschen Sanitär-Heizung-Klima-Fachverbänden auf eine neue Qualitätsstufe, tragen zur Optimierung der Leistungsfähigkeit unserer Verbände bei und setzen den Willen unserer Mitglieder um“, so Herbert ­Reischl, Landesinnungsmeister des sächsischen SHK-Fachverbandes. Mitte Dezember 2011 haben die Fachverbände SHK aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in Leipzig eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die die Basis für die Zusammenlegung ihrer Potenziale bildet. Ob dieser Tag ein historisches Datum in der ostdeutschen Verbandsgeschichte ist, wird die Zukunft zeigen. Die Landesinnungsmeister und Geschäftsführer der Verbände teilten die Überzeugung von Bruno Schliefke, Ehrenpräsident des ZVSHK, Begleiter der SHK-Verbandsgründungen in den neuen Bundesländern und Urgestein der Verbandsorganisation, dass die Frage der Effizienz über die weitere Entwicklung der Verbandsorganisation entscheiden wird.

Gesamtauftritt und Durchsetzungsvermögen

Mit der Kooperation verfolgen die Verbände das Ziel eines stärkeren wirtschaftspolitischen Gesamtauftritts der SHK-Organisation und eines verbesserten Durchsetzungsvermögens gegenüber Marktpartnern und Wettbewerbern. Für die Verbändekooperation wird ein mit Ehrenamtsträgern paritätisch besetztes Lenkungsgremium die nächsten Schritte festlegen. „Ziel ist es, wesentliche Aufgaben der bisherigen einzelverbandlichen Geschäftsprozesse in den Verbänden zu komprimieren, zu koordinieren und zusammenzufassen. Dar­aus ergeben sich Synergieeffekte und Einsparungen für jeden beteiligten Verband“, so Landesinnungsmeister Dr. Joachim Eulenstein aus Sachsen-Anhalt.

Service- und Beratungs GmbH gegründet

Damit verbundene freiwerdende finanzielle Mittel sollen für die aktive Mitgliederwerbung und -betreuung sowie für die weitere Vernetzung der Vertragspartner eingesetzt werden. Die drei mitteldeutschen Verbände wollen in einem ersten Schritt für 2012 mit der Zusammenlegung der Weiterbildungs­aktivitäten beginnen. Zu diesem Zweck soll eine gemeinsame Service- und Beratungs-GmbH gegründet werden, von deren erweiterten Dienstleistungsangebot alle Mitglieder profitieren werden.

Ulrich Kössel, Landesinnungsmeister aus Thüringen meint dazu: „Die Erhaltung der ortsnahen Betreuung der SHK-Mitglieder ist für uns nach wie vor ein wichtiger Handlungsgrundsatz. Die Geschäftsstellen bleiben für die Mitglieder Ansprechpartner. Es macht Sinn, zunächst die juristische Selbstständigkeit der SHK-Verbände aufgrund der administrativen Länderstrukturen aufrechtzuerhalten. Aber es macht ebenso Sinn, alles das, was an Routinetätigkeiten zusammengefasst werden kann und zur Kostenoptimierung und Leistungsverbesserung beiträgt, in Gang zu setzen.“

Die Verbändevereinbarung sieht vor, dass der Beitritt anderer Fachverbände aus den neuen Bundesländern zu einem späteren Zeitpunkt grundsätzlich möglich ist. Erweist sich die Kooperation als schlagkräftig, soll sie zu einem späteren Zeitpunkt in einen gemeinsamen mitteldeutschen Fachverband SHK münden.

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