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Den technischen Fortschritt nutzen

Made in Germany steht hoch im Kurs. Heute ist die Bedeutung dieser Herkunftsbezeichnung größer als je zuvor. Denn nie war das Volumen des internationalen Warenverkehrs höher als in diesem Jahrzehnt. Und Produkte aus Deutschland sind im Ausland besonders gefragt, glaubt man den Datenbankern von Statista. Dieses deutsche Online-Portal für Statistik führt in der Regel Daten von Markt- und Meinungsforschungsinstitutionen sowie aus der Wirtschaft und von amtlichen Statistiken zu einem aussagefähigen Gesamtbild zusammen. Dabei wurde unter anderem der „Made-in-Index“ aus der Taufe gehoben. Die Erhebung führt zu einem verlässlichen Vergleichswert für die Markenstärke von Herkunftsländern und ermöglicht eine transparente Beurteilung des Wertes von Herkunftshinweisen. In diesem weltweiten Ranking liegt Deutschland ganz vorne (gefolgt übrigens von der Schweiz).

Bricht man diesen Maßstab auf Qualität und Leistungsfähigkeit der in Deutschland ansässigen SHK-Industrie herunter, darf man nach der ISH 2017 in Frankfurt am Main getrost sagen: Stimmt! Nicht ohne Grund findet die als Weltleitmesse bezeichnete Ausstellung für die Gebäudetechnik auf bundesrepublikanischem Boden statt; nicht ohne Grund stellt Deutschland in den vielen Facetten der SHK-Branche zumeist Marktführer in den Bereichen Technologie und/oder Umsatz. Oft geben diese Unternehmen auch die Schlagzahl vor, wenn es darum geht, weltweite Trends zu setzen oder zu vertiefen. Zum Beispiel mit Blick auf die Themen Komfortbad (Stichwort Barrierefreiheit), Energiewende und vernetzte Gebäudetechnik.

Das Geschehen der ISH spiegelte diese Wahrnehmung sehr gut wieder. Egal, ob Heizungs- oder Sanitärtechnik, Badausstattung oder Lüftungs- und Klimaanlagen – der Kern der Branche, und gleichzeitig ihre Lebensversicherung, ist Innovation und Kreativität. Das schließt aber ausdrücklich auch ausländische Hersteller mit ein, die in Deutschland aktiv sind. Zuerst einmal sind es nur einzelne Produkte oder Systeme, die jeder in Frankfurt präsentiert hat. Jede Neuheit für sich betrachtet hat zwar einen gewissen Wert. Aber erst durch die Hände des Fachhandwerks, durch das Zusammenfügen der Einzelteile zu einem Bad, einem Lüftungssystem oder zu einer Heizungsanlage, erst dann erhält die Summe des Ganzen einen besonderen Wert. Seinen Mehr-Wert.

Der technische Fortschritt bietet SHK-Handwerksbetrieben weitere Möglichkeiten, diesen Mehr-Wert wirtschaftlich zu nutzen und sichtbar zu machen. Denn Verbraucher wünschen sich nach wie vor ein klares Markenversprechen und interessante Angebote. Die jüngsten Neuheiten und Konzepte von der ISH 2017 dürften das unterstützen (mehr dazu in dieser Ausgabe ab Seite 32 und ausführlich in den kommenden SBZ-Ausgaben).

Ich wünsche Ihnen gute Geschäfte

Ihr

Dennis Jäger

SBZ-Chefredakteur