SBZ Ausgabe: 06-2014
Schlüssel zur guten Badplanung

Spotlight

„Das Entwurfskonzept erschließt sich dem Betrachter anhand der Grafiken auf einen Blick. Sie wurden im Rahmen des 5. SBZ-KreativWettbewerbs von Architektin Antonie Specht erstellt.“

Raum/Strukturachsen finden

Zuerst Linien im 90-Grad-Winkel von Türen- und Fensterlaibungen ziehen

Türen- und Fensterlaibungen verbinden, dann erhält man je nach Grundriss „diagonale“ Bezüge

90-Grad-Linien von Raumkanten (Vor- und Rücksprünge) ziehen beziehungsweise diese verlängern

Anhand des erarbeiteten Rasters lassen sich nun Zonierungen und Erschließungsachsen definieren

Es gibt nicht immer nur eine richtige Aufteilung, mehrere Varianten sind möglich

Zonierungen eintragen

Aktivzonen mit Waschtisch und WC sollten idealer Weise im vorderen ­Bereich liegen

Ruhezonen mit Wanne und Wellnessobjekten sollten dagegen im hinteren Bereich Platz finden

Die Dusche als aktivierendes oder entspannendes Medium gehört im Optimalfall in den Übergangsbereich, also zwischen Aktiv- und Ruhezone

Da diese ideale Zonierung nicht immer realisierbar ist, sollte man entsprechend den Nutzergewohnheiten den besten Kompromissen eingehen

Erschließungswege eintragen

Hauptlaufwege vom Eingang zum Waschtisch, WC und Dusche eintragen

Nebenlaufwege vom Eingang zur Wanne, Sauna etc. und zwischen den Objekten eintragen

Nutzerbezogene Laufwege ­einzeichnen

Eventuell tageszeitliche Laufwege einzeichnen, die morgens und abends unterschiedlich sein ­können

Überprüfen und analysieren, ob die Wege zu den Objekten effektiv in ihrer Nutzungsreihenfolge sind

Sicht- und Blickachsen einzeichnen

Blickrichtung vom Eingang einzeichnen: Der erste Blick sollte auf ein Highlight oder nach Draußen fallen

Schaue ich von den einzelnen Objekten auf etwas Schönes oder ins Grüne?

Können sich Menschen bei gleichzeitiger Nutzung von zwei Einrichtungsgegenständen unterhalten und dabei ansehen?

Gibt es unerwünschte Sichtbezüge, zum Beispiel zum/vom WC oder zum Nachbarn?

  • Bewegungsabläufe – hier personenbezogen am Morgen – zeigen schnell, ob kurze Wege zwischen den Objekten (der Nutzungsabfolge entsprechend) realisiert sind.
  • Das Eintragen von Blickachsen zeigt auf, ob der Blick von den Objekten lohnend ist und so für Wohlbefinden sorgt.
  • Das Definieren von Nutzungsbereichen sollte die funktionale Aneinanderreihung zeigen: von der Regeneration über die Natur zur Ruhe.
  • Haupterschliessungsachsen verdeutlichen die gerade, funktionelle Zuwegung zwischen den Räumen.
Nicola Stammer
Nicola Stammer
Thomas Lammering, SBZ-Kreativ-Wettbewerb
Nicola Stammer

Literatur

  1. Teil: Immer auf Achse
  2. Teil: SBZ Tipp
  3. Teil: Spotlight
  4. Teil: Autor
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